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Braucht die Liebe ein Diplom? Ein Flirt ist doch kein Vorstellungsgespräch!

Fragen Sie eine Frau beim ersten Date sofort nach ihren Schul- und Universitätsabschlüssen? Und legen Sie brav alle Zeugnisse vor, wenn sie diese Frage an Sie richtet? Nein, natürlich nicht, denn ein Flirt ist kein Vorstellungsgespräch, und die Liebe braucht keine Zeugnisse.

Die Ausbildung spielt allerdings – zumindest statistisch gesehen – immer schon eine Rolle bei der Auswahl des richtigen Partners. Frauen heiraten traditionell eher nach oben, also Männer, die besser ausgebildet sind. In Zeiten, da Frauen mehr Universitätsabschlüsse machen als Männer, wird das natürlich schwierig. Bleiben die ganzen Diplomandinnen und Doktorinnen nun Singles? Werden sie alle lesbisch? Mitnichten, wie eine internationale Studie der Autonomen Universität Barcelona, jetzt zeigte: Die Menschen passen sich den veränderten Verhältnissen an, und Frauen heiraten ausbildungstechnisch auch öfter mal nach unten. Oh, Wunder, wie gnädig.

Das Ergebnis legt vor allem eines nahe: Ein Universitätsabschluss macht nicht klüger, er lässt einen nur klüger aussehen. Auch die meisten Männer haben ja früher nicht gezielt nach dummen Frauen gesucht, die wären in ihrer Ehe ja verrückt geworden. Es waren einfach weniger Frauen an der Uni, das war Alltag. Trotzdem waren die Frauen klug, nur eben nicht zertifiziert klug. Frauen wollten umgekehrt auch keine Männer, die klüger waren als sie, sondern solche, die gut genug ausgebildet waren, um mit einem entsprechend hochqualifizierten Job eine Familie zu ernähren. So waren die Zeiten. Heute können mehr Frauen selbst Karriere machen und Geld verdienen – da klappt’s bei der Frau Magister in der Liebe auch mal mit einem weniger gut ausgebildeten Mann, ohne dass sie sich Sorgen um ihre Zukunft machen muss.

Wir lernen also, was wir längst wussten: Eine Frau mit Uni-Diplom kann einen Klempner lieben. Der macht ihr dann ganz abschlussfrei den Abfluss frei. Und wer hier jetzt zuerst irgendwas mit “Rohren” und “verlegen” in den Kommentaren postet, hat verloren!

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Quote adé? Frauen wollen angeblich nur 36 Minuten am Tag arbeiten

Die wohl raffinierteste, perfideste, in ihrer Abgründigkeit schon beeindruckende Waffe gegen die Frauenquote kommt aus den USA und wird gerade an einer Leine durch den deutschen Medienpark geführt. Es ist ein “Modell” des perfekt verbrachten Tages – für Frauen, wohlgemerkt. Darin ist – auf der Grundlage von Befragungen mit über 900 Frauen – minutengenau aufgeführt, wie viel Zeit die Frauen idealerweise für welche Tätigkeit aufwenden möchten: 106 Minuten Liebesbeziehung, 82 Minuten fürs Treffen mit Freunden, 78 Minuten entspannen, 75 Minuten essen, 68 Minuten Sport, 57 Minuten telefonieren, 56 Minuten Shopping, 55 Minuten fernsehen und 46 Minuten Mittagsschlaf. Das Gift dieser Waffe entfaltet sich auf dem vorletzten Platz. Dort steht: 36 Minuten Job.

Ich sage nicht, dass Männer gern 12 Stunden am Tag arbeiten. Wobei ich schon ziemlich gerne hier sitze, und das auch gerne ein Vielfaches von 36 Minuten. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es auch Männer gibt, die lieber shoppen und telefonieren als zu arbeiten – wobei Männer daraus vielleicht gleich wieder einen Job machen und sich dann “Trader” nennen.

Aber das ist nicht das Böse an dieser Studie. Das Böse ist, dass sie nur in Bezug auf Frauen erstellt wurde. Und dass hängen bleibt: Frauen wollen am Tag nur 36 Minuten arbeiten. Noch perfider ist es, dass die Hausarbeit in diesem Modell sogar mehr Zeit einnimmt als die Erwerbsarbeit, nämlich 47 Minuten. Das liest sich wie: Putzen ist geiler als Karriere machen. Dass dies vielleicht den langweiligen und unbefriedigenden Jobs der befragten Frauen geschuldet ist – geschenkt. Am Ende bleibt hängen: In 36 Minuten am Tag lässt sich nicht viel reißen – und schon gar kein Aufsichtsratsposten wuppen. Insofern empfehle ich allen Kolleginnen, die diese Studie gerade weiter verbreiten: Obacht! No study’s perfect!

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Schluss mit dem Flirt-Darwinismus! Alle Männer haben gute Gene!

Hach ja, Frauen. Was haben wir in der letzten Zeit nicht alles über sie gelesen. Frauen in ihrer fruchtbaren Phase können schlechter multitasken, beäugen ihre Männer kritischer, haben mitunter genau so schlechte Laune wie wenn sie ihre Tage haben… Es gibt in der letzten Zeit eine solche Fülle von Meldungen über den weiblichen Monatszyklus, dass ich schon “furchtbar” lese, wenn da “fruchtbar” steht. Ich glaube fast, die Produzentinnen von Fruchtbare-Frauen-Studien haben gerade auch eine besonders fruchtbare Phase.

Und als sei es nicht genug, kommt hier die nächste: Frauen finden in ihren fruchtbaren Tagen nun doch nicht, dass besonders männliche Gesichter attraktiver aussehen. Das wurde nämlich vor Jahren mal behauptet. Es wurde unterstellt, dass Frauen in der Phase ihres Eisprungs zwecks Nachwuchs-Optimierung Ausschau nach maskulinen Kerlen mit breiten Kiefern halten, weil die angeblich Träger der besseren Gene sind. Das stellt diese neue Studie nun in Frage – und die Studien-Autorin, Christine Harris von der University of California, fordert außerdem endlich mal einen Beweis, dass maskulin aussehende Männer überhaupt bessere Gene haben als andere.

Das finde ich gut, dass sich da mal eine traut, mit diesem Flirt-Darwinismus aufzuräumen. Als würden Frauen ihre Männer heute immer noch mit dem Evolutionsratgeber in der Hand auswählen. Was ist das für ein Unsinn, Kerle mit eher schmalen Gesichtern wären keine Männer und brächten verkorkstes Gen-Material mit. Insofern: Chapeau, Frau Dr. Harris!

Meine Botschaft an die anderen lieben Forscherinnen und Forscher: ALLE Männer haben gute Gene. Wir sind eine umfassende Kollektion von ausgewählten genetischen Köstlichkeiten, ein Chromosomen-Fuhrpark der Extraklasse. Wir bieten nicht nur einen passablen Gen-Pool, wir sind der ultimative Genom-FUN-Park schlechthin! Wir sind sozusagen die UNO-Vollversammlung der guten Gene, und wir finden diese Herumforscherei, die Sie da hinter unserem Rücken betreiben, ganz furchtbar mies. Wenn Sie etwas von uns wissen wollen, dann popeln sie nicht in Haarproben herum, sondern fragen Sie uns gefälligst direkt! Und wenn Sie mit unserem Gen-Material nicht zufrieden sind, dann sagen Sie es uns ins Gesicht und nicht auf den Seiten irgendeiner wissenschaftlichen Zeitschrift, die sowieso keiner liest!

 

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Frauen finden Aussehen bei Männern nicht so wichtig, außer manchmal – und das jeden Monat

Mann, sehen Sie gut aus! Also, ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass Sie gut aussehen, sonst wären Sie ja nicht hier.

Und weil Sie gut aussehen, müssen Sie sich auch keine Gedanken machen, dass Ihre Angebetete Sie irgendwann mal sexuell nicht mehr so attraktiv findet. Ja, so etwas kann durchaus passieren. Besser gesagt: Wenn ein Mann nicht so toll aussieht, passiert ihm das jeden Monat. Plötzlich geht seine Liebste auf Distanz. Einfach so. Warum?

Eine Studie an der University of California in L. A. zeigte nun, dass Frauen immer während ihrer fruchtbaren Tage ihre Männer viel kritischer sehen, wenn die Kerle nicht so superattraktiv sind. Wenn eine Frau hingegen mit einem sexuell attraktiven Mann zusammen ist, fühlt sie sich in der fruchtbaren Zeit noch mehr zu diesem hingezogen. Das ist so ein bisschen wie mit dem Teufel und dem größten Haufen. Die Wissenschaft nennt so etwas den Matthäus-Effekt. Nein, das hat nichts mit dem Loddar zu tun, obwohl der auch schon einen Haufen Mist gemacht hat. Das kommt von dem Zitat aus dem Matthäusevangelium: „Denn wer da hat, dem wird gegeben…”

Na, jedenfalls können wir festhalten: Es lohnt sich, etwas für sein Äußeres zu tun. Wir sollten aber auch hinzufügen: Wenn Sie Kinder wollen. Denn darauf läuft die Sache mit der Fruchtbarkeit ja hinaus. Insofern stimmt für Männer der Spruch: Hässlichkeit ist die sicherste Verhütung. Insbesondere gepaart mit Nicht-Waschen, Motivsocken und Mundgeruch. Aber von mir haben Sie das nicht.

 

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Wenn Frauen ihren Eisprung haben, können Männer besser multitasken

Eine Urfrage im Geschlechterkampf lautet: Wer kann besser mehrere Dinge gleichzeitig tun? Klischees dazu gibt es viele. Während weibliches Multitasking immerhin aus gleichzeitig Nägel lackieren, bügeln, beim TV-Quiz mitraten und telefonieren besteht, bringt es der Mann nur auf Fußball gucken, Bier trinken und in der Nase bohren.

Alles Quatsch.

Männer sind genau so gute Multitasker wie Frauen, manchmal sogar bessere – nämlich wenn die Frauen ihren Eisprung haben. Das zeigte jetzt eine Studie an der Universität Stockholm. Ist also nichts mit “Mutti-Tasking”, ätsch! Hehehe.

Aber, obwohl, hmm… Bevor ich hier herumjubele… Vielleicht sagen wir das jetzt besser nicht zu laut… Oder haben Sie etwa Bock auf bügeln und lackierte Fußnägel?!

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Ob Sie’s glauben oder nicht: Das Fitness-Studio ist ein Ort der politischen Willensbildung

Männer mit Muskeln treten mehr für ihre politischen Ziele ein als die eher schmalbrüstigen Burschen. Ein muskulöser Mann mit geringem Einkommen kämpft für die Umverteilung, ein wohlhabender Muskelmann tritt dafür ein, dass die Reichen reich bleiben. Soweit ganz plausibel – aber der Witz ist: Bei Männern ohne Muckis fand sich dieser Zusammenhang nicht. Da waren auch die Reichen mal für mehr Gerechtigkeit, und die Armen ließen den Reichen ihr Geld. Muskeln sorgen also dafür, dass einer sich stark genug fühlt, für seine Belange einzutreten. Bei Frauen spielt der Bizeps bei der Meinungsbildung hingegen keine Rolle – vermutlich, weil sie seltener gezwungen sind, sich mit Muskelkraft gegen andere durchzusetzen.

Was heißt das nun für Sie, liebe Bankdrücker und Sixpacker? Nein, gaaanz ruhig. Sie sind nicht die Speerspitze einer neuen politischen Bewegung. Denn Sie treten ja – Muckis hin oder her – immer nur für Ihre eigenen Ziele ein. Und die sind sicherlich sehr verschieden.

Aber wenn das nächste Mal jemand behauptet, Ihr Fitness-Training sei doch nur stupides Muskelgepumpe, können Sie mit Fug und Recht widersprechen: “Nein. Das Fitness-Studio ist ein Ort der politischen Willensbildung.” Die ganzen Hänflinge aus dem Literaturcafé reden vielleicht viel und schön über Politik – aber sie setzen ihre Ziele nicht durch. Weil sie einfach nicht den gleichen Wumms haben wie Sie.

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Die gute Nachricht: Frauen reagieren gestresster auf schlechte Nachrichten als Männer

Warum lesen Frauen lieber Kitschromane als Krimis? Warum sind weniger Frauen Fußball-Fans als Männer? Warum schauen Frauen lieber Frühstücksfernsehen als die Tagesschau? Eine Antwort auf alle diese Fragen lieferte jetzt eine kleine Studie der University of Montreal: Frauen reagieren gestresster auf schlechte Nachrichten als Männer. Negative Meldungen setzten sie messbar unter Stress, bei Männern war dieser Effekt hingegen nicht zu erkennen.

Während nun einige Fragen geklärt sind, entstehen neue: Wenn sie von schlechten Nachrichten so gestresst werden – warum lesen Frauen dann dauernd irgendwelche Kitsch-Gazetten, in denen der Herzschmerz von Prinzessinnen und der Krebstod von deren Lieblingsschauspielern verhandelt wird? Warum stehen sie überhaupt auf Klatsch und Tratsch? Warum steigen Frauen immer noch auf die Waage oder probieren Jeans in Größe 34 an? Warum schauen sie im Ultra-Neonlicht der H&M-Umkleidekabine in den Spiegel?

Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Auch mir gehen irgendwann die Studien aus. Ich kann Ihnen nur eines raten: Wenn Sie Ihrer Liebsten etwas Wichtiges zu sagen haben, beginnen Sie den Satz nie mit Alarm-Formulierungen wie: “Ich muss dir etwas beichten…” oder “Ich muss dir ein Geständnis machen…” Da geht bei denen sofort der Puls hoch, obwohl das Herz längst in der Hose schlägt – und sie hören gar nicht mehr richtig zu.

 

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Liebeskrach ist keine Kissenschlacht, aber Küsse sagen mehr als harte Worte

Gibt es mit Ihrer Angebeteten ab und zu Streit? Schreien Sie die Arme dabei öfter mal laut an? Werden Sie womöglich verletzend? Geben Sie ihr womöglich Tiernamen? Nein, natürlich tun Sie das nicht. Aber ich bin fast versucht, Ihnen dazu zu raten.

Warum? Darum: In einer Studie an der Penn State University hat sich angeblich gezeigt, dass Frauen, deren Männer dazu neigen, in Konflikten aus der Haut zu fahren, dieses Verhalten als emotionale Anteilnahme verstehen. Ja, richtig: Die Frauen werten solche Ausbrüche als Zeichen dafür, dass der Mann sich emotional einbringt, dass ihm die Dinge nicht völlig egal sind, um die es da geht. Bei solchen Schlagzeilen liegt es doch nahe zu sagen: Schreien Sie öfter mal Ihre Frau an! Die braucht das, die findet das  toll! Als nächstes kommt dann so eine Meldung wie: Frauen wissen tief in sich drin, dass ihre Männer sie nur aus Liebe schlagen. Himmel!

Wer sich die Penn-Studie genauer anschaut, sieht, dass die Forscher bei ihren Probanden den Cortisol-Pegel gemessen haben. Ein erhöhter Cortisol-Spiegel gilt als ein Zeichen für erhöhten Stress. Die Frauen, die angeblich so positiv auf das Gezänk ihrer Männer reagierten, hatten nach den Streits keine entscheidenden Veränderungen bei Cortisol-Messungen gezeigt. Nur muss man erwähnen, dass alle Probandinnen schwanger waren – und bei Schwangeren ist der Cortisol-Spiegel per se erhöht. Auch die Forscher selbst räumen ein, dass dies die Ergebnisse verfälscht haben könnte.

Nein, das heißt nicht, dass Sie Ihre Liebste erst anschreien sollen, wenn sie schwanger ist! Es heißt, dass diese Frauen sehr wohl verletzt und gestresst gewesen sein können, nur dass es in diesem Versuch nicht messbar war. Es gilt also weiterhin: Wenn Sie Zuneigung zeigen wollen, bleibt Anschreien das letzte Mittel der Wahl. Besser sind Küsse, Komplimente – und Kosenamen statt Tiernamen.

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Goodbye, schöne Ausrede: Wenn eine Frau schlechte Laune hat, hat sie meistens NICHT ihre Tage

Spüren Sie das Beben? Haben Sie bereits Halt gesucht, nun da die Erde wackelt? Was Sie jetzt erleben, ist nichts weniger als der Zusammenbruch eines Weltenmythos. Forscher an der Universität Toronto kamen in einer großen Studie zu dem Ergebnis, dass die Übellaunigkeit von Frauen oft wahrscheinlich nichts damit zu tun hat, dass sie kurz davor sind, ihre Tage zu bekommen. In nur 14 Prozent der Fälle konnten die Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen schlechter Laune und dem sogenannten “prämenstruellen Syndrom” (PMS) feststellen. “No more excuses”, sagen also die Kanadier.

Schon brandet eine Protestwelle auf, die nicht minder große Erschütterungen verursacht. “Unverschämtheit!” schreien da die Frauen. “Wie können so ein paar Forscher fühlen, wie es uns als Frauen geht?!” Ähem, die Studie wurde von einer Frau durchgeführt, und die hieß auch noch Einstein. Naja, ein bisschen verstehe ich die Aufregung. Bei Frauen als anerkannte Lächel-Königinnen fällt es natürlich wesentlich mehr ins Gewicht, wenn sie mal mies gelaunt sind. Studien zeigen, dass eine Frau von ihren Kollegen schon gleich als unsympathisch und muffig wahrgenommen wird, wenn sie nur ein neutrales Gesicht macht und mal nicht lächelt. Bei so einem Feedback ist es natürlich dramatisch, wenn die Laune dann mal wirklich im Keller ist.

Aber was wäre denn so schlimm? Gut, es fällt eine altbekannte, geradezu traditionelle Begründung für weibliche Launenhaftigkeit weg. Aber warum sollte sich irgendwer hinter Ausreden verstecken dürfen? Wir Männer müssen unsere schlechte Laune schließlich auch ohne so ein wohlfeiles Argument verkaufen. Uns hilft auch kein Zipperlein, unser Grummeln zu entschuldigen. Wir müssen auch darunter leiden, wenn wir wegen ein bisschen Rumbrüllen und Türenknallen und Fernseher-Eintreten und Möbel-Zerhacken als Choleriker beschimpft werden. Da müssen wir alle durch. Da werden die Frauen es ja wohl verkraften einfach mal zu sagen: “Ich habe eben einfach schlechte Laune.”

Mal ehrlich: Hat uns doch auch längst gewundert, wie sie fünf Mal die Woche ihre Tage haben können…

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Warum Frauen Ihnen häufiger :) oder ;) SMSen – und wieso das trotzdem nicht lustig ist

Frauen benutzen in SMS doppelt so viele Emoticons wie Männer, zumeist Smileys, wie eine Studie gezeigt hat. Und ich sage: Nicht nur da. Frauen sind die ungekrönten Königinnen der Happy-Faces. Da gilt die Model-Regel: Immer lächeln. Da wird einfach überall gnadenlos gelächelt und gegrinst, auch wenn es gar keinen Sinn ergibt. Oder gar gelacht, wo es nichts zu lachen gibt. Beispiel: Zwei Gruppen von Kollegen treffen sich am Firmenausgang. Die Frauen so: “Na, geht ihr auch in die Mittagspause?” Und dann so: Gacker, lach. Die Männer gucken dumm, denn sie verstehen nicht: WAS IST DENN BITTE DARAN KOMISCH?! Bei der Rückkehr gleiches Bild: “Naa, wo wart ihr denn essen?” Gacker, lach, debiles Grinsen. Die Männer so: “Äh, wir gehen dann noch einen Kaffee trinken.” Die Frauen so: “Ach, wollt ihr uns nicht dabei haben?” Gacker, lach. Verlierer ist, wer hier zuerst ehrlich antwortet. Apropos ehrlich.

Oft wird das häufige Lächeln der Frauen als Sozialkitt bezeichnet, und das stimmt auch irgendwie. Nur, der Punkt ist: Das Lächeln der Frauen ist gar nicht komisch. Mimikforscher haben gezeigt, dass das häufig zu beobachtende Lächeln einer Frau mit sichtbaren Zahnreihen tatsächlich vergleichbar ist mit dem Verhalten von Affen, die einem Gegner ihre Unterwürfigkeit zeigen. Frauen tun dies angeblich auch – wenn sie sich anderen gegenüber nicht dominant fühlen. Das Lächeln ist also ein Versuch zu beschwichtigen.

Ich sage jetzt hier gar nicht, dass Frauen sind wie unterwürfige Affen. Ich sehe ehrlich gesagt gar keine Parallele zwischen Frauen und Affen. Aber wenn das alles stimmt, muss ich doch sehr bitten. Wenn Frauen sich zum Affen machen wollen – gerne. Aber wenn sie mir zulächeln, heißt das doch, dass sie mich als dominanten Affen sehen und beschwichtigen wollen – und das geht zu weit. Also bitte, liebe Lächlerinnen: Verschonen Sie mich. Zur Belohnung gibt es hier auch ein Emoticon: ;-)

 

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