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Das war ja der Gipfel: die Frauenquoten-Farce

Wieder haben sich Politik und Wirtschaft nicht auf einen Fahrplan zur Frauenquote einigen können. Das nennt sich dann gemeinsamer Gipfel von Wirtschaft und Politik. Die einen mauern, die anderen versuchen mit Sprengattacken die Mauern zu beseitigen. Dazwischen händeringend Familienministerin Schröder, die bereits mit Minimalkompromissen an den Hardlinern scheitert. An die Debattierenden ein paar kleine Tipps:

- An die Frauen (vertreten durch Geheimkanzlerin Ursula von der Leyen): “Fighting fire with fire” mag Ihre Devise sein, liebe Frau von L., aber was in der Brandbekämpfung manchmal funktioniert,verfängt hier nicht. Sie mögen mit kantigen Ellenbogen und markigen Sprüchen Ihren Weg in der Politik gemacht haben, aber Machomethoden mit Machomethoden auszutreiben, das vertieft hier nur die Gräben, in denen bereits jetzt alle liegen – und sich auf Seiten der Arbeitgeber auch schon behaglich eingerichtet haben. Warum nicht mal mit finanziellen Anreizen winken? Mehr staatliche Unterstützung für innerbetriebliche Kinderbetreuung und Teilzeitmodelle etwa? Einfach mal Türen öffnen, anstatt sich den hübsch frisierten Kopf an uralten Mauern einzurennen.

- An die Männer (vertreten durch fast alle Aufsichtsräte und Vorstände deutscher DAX-Unternehmen): Jungs, ich versteh euch ja. Aber ihr werdet euch dem Wandel der Zeiten nicht ewig entgegenstemmen können. Und wisst ihr, was einem blüht, wenn man zu lange an seinem Sessel klebt? Man wächst fest, wie wir heute auf unappetitliche Weise erfahren durften.

Also, bitte alle mal lockermachen und einigen.

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Frauen sind gefühlt jünger alt als Männer!

Sehen Sie so alt aus, wie Ihre Frau sich fühlt?

Hoffentlich nicht.

Einer Erhebung zufolge fühlen Frauen sich bereits mit 29 “alt”, Männer hingegen erst mit 58. Wird das gefühlte Alter jetzt zu einer wissenschaftlichen Größe? Dazu ein wenig Sprichwort-Forschung:

- “Sich aufs Altenteil zurückziehen” kann für manche Frau demnach einfach bedeuten, auf eine Ü30-Party zu gehen

- Die Erkenntnisse könnten ein Revival des Spruches “Trau dich mit keiner über 30″ mit sich bringen. Denn wer will schon als junger Mann eine alte Frau heiraten?

- Stimmt der Satz “Du bist immer so alt wie du dich fühlst”, bedeutet das, dass die Affäre eines 58-Jährigen mit einer 29-Jährigen nichts Anrüchiges mehr hat. Denn gefühlt sind ja beide gleich alt…

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Darauf fliegen die Mädels: Frauenzonen im Jet

Nichts gegen Frauenparkplätze – aber im Flugzeug?

Kein Witz. In einer Umfrage sagte jüngst jede 6. Teilnehmerin, sie könne sich gut vorstellen, im Flieger Frauenzonen einzuführen. Männer machen sich angeblich oft zu breit oder können das Baggern nicht lassen.

Na, von mir aus, probiert es.

Aber, liebe Fluganbieter, ich muss sie warnen. Diese oder ähnliche Wortbeiträge kämen mit Sicherheit auf Sie zu, wenn Sie die Ladies’ Lounge an Bord einführen:

- Ulla S. aus Bottrop: “Ja, wie? Ich dachte, das wäre hier so ein Frauensitz? Wo ist denn die Deko, wo ist der Schminkspiegel, der Prosecco-Cooler und überhaupt was ist mit meiner GALA? Nee, also so geht das nicht. Ich will mein Geld zurück.”

- Heiner P. aus Köln: “Isch hab jehört, se ham jetz so Frauengehege an Bord. Wo kann isch denn jetz hier meine Jutta abjeben?”

- Flugbegleiterin Doris W. aus Düsseldorf: “Die kleine Angelika möchte bitte von ihrem Mann im Ladies-Paradies abgeholt werden.”

- Bagger-Boris aus Taunusstein: “Einmal Frankfurt-Bangkok nonstop – aber natürlich in der Frauenzone, bitte. Sind denn da heute auch ein paar süße Bunnies dabei?”

Also, Lufthansa & Co., überlegen Sie sich das gut!

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Frauenfußball ist gefährlich – auch und gerade für Männer

Bayern- und Schalke-Fans schlagen ihre Frauen in dieser Saison häufiger als in der letzten. Moment, nicht aufregen. Das sage nicht ich, das behaupten US-Forscher: Einer Studie an der Universität Berkeley zufolge lässt eine Niederlage der Lieblingsmannschaft die Bereitschaft von Männern zu häuslicher Gewalt ansteigen.

Hm. Das ist ja gar nicht schön. Und genau so wenig überraschend.

Ich sage ja immer: Männer, wenn ihr euch auf die Ehe mit einem Verein einlasst, dürft ihr nicht auch noch einer Frau das Ja-Wort geben. Und umgekehrt. Das gibt nur Stress. Was können eigentlich Frauen dafür, wenn es 11 Männer nicht schaffen einen Ball mit etwa 30 Zentimeter Durchmesser in ein über 7 Meter breites Tor zu manövrieren? Das hat doch mit Einparken nun gar nichts mehr zu tun.

Davon mal ganz abgesehen noch ein paar Fragen:

- Sind diese Ergebnisse auch auf Bereiche außerhalb des Sports übertragbar? Also etwa Landtagswahlen, Quizshows oder Miss-Wahlen…

- Was tun dann Frauen ihren Männern an, wenn der von ihnen favorisierte Kandidat bei DSDS zu früh rausfliegt?

- Was blüht uns Männern, wenn die Frauen-Nationalmannschaft bei der Fußball-WM im Sommer nicht wie gewünscht Weltmeisterin wird? Oje.

Zumindest im letzten Fall könnten es die Mädels den Jungs mal 1:1 heimzahlen…

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Frauen sind die besseren Chefs – aber keiner will sie

Wollen Sie eine Frau als Chefin? Und zwar nicht nur, weil Sie glauben, dass Sie die Gute dann verführen und bald selbst den Laden übernehmen können? Sie wollen wirklich eine Frau als Boss? Damit stehen Sie ziemlich allein da. Eine neue Umfrage zeigt, dass lediglich 10 Prozent der Befragten  lieber einen weiblichen Chef hätten (Frauen 12, Männer 9 Prozent). 41 Prozent sagen, sie würden einen Mann als Chef bevorzugen. 49 Prozent ist das Geschlecht ihres Vorgesetzten gleichgültig.

So viel zum Thema Frauen in die Führungsetagen. Aber damit nicht genug. Schön finde ich, was der Studienleiter als Begründung für die mangelnde Sehnsucht nach Chefinnen anführt: Die Leute kennen es gar nicht anders als dass der Chef ein Mann ist. Darum dächten die dann vermutlich, dass sie damit stets gut gefahren seien.

Hmpf.

Zwei Anmerkungen:

- Diese Begründung ist in etwa so schlüssig wie: Menschen deren Familie seit Generationen in Bretterbuden wohnen, wollen es gar nicht anders, denn sie kennen es ja nur so.

- Vor allem aber ist diese Argumentation schlicht unfair. Diese Formulierung suggeriert nämlich die Annahme, dass man eben nicht gut damit fährt, wenn Männer Chef sind. Wieder einmal wird einer Mehrheit von Umfrageteilnehmern Dummheit oder mangelnde Einsicht unterstellt, nur weil sich nicht das erwartete oder politisch korrekte Antwortresultat liefern. Und indirekt wird so behauptet, dass Frauen per se die besseren Chefs sind.

Bevor ich so eine Bemerkung raushaue, mache ich doch lieber gleich noch eine Umfrage, Thema: Wenn Frauen so viel bessere Chefs sind, warum will sie denn dann keiner?

Ich habe im übrigen gar nichts gegen weibliche Chefs – sie sollten aber nicht nur aus dem Grunde Chef sein, weil sie weiblich sind. Oder weil dann doch irgendwann irgendeine Umfrage behauptet, es sei besser so.

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Warum sollen Handwerker die schlechteren Lover sein?

Ich muss hier mal eben eine Lanze für Männer in handwerklichen Berufen brechen.

So richtig überzeugt war ich von Partnerschaftsbörsen noch nie, egal  ob online oder offline. Und jetzt trägt eine dieser Akademiker-Börsen im Netz mit einer Umfrage noch zu meiner Skepsis bei. Aus den Daten geht nämlich hervor:  Bei der Partnersuche passen Handwerker Akademikerinnen nicht in ihr Beuteschema. Sie wollen lieber ebenfalls Studierte zum Angrabbeln.

Soso.

Nicht dass ich kein Verständnis dafür hätte, dass Leute, die ungeduldig auf der Suche nach dem Partner fürs Leben sind, und die für diese Suche auch noch bezahlen, dass diese Leute also von vorneherein Dinge ausschließen wollen, von denen sie meinen: Geht sowieso nicht. Ist doch praktisch, wenn das möglich ist: Handwerker – raus. Bayern-Fans – raus. Schnurrbartträger – erst recht raus. Ein Blick aufs Online-Profil – unpassende Kandidaten blitzschnell aussortiert.

Aber wer sagt, dass sie wirklich unpassend sind? Da entscheidet ein Detail über ganze Lebensläufe!

Ich sage nicht, dass sich über eine solche Börse nicht der Partner fürs Leben finden lässt – viele zufriedene User belegen das Gegenteil. Ich sage aber: Vorsicht! Diese Börsen laden dazu ein, die Wirrnisse und Probleme des wirklichen Lebens zu umgehen – und lotsen einen damit an den schönen Zufällen des Lebens ebenfalls vorbei. Vielleicht wäre der Schreiner Hans ja der perfekte Mann für Frau Dr. Hübner gewesen, wer weiß? Vielleicht ist er auch nur im Moment Schreiner in der Lehre und studiert später noch Architektur? Viele Architekten verfahren so.

Stellen Sie sich diese Verfahrensweise bei einem Treffen im wirklichen Leben vor. Frau geht in eine Bar, schaut sich um, denkt: Wow, was für ein Kerl! Groß, gut aussehend, geschmackvoll gekleidet. Im Gespräch merkt sie: Wow! Charmant, klug und witzig ist er auch, und diese Wahnsinn-Stimme!

“Und was machst du so beruflich?” “Ich bin Schreiner.” Klick, weg. Aus. Frau verlässt frustriert die Bar. Keine Chance dem Handwerker. Würde das passieren? Nein, wahrscheinlich nicht.

Bei Partnerschaftsbörsen allerdings passieren solche Ausschlüsse immer wieder, oft bereits im Vorfeld, beim Ausfüllen irgendwelcher Suchprofile. Die Leute glauben, sie wissen was sie wollen, und darum schließen sie alles aus, was sie meinen nicht zu wollen. Damit schließen sie einen Großteil dessen aus, was möglich wäre. Einen Großteil dessen, was wir Leben nennen. Oder glauben Sie ernsthaft, Veronica Ferres hätte je davon geträumt, mal mit dem “Gründer von Deutschlands prominentester Drückerkolonne” (SPIEGEL) glücklich zu werden? Okay, der hat sich wenigstens den Schnurrbart abrasiert… ;-)

Also, liebe Schreiner, Klempner und andere Nicht-Akademiker: Nicht unterkriegen lassen! Wer im wirklichen Leben seinen Mann steht, muss sich vom virtuellen keinen Dämpfer verpassen lassen!

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November-Frauen leben länger – aber wollen sie auch mehr Sex?

“Alles Gute zum Geburtstag!”

Das klingt seit heute für manchen nach Ironie. Forscher glauben einen Zusammenhang zwischen Geburtsmonat und Lebensdauer entdeckt zu haben. Den Untersuchungen zufolge wurden Frauen, die im November geboren wurden, im Schnitt 7 Monate älter als Frauen, die im Mai zur Welt kamen. Bei Männern betrug der Unterschied sogar fast 12 Monate.
Na, herzlichen Glückwunsch.

Männer wollen aber gar nicht am Geburtsdatum erkennen wie alt jemand wird. Männer wollen

- an der Haut einer Frau erkennen, wie Single sie gerade ist

- an den Augen einer Frau erkennen, wie interessiert sie an einem Mann ist

- an den Ohren erkennen, ob sie einem Flirt eher ab- oder zugeneigt ist

- an der Nase einer Frau erkennen, ob sie lügt, wenn sie sagt, dass sie lieber nicht noch auf einen Absacker kommen will

- an ir-gend-et-was erkennen, ob sie gerade Lust auf Sex hat.

Liebe Forscher: DARAN könnten Sie und Ihre Probandinnen sich doch einmal versuchen, wenn gerade wieder mal irgendwo Forschungsgelder herumliegen und sonst nix zu tun ist, oder?

Danke!

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Stehen Frauen unter besonderem Schutz? Und Männer nicht?

Liebe Leute, heute möchte ich mich mal mit einem kernigen Satz ein Stück weit aus dem Fenster lehnen, und zwar mit diesem:

“Für mich sind Frauen keine schützenswerten Wesen.”

Zack.

Damit ist einiges gesagt, aber nocht nicht alles. Denn wie kaum anders zu erwarten, stammt dieser Satz nicht von mir, sondern von einer Frau. Und zwar nicht von irgendeiner Frau, sondern von Liz Mohn, einer der erfolgreichsten Unternehmerinnen in Deutschland. Sie sagte diese Worte bezogen auf die Diskussion um die Frauenquote – und ich bin ziemlich sicher, dass sie dafür sehr bald einen dieser berühmten geharnischten offenen Briefe von Alice Schwarzer über den Schädel gezogen bekommt.

Ist das nun das plötzliche Ende des World Wildwife Fund? Ladies first, Frauen und Kinder zuerst – alles aus und vorbei?

Nein. Natürlich gibt es Frauen die Schutz brauchen, und sei es, dass man ihnen mal die Tür aufhält. Natürlich lässt sich die Situation einer alleinerziehenden Mutter von zwei Kindern nicht mit der einer aufstrebenden Jungmanagerin vergleichen. Letztere benötigt tatsächlich keinen speziellen Schutz, für erstere kann es einen ganzen Tag retten, wenn ihr jemand die Tür aufhält, weil sie es mit zwei Kindern und drei Einkaufstaschen kaum schafft, die Klinke zu erreichen.

Aber viel entscheidender ist für mich der Punkt, dass auch erstere den Schutz nicht per se benötigt, weil sie eine Frau ist – sondern weil sie als sogenannte Familienarbeiterin in unserer Gesellschaft einen minderwertigen Status genießt. Ihre Tätigkeit erbringt keinen sofort messbaren Profit, also fällt sie durchs Raster. Diese Rolle ist mehrheitlich Frauen vorbehalten, was sich aber hoffentlich in Zukunft ändert. Väter an die Wickelfront! Was sich umso dringender ändern muss, ist die Wahrnehmung für die Schutzbedürftigen unter uns.

(Dramatische Pause. Rührungsschniefen. Taschentuch raus. Weiter.)

Ich weiß wovon ich rede. (Schnäuzen.) Ich bin jetzt über ein halbes Jahr Vater in Elternzeit. Mir hält auch keiner der Tür auf, wenn ich mit meinem Kinder-Einkaufstaschen-Planwagen ankomme. (Schniefen.) Wenn es doch mal jemand tut, dann ist es meist ein Mann. (Räuspern.) Dafür bin ich dankbar. Und ich schleudere Frau Mohn meine freie Interpretation ihres Satzes entgegen:

Nicht nur Frauen sind schützenswerte Wesen. Auch Männer brauchen mal Hilfe.”

(Enthemmtes Schluchzen. Vorhang.)

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Warum Männer immer nur das eine wollen – Shoppen!

Da hat Men’s Health sie wieder alle überrascht.

Wie unsere Umfrage zeigt, gehen Männer mindestens genau so gern shoppen wie Frauen.
Und dann auch noch am liebsten (tätää) Klamotten. Ausgerechnet Anziehsachen!  Zwei Drittel aller Männer kaufen am liebsten Kleidung, und nur 17 (!) Prozent irgendwelchen Technikkram.

Männer, Hand aus der Hose und aufs Herz: Sind wir überrascht?
Nein. Wäre doch unvertretbar, wenn wir in der gleichen Frequenz Fernseher und Mobiltelefone kauften wie Frauen Schuhe, Jeans und Tops!

Im übrigen besagen die Antworten ja nicht, dass wir genau so oft und genau so viel einkaufen wie Frauen, sondern höchstens gefühlt genauso gern, und wenn, dann eben auch öfter mal Klamotten. Fiele der Konsum von getreidebasierten Kaltgetränken unter die Rubrik “Shopping” lägen wir da wahrscheinlich ziemlich weit vorne.

“Genau so gern” kann nämlich je nach Thema und Geschlecht verschiedene Bedeutungen haben. Das zeigen diese Beispiele:

- Frauen haben genau so gern Sex wie Männer. Nur eben bloß einmal die Woche oder im Monat, aber nicht einmal am Tag oder in der Stunde.

- Männer dekorieren genau so gern ihre Wohnung wie Frauen. Aber eben nur einmal, wenn sie einziehen – und nicht jedes Mal, wenn jahreszeitbedingt das Licht im Wohnzimmer wechselt.

- Frauen fahren genau so gern Auto wie Männer, nur eben nicht so häufig und nicht so lange am Stück. Und nicht im Stadtverkehr und nicht auf der Autobahn und nicht im Berufsverkehr und nicht am Wochenende, wenn all diese Anfänger unterwegs sind.

- Männer spielen genau so gerne, lange und intensiv mit ihren Kindern wie Frauen. Wenn den Kleinen die Fußballschuhe endlich passen.

- Frauen treiben genau so gern Sport wie Männer. Aber es kommt ihnen dabei nicht so sehr aufs Siegen an, oder auf sichtbare Erfolge, oder darum, die innere Schweinehündin zu überwinden oder darum, sich immer wieder selbst zu besiegen, oder darum, auch bei Schnee oder Hagel oder Regen die Laufschuhe zu schnüren, oder darum sich immer weiter zu pushen. Spaß soll es machen. Und schlank.

Alles Klischees? Genau.

Genau wie: “Männer gehen nicht gern shoppen, und wenn – dann nur Technikkram.”

;-)

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Weltfrauentag abschaffen!

Upps, da habe ich doch gestern glatt vergessen, zum Weltfrauentag zu bloggen. Na, ich bin sicher, Sie haben trotzdem daran gedacht und  das übliche Um-sich-rum-Diskriminieren für 24 Stunden eingestellt. Seit Mitternacht wird aber wieder munter weiter unterdrückt, nicht wahr? Brav so. (An dieser Stelle denken sich bitte alle, die es nicht kapiert haben,  das blinkende Schild: ACHTUNG, SATIRE!)

Nein, ernsthaft: Ich finde, es ist nicht Aufgabe eines Männermagazins, an solche Pseudo-Feiertage zu erinnern. Zumal es genug andere gibt, die das tun. Unter anderem alle 80 Millionen Tageszeitungen, die in diesem Land erscheinen – und natürlich die Bundeskanzlerin. Die rief anlässlich des 100. Weltfrauentages die Männer zu mehr Nachdenken auf. Ja nun. Machen wir. Und dann?

Hat es aber auch schwer, die Gute. Anlässlich eines Tages, der an die Unterdrückung der Frau erinnern soll, ist es für Deutschlands erste amtierende Regierungschefin eine verzwickte Aufgabe, sich zu äußern. Sie ist ja quasi das lebende Denkmal für das bereits Erreichte. Was soll sie also sagen, wie noch zur Solidarität aufrufen? “Sogar ich fühle mich morgens manchmal ein bisschen unterdrückt. Die Last des Amtes, die Bürde der Verantwortung, nie hilft einem einer, der Pofalla bringt ja nicht mal den Müll runter…”

Ich bin dafür, den Weltfrauentag hierzulande abzuschaffen. Dann hieße er eben “Welt-außer-Deutschland-Frauentag”. Das 100-jährige Jubiläum wäre ein toller Zeitpunkt dafür. Es wird in unserem Land so viel und so oft und so offen über die Situation der Frau geredet, diskutiert und informiert (das soll auch gerne so bleiben) – da weiß manche(r) am dafür eingerichteten Festtag gar nicht mehr, was er oder sie dazu sagen soll. Und dann kommen solche Stützstrumpfweisheiten aufs Tapet wie die von der Kanzlerin. Damit kann doch der Sache nicht gedient sein. Von mir aus kann zeitgleich auch der extrem Prostata-lastige Weltmännertag (3. 11.) wieder abgeschafft werden. Welthundetag (10. 10.), Weltkatzentag (8. 8.), Weltfernsehtag (21. 11.) gleich mit. Alles raus aus dem Kalender, rein in die Tonne, das schafft Platz für wichtige Termine.

Im übrigen gibt es neben der Sprachlosigkeit der Kanzlerin noch ein weiteres deutliches Indiz dafür, dass der Weltfrauentag seinen Zweck erfüllt hat und verschwinden kann: Sogar an dieser Stelle wird jetzt darüber geschrieben. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen heute noch einen schönen “nationalen Tag der Computer-Sicherheit”!

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