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Lust oder Schmerz? Die Mimik verrät unsere Gefühle – aber wir können Sie nicht lesen

Können Sie allein am Gesicht einer Frau ablesen, ob sie es vor Schmerz oder vor Lust verzieht?

Können Sie überhaupt im Gesicht anderer Menschen Gefühle ablesen? Man möchte meinen: Je extremer das Gefühl, desto einfacher. Stimmt aber nicht. US-Forscher haben jetzt nachgewiesen, dass es uns gerade bei Menschen in extremen Gefühlslagen schwerfällt, ihre Mimik zu deuten. Freude und Ärger, Lust und Verzweiflung, Wut und Glück – alle diese Extremgefühle können Gesichter auf eine Weise verzerren, die – ohne weitere Informationen – schwer zu deuten sind. Diese Mehr-Informationen, so die Forscher, liefert meist die Körpersprache. Eine gekrümmte Haltung mit hängenden Schultern sorgt dafür, dass das Bild vom Verzweifelten komplett wird, genau so tun es die empor gerissenen Arme des vor Freude gesichtsgelähmten Siegers.

Super-Infos. Kehren wir also zurück zum verzerrten Gesicht der Frau. Lust oder Schmerz? Achten Sie auf deren Körpersprache. Liegt die Frau auf dem Rücken, ist nackt und hat den Kopf des “Sexiest Man alive” zwischen den Schenkeln? Oder steht sie vor einer Tür und hält sich den Arm, während die dazugehörige Hand in einer zugeschlagenen Tür klemmt? Ziehen Sie Ihre Schlüsse! Die Wissenschaftler trauen Ihnen zu, dass Sie das hinbekommen – und ich erst recht! ;-)

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Ein Lächeln, und sie tut alles, was Sie von ihr wollen!

Die klassische Szene vor dem Kleiderschrank. Sie sagt, sie hat nichts anzuziehen. Sie sind für die Party des Jahres bereits zu spät dran. Sie sagen: “Nimm das schwarze Kleid, damit siehst du echt toll aus!” Dabei schauen Sie grimmig, um die Ernsthaftigkeit Ihrer Aussage zu untermauern. Großer Fehler. Nein – nicht die Aufforderung. Das Gesicht.

Kennen Sie die Model-Regel Nummer eins? Lächeln. Immer lächeln. Die gilt ab sofort auch für Sie. Nicht, weil Sie dann besser aussehen (das auch). Sondern weil Sie damit bei Frauen besser Ihren Willen durchsetzen. Eine Studie an der Universität Granada zeigte nun, dass Frauen den Anweisungen von Männern bereitwillig gehorchen, die sie anlächeln oder angrinsen. Der Vollständigkeit halber muss ich  anfügen, dass die Forscher darüber hinaus feststellen konnten, dass die Lächeln-Gehorsam-Regel sogar dann galt, wenn die Männer der Anweisung eine sexistische Bemerkung folgen ließen. Angeblich reagieren Frauen emotional mehr auf die Körpersprache und Mimik denn auf das gesprochene Wort.

Ähem. Tja. Wie rufe ich Sie nun zu dem einen (Lächeln) auf und bitte Sie, das andere (Bemerkung) zu lassen? Ach, ich vertraue einfach darauf, dass Sie selbst den Unterschied zwischen Labor und Leben kennen. Aber ich bitte Sie, es mit den sexistischen Anweisungen nicht zu übertreiben. Denn egal, wie viel Sie auch dabei lächeln: Befehle, in denen die Worte “Zieh”, “dich”, “sofort” und “aus” vorkommen, haben ohne vorherige Absprache meist den sofortigen Versuchsabbruch zur Folge.

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Sixpack adé, bald bekommen mehr Männer dicke Bäuche: Schwangerschaften sind ansteckend!

Männer nehmt euch in Acht! In den Firmen und Fabriken der Republik grassiert eine ansteckende Epidemie. Um was es geht? Lesen Sie nur diese Schlagzeile:

“Studie in Deutschland – Schwangerschaften sind ansteckend”

Wissenschaftler können noch nichts Definitives über die Übertragungswege sagen, aber womöglich labert sich das Virus durchs Ohr in den Kopf. Die Forscher stellten fest, dass bei Frauen die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, stark ansteigt, nachdem deren Kolleginnen Mutter geworden sind. Und zwar fast auf das Doppelte. Es wird vermutet, dass die Geburt eines Kindes im Umfeld in Frauen den Wunsch nach eigenen Nachwuchs ansteigen lässt. Ist die Wurzel der Infektion also eine Art Gebär-Neid? Hm.

Was sagen Sie? Das betrifft Sie doch gar nicht? Da können sich doch eh nur Frauen anstecken? Tja, nun ja. Das mag vordergründig stimmen. Aber die Schlagzeilen von heute zeigen: Es soll auch schon den ersten Fall eines infizierten Mannes gegeben haben. Eigentlich haben wir es ja alle vorher schon geahnt. Lesen Sie selbst:

Ein Kind für Reiner Calmund

Jaja, der Calli. Nun mal ehrlich: Mehr als dumme Witze fallen mir zu so einem Mist nicht ein. Ist es wirklich notwendig, dass Medien dass Phänomen “Schwangerschaft” mit dem Phänomen “Krankheit” gleichsetzen? Als wäre unser Land nicht schon kinderfeindlich genug.

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Pornos machen nicht glücklich, aber Porno-Darstellerinnen schon ein wenig

Schauen Sie ab und zu Pornos? Kommentiert Ihre Angebetete das dann giftig? Dann sagt sie wahrscheinlich Dinge wie: “Das ist doch kein Sex, das ist Nackt-Akrobatik.” Oder: “Die sind doch eh alle mit Drogen vollgepumpt.”  Oder: “Jede Wette, die haben doch alle einen psychologischen Knacks.” Und natürlich: “Ich wette, dass macht denen überhaupt keinen Spaß, die machen das nur, weil sie Geld dafür bekommen.”

Mein Rat: Akzeptieren Sie die Wette. Wetteinsatz: Zwei Stunden intensive gemeinsame Nacktakrobatik.

Und dann sagen Sie das hier: US-Pornodarstellerinnen sind glücklicher als andere Frauen. Das hat jetzt eine Studie an der Shippensburg University in Pennsylvania (USA) gezeigt. Die Nackt-Akrobatinnen sind demnach oft psychologisch ganz stabil und haben keinen Knacks. Sie haben ein gesundes Selbstwertgefühl und darüber hinaus auch mehr Spaß am Sex als andere Frauen der Vergleichsgruppe. Außerdem sind sie in viel größerer Zahl bisexuell. Freiwillig.

Wette gewonnen – viel Spaß beim Turnen!

Aber träumen Sie jetzt nicht davon, wegen der Bisexuell-Geschichte den Wetteinsatz auf die hübsche Nachbarin auszudehnen. Achten Sie lieber darauf, dass Sie das mit den Drogen nicht in die Wette mit einbauen. Denn da hat Ihre Liebste leider Recht: Wie die Studie ebenfalls zeigte, neigen Porno-Aktricen tatsächlich auch zu höherem Drogenkonsum. Allerdings waren Sie während der Interviews alle nüchtern und klar.

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“Reiz des Verbotenen” wissenschaftlich nachgewiesen: Naschen und Fremdgehen knallen mehr als nur Essen und Sex

Reizt Sie das Verbotene?

Das geht vielen so. Und jetzt wissen wir vielleicht, warum. Einer Studie an der Northwestern University in Illinois zufolge können wir Dinge tatsächlich mehr genießen, wenn wir uns dabei schuldig fühlen. Die Wissenschaftler überprüften das am Beispiel von Schokolade, die Probanden tatsächlich immer dann besser schmeckte, wenn sie vorher darüber informiert wurden, dass Schokolade dick macht und es nicht gesund ist, sie zu essen. Offenbar treibt also der Anruch des Verbotenen den Genuss-Faktor in die Höhe.

Das würde erklären, warum immer noch so viele Leute falsch parken oder Banken überfallen oder fremdgehen. Die machen das nicht, weil sie keine andere Möglichkeit sehen, an einen Parkplatz, Sex oder Geld zu kommen. Die machen das, weil es ihnen Freude bereitet, etwas Verbotenes zu tun. Die sind letztlich Opfer ihrer Genuss-Sucht. Alles Lustmenschen, Genießertypen, Schuldgefühlsmenschen.

Was mache ich jetzt daraus? Natürlich will ich mein Leben auf höchstem Niveau genießen, und Ihnen gönne ich das auch. Aber sollen wir nun deswegen alles nur noch bis über die Grenzen des Erlaubten hinweg genießen? Nur noch von geklautem Geld leben, nur noch die Frauen der Nachbarn verführen – und dabei immer schön die Karre in deren Vorgarten abstellen? Da entsteht auf Dauer eine Nation der Grenzüberschreiter, deren Grenzen sich durch Dauerstrapaze immer weiter ausdehnen, bis sie gesprengt werden. Chaos, Anarchie und Fettleibigkeit wären die Folge – dafür gäb’s nie mehr Parkplatzprobleme. Hmm.

Es gibt noch ein anderes Problem. An einer Stelle funktioniert die Theorie überhaupt nicht: Wenn ich Sport treibe, habe ich überhaupt keine Schuldgefühle, niemandem gegenüber. Wie bekomme ich die? Ich will schließlich auch beim Training ein schlechtes Gewissen, damit sich mein Sport-High noch geiler anfühlt. Soll ich mir jetzt einen Jammer-Coach suchen, der mir beim Sport ein schlechtes Gewissen einredet, weil ich wieder viel zu viele Kalorien verbrannt habe? Soll ich dicke Menschen beauftragen und bezahlen, damit sie mich als “Spalter” beschimpfen und ausbuhen, wenn ich vorbeilaufe? Am besten wäre ein SMS-Service, der mich stündlich mit Nachrichten zuballert, was ich für ein mieser Dreckssportler und Kalorienverbrenner bin. Aber fühle ich mich dann hinterher beim Duschen wirklich NOCH besser?

Ach, ich geb’s auf. Es wird nichts mit dem Reiz des Verbotenen. Also wähle ich lieber den Kick des Erlaubten. Der hat den Vorteil, einigermaßen unendlich reproduzierbar zu sein, ungestört durch Gerichtsverfahren, Gefängnisstrafen oder Scheidungskriege. Und mal ehrlich, Jungs: So oft wie wir trainieren, schaffen wir es doch gar nicht, wegen so einem blöden Stück Schokolade ein schlechtes Gewissen zu haben.

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Sie sind muffelig und unkommunikativ? Das ist Knuddelhormon-Mangel! Sofort ab zum Training!

Wenn Sie den Link über das Knuddelhormon Oxytocin, den ich kürzlich gepostet habe, genau lesen, finden Sie noch einen anderen interessanten Hinweis. Forscher haben nämlich auch herausgefunden, dass regelmäßige sportliche Aktivität die Produktion von Oxytocin im Körper anregt und steigert. Wissen Sie, was Sie daraus machen können? Wissen Sie, was das bedeutet? Noch einmal als Liste: Wir wissen nun, dass

- Oxytocin Sie einfühlsamer macht

- Oxytocin Sie treuer macht

- Oxytocin durch Sport verstärkt produziert wird

Das heißt für Sie: Freie Bahn zum Sport zu gehen, wann immer Sie wollen! Ihre Liebste kann sich nun wirklich nicht mehr deswegen beschweren. Zumal Sie dadurch ja auch nicht gerade schlechter aussehen. Also, wenn sie das nächste Mal mault, Sie sollten nicht immer so viel trainieren, glotzen Sie einfach auffällig ein paar anderen Frauen hinterher. Dann schickt die Regierung Sie ganz von alleine zum Sport!

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Kuschel-Doping für Sportler? Warum Männer sich nicht zum Sieg knuddeln können

Erinnern Sie sich an das Knuddelhormon Oxytocin, das Männer einfühlsamer macht? Das ist noch nicht alles, was es kann. Forscher aus den Niederlanden haben die These aufgestellt, dass Oxytocin auch beim Sport teamfähig macht. Ihre Studie zeigt, dass Männer mit höheren Oxytocinwerten in Mannschaftssportarten besser klarkommen. Sie sind empathischer, kooperativer, besser in der Lage Körpersprache zu lesen – sprich: bessere Teamplayer.

Stopp! Bevor Sie nun sich und Ihrer ganzen Theken-Mannschaft vor dem nächsten Turnier Knuddel-Doping per Oxytocin-Nasenspray verordnen, muss ich Ihnen kurz noch ein paar Hintergrundinformationen geben. Viele Versuche zur Wirkung von Oxytocin werden nämlich mit Präriewühlmäusen durchgeführt, weil sie wie Menschen monogame Beziehungen pflegen. Trotz dieser einen entscheidenden Ähnlichkeit drängt sich die Frage auf, inwieweit Sie sich einer Präriewühlmaus geistig und körperlich nahe fühlen, inwieweit diese These also auf Sie anwendbar ist. Sie sehen jedenfalls ganz anders aus.

Wenn die These zutrifft, ist es darüber hinaus wichtig zu wissen, dass die mit Oxytocin aufgepeppten Präriewühlmaus-Männchen zwar tatsächlich eine bessere Teamfähigkeit aufwiesen. Aber das äußerte sich auch und gerade darin, dass die Männchen rasant und wahllos alle anwesenden Präriewühlmaus-Weibchen anbaggerten. Übertragen Sie das mal auf Ihr Turnier oder jede andere Teamveranstaltung. Das könnte deren Verlauf radikal beeinflussen. Was glauben Sie, was los ist, wenn ihre Teamkollegen und Sie plötzlich flirtend wie die Präriewühlmäuseriche durch die Reihen der Zuschauerinnen und Cheerleader ziehen, als auf dem Platz für den Sieg zu kämpfen? Das wäre wohl mehr als prärieaufwühlend.

Vielleicht verlassen Sie sich also weniger auf Knuddel-Doping als auf die gute, alte zwischenmännliche Kommunikation: “SPIEL AB, DU VOLLIDIOT!” ist zwar weniger kuschelig, aber mindestens ebenso effektiv. Und irgendwie auch männlicher.

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Männer, heult nachts nicht den Mond an! Er kann nichts dafür

Heulen Sie nachts den Mond an? Oder liegen Sie zumindest bei Vollmond häufig wach? Wälzen sich hin und her und wissen nicht warum? Bekommen Sie gar irgendwelche mentalen Probleme, werden Sie schwermütig oder depressiv? Das tut mir sehr Leid, und dem Mond sicher auch – aber er ist nicht schuld. Eine kanadische Studie hat jetzt gezeigt, dass die Phasen des Mondes keinen Einfluss auf die menschliche Psyche haben. Null. Nix. Nothing.

Moment, sagen da die Werwölfe, das sehen wir aber anders. Aber, liebe Werwölfe, an euch glaubt die Wissenschaft auch nicht. Sorry! (Immerhin behauptet eine Studie , dass Tiere in Vollmondphasen allgemein häufiger beißen – das zum Trost für die Wölfe unter Ihnen.) Auch die Theorien, dass bei Vollmond mehr Selbstmorde passieren oder die Fehlzeiten in Unternehmen ansteigen, wurden widerlegt. Aber immerhin gibt es Studien, die besagen, dass bei Vollmond signifikant mehr Verbrechen begangen werden: Einbrüche, Diebstähle, Überfälle, eigentlich alles außer Mord. Und wer ist für die überwiegende Mehrheit dieser Taten verantwortlich? Genau: Männer.

Also, ich würde mir für solche Taten ja eher eine mondlose Nacht aussuchen, weil man da nicht so leicht gesehen wird. Aber ich käme auch nicht auf die Idee, ich schlafe nachts prima, egal ob Mond oder nicht. Aber wenn Männer die ganze Nacht wach liegen, sich hin und her wälzen und keine Ahnung haben, warum, und es nun nicht einmal mehr auf den MOND schieben dürfen – ist das doch kein Wunder, dass die auf dumme Ideen kommen und anfangen Häuser auszuräumen und Autos zu klauen. ;-)

Bevor Sie solchen Mist machen, nutzen Sie die Zeit lieber sinnvoll. Lesen Sie ein gutes Buch – oder trainieren Sie bis zum Umfallen. Dann schlafen Sie auch gut.

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Egal, wann Männer “Ich liebe dich” sagen: Es ist der falsche Zeitpunkt (außer wenn’s der richtige ist)

Wir Männer reden ja nicht so gerne über unsere Gefühle – aber es wird uns auch unnötig schwer gemacht.

Ein Beispiel: Männer sagen entweder zu früh “Ich liebe dich” – oder zu spät. Je nachdem welcher Umfrage welches Flirt-Portals Sie gerade glauben wollen. Mal wird geklagt, die Männer sagten “bereits nach ein paar Wochen” Beziehungsdauer den Frauen die berühmten drei Worte. Mal heißt es, die Männer äußerten ihre tief empfundene Zuneigung “erst nach ein paar Monaten”. Dazwischen allerdings bleibt nicht viel Spielraum, oder? Es entsteht der Eindruck, es gebe keinen richtigen, aber sehr viele falsche Zeitpunkte, um “Ich liebe dich” zu sagen. Vielleicht ist das der Grund, warum viele Kerle sich dazu entscheiden, den Satz lieber nie auszusprechen und eher Taten sprechen zu lassen. Bindend ist am Ende sowieso nur der Satz “Ja, ich will” in Kombination mit der Unterschrift auf dem Standesamt.

Wie auch immer Sie es mit dem “Ich liebe dich” halten – definitiv falsch sind diese drei Worte in folgenden Situationen:

- Wenn Sie den Namen, das Alter und den Wohnort der Angesprochenen noch nicht kennen.

- Wenn Sie versuchen, eine Frau ins Bett zu flirten – wirkt dezent berechnend.

- Beim oder nach dem Sex. Da kommt es zwar leidenschaftlich, wird aber auch irgendwie entwertet – vor allem, wenn Sie es im Bett jedes Mal, sonst aber nie sagen.

- Auch kurz nachdem sie Ihnen eine größere Summe Geld geborgt hat, wirkt der Satz seltsam. Genau wie: “Du bist mein größter Schatz.”

- Wenn Sie grippekrank im Bett liegen und sich für die Nacht verabschieden. Das wirkt wie ein Gruß für die Ewigkeit.

- Wenn Ihr Lieblingsverein gewonnen hat. Das ist nicht nur unpassend, sondern auch unfair: Bei Bayern-Fans wird das inflationär, für die Frauen und Freundinnen von Aachen-Fans war das in den letzten Jahren unmenschlich selten.

- Wenn sie gerade tief und fest schläft. Das ist feige. Oder rücksichtslos – je nachdem wie laut Sie es sagen.

Aber wann sagen Sie es nun? Einen idealen Zeitpunkt gibt es vielleicht nicht – aber einen perfekten Moment. Und zwar dann, wenn der Satz gerade absolut stimmt. Wenn Ihnen vor Liebe das Herz übergeht, und sich das Gefühl einen Weg suchen muss – dann lassen Sie es einfach geradewegs zum Mund heraus. Nein, kein Grunzen. Den Satz, Mann! Ihre Liebste wird das merken und zu schätzen wissen. Achten Sie nur darauf, dass es auch wirklich genau DAS Gefühl ist, das Sie erfasst hat – und nicht die Liebe zu Ihrem Lieblingsverein.

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Depression ist Frauensache, Männer haben (immer noch) kein Recht darauf

Na, wie ist die Laune? Hoffentlich gut, denn miese Laune bringt uns Männern eh nichts, wie sich gerade wieder gezeigt hat.

Frauen mit schlechter Laune wird von anderen Menschen eher eine Depression attestiert als Männern, die von den exakt gleichen Symptomen berichten. Das belegt eine Studie an der University of Iowa. Als Grund vermuten die Forscher, dass Frauen grundsätzlich eher zugetraut wird, ihre Gefühle kompetent einzuschätzen. Bei Männern wird zudem eher erwartet, dass alles nicht so schlimm ist, und sie ihre Probleme selbst in den Griff bekommen.

Das ist nicht nur deswegen erschreckend, weil die Frauen gehätschelt werden und die Männer wieder mal sich selbst überlassen. Es ist vor allem deshalb alarmierend, weil es zeigt, dass nicht nur der Mann selbst für seine Harter-Kerl-Allüren verantwortlich ist, sondern auch und gerade seine Umgebung. Wie sollen denn die Männer je anfangen, von sich aus zum Arzt oder Therapeuten zu gehen, wenn ihnen das gesamte Umfeld schon einredet, was allgemein als größtes Problem für die männliche Gesundheit gilt: “Ach komm, wird schon alles wieder!” Schlimm, diese ignorante Weigerung, auf die Alarmsignale des eigenen Körpers zu hören.

Also, wenn mir ein Kumpel die Ohren volljammert, wie schlecht alles läuft, wie alles den Bach runtergeht, wie schwarz er die Zukunft sieht, wie wenig die Veränderungen im Team gebracht haben und wie schlecht die linke Abwehrseite immer noch aussieht, auch wenn sich im Sturm natürlich schon einiges getan hat – dann höre ich die Alarmsignale und dann weiß ich, wohin ich den Mann zu schicken habe. An den Tresen, zwei Neue holen. ;-)

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