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Warum Frauen länger leben – aber Männer trotzdem nicht alles selbst schuld sind

Die Statistik sagt: Frauen leben länger als Männer. Im Schnit 5 bis 6 Jahre. Was wurden dafür nicht alles schon für Gründe genannt: Der männliche Hang zur Gewalt. Der männliche Drang, sich zu betrinken. Die männliche Tendenz, nicht zum Arzt zu gehen – oder erst dann, wenn der Tumor schon nicht mehr unters Hemd passt. Überhaupt: Die größere männliche Bereitschaft zum Risiko. Hinter all dem lauert das Argument: Der Mann ist es doch selbst schuld. Was macht er denn da auch? Ist doch klar, dass er früher abnippelt.

Und jetzt das.

Es soll an den Genen liegen. Eine Studie an der australischen Monash University lässt die Vermutung zu, dass der frühere Tod der Männer genetisch bedingt ist. Der Grund: Mutationen in den Mitochondrien (Zellbestandteile, etwa in Muskelzellen oder Nervenzellen), die mehr der männlichen Gesundheit schaden, werden eher vererbt und kommen häufiger vor.

Somit sind Sie von der Anklage freigesprochen, sich selbst herunterzuwirtschaften. Sagen Sie das Ihrer Liebsten, wenn die Ihnen mal wieder irgendwelche Vorwürfe bezüglich Ihres gesundheitsschädlichen Verhaltens macht. Doch halt! Das heißt nicht, dass Sie jetzt zur Belohnung ungestraft eine Kiste Bier exen und dann auf dem Einrad einen Berg runterrasen dürfen. Denkfehler. Sie sind nicht unsterblich geworden, Sie sind nur nicht schuld. Wenn Sie jetzt in dieser und jener Hinsicht Vollgas geben, leben Sie nur einfach NOCH kürzer, als es die Gene vorgeben.

Ach ja, außerdem wurde die Studie an Fruchtfliegen durchgeführt. Ich meine: Fruchtfliegen. Hallo? Sehen Sie da irgendeine Ähnlichkeit zu uns Männern? Sagen Sie jetzt nichts Falsches.

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