Hand aufs Herz: Glauben Sie an die Vorteile der Monogamie? Kennen Sie welche?
Grundsätzlich denken ja viele Männer: Unfair! Die meisten Frauen interessieren sich viel weniger und seltener für Sex, die meisten Männer viel mehr und häufiger. Aus rein wirtschaftlicher Perspektive stellt sich manchem die Frage: Warum sollen Männer monogam und treu sein? Warum darf die Frau das Monopol über eine Ware halten, die Sie selbst nur ungern liefert, geschweige denn konsumiert? Natürlich darf sie die Ware zurückhalten – aber wieso kann sie darüber bestimmen, dass der Kunde nicht anderswo zugreift?
Ein Philosoph der University of British Columbia hat nun die Antwort auf die Frage nach dem Sinn der Monogamie gegeben: Sie macht uns reich. Sie wurde zum Erfolgsmodell, weil sie die Konkurrenz der Männer um die Frauen stark zurückgehen ließ. Die Männer hatten Zeit für andere Dinge. Darum sind Gesellschaften, in denen die Mehrheit der Menschen monogame Beziehungen pflegt, erheblich friedlicher und produktiver. Je mehr monogame Beziehungen, desto weniger unzufriedene Männer ohne Partnerin, die Ärger machen. Sprich: Nur weil Sie sich nicht ständig mit Rivalen um die Weibchen kloppen, sind wir so ein reiches, freies Land.
Wer also seinen Wohlstand genießt und die Vorzüge einer entwickelten, modernen Industrie-Gesellschaft zu schätzen weiß, sollte sich nicht darüber beschweren, dass er nur eine Frau angrabbeln darf.
Dumm ist nur: Die Männchen haben gelernt, mit ihren Errungenschaften zu prahlen, um die Weibchen rumzukriegen. Was nützen einem Mann sein Erfolg und sein Reichtum, was nützen ihm Porsche und volles Portmonee, wenn er damit nur eine Frau beeindrucken darf? Die ihm dann noch ständig sagt, dass in den blöden Porsche keine Kindersitze passen?
Tja, wie Mann’s macht…
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Auf diesen Seiten bloggt Jens Clasen, Textchef von Men's Health, über Männer-