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Skandal beim Seitensprung-Portal: Betrugshelfer betrügen Betrüger

Als die Nachricht auftauchte, dass die Seite des Ehebruch-Vermittlers Ashley Madison gehackt wurde und zig Millionen sensible Nutzerdaten veröffentlicht wurden, gab es wohl zwei vorherrschende Emotionen: Schadenfreude bei denen, die das Angebot nicht genutzt hatten – und die blanke Angst bei denen, die es taten. Nun wird erst die ganze Dimension des Skandals erkennbar, die Geschäftsmethoden des Betrüger-Vermittlers werden von Anwälten als ebenfalls betrügerisch gebrandmarkt. Wie sich zeigt, mussten Kunden, die kalte Füße bekamen, für die Löschung ihrer Daten Sondergebühren berappen – das ist nichts anderes als Erpressung. Die angeblich gelöschten Daten waren dann aber doch noch auf den Servern der Firma – und wurden jetzt mit verbreitet. Außerdem stellte sich gerade heraus, dass es auf den Seiten von Ashley Madison – wie von vielen schon gemutmaßt – kaum “echte” Frauen gibt. Dennoch fürchten jetzt viele Betrüger die Enttarnung und damit die Zerstörung ihrer Familien.

Selbst schuld? Hm. Mir vergeht da glatt die Schadenfreude. Der Punkt ist hier nämlich nicht der Seitensprung und die vermeintlich gerechte Strafe dafür. Dass Mann und Frau einander betrügen und hintergehen ist so alt wie die Liebe selbst. Dass sie dabei möglichst eine Methode wählen, die unkompliziert ist und die Chancen minimiert, entdeckt zu werden, ist nur menschlich. Dass es ohne Hacker rauskommt, ist eher die Regel als die Ausnahme – aber dann bleibt es wenigstens in der Familie und bekommt nicht den Anschein des organisierten, bandenmäßigen Betruges. Das eigentlich Verwerfliche ist doch, dass es überhaupt Anbieter geben darf, die diesen Betrug professionell organisieren helfen. Die sogar das systematische Hintergehen von Ehepartnern als Lifestyle-Errungenschaft feiern: “Das Leben ist kurz. Gönn’ Dir eine Affäre!” lautet der Werbespruch von Ashley Madison. Wissen die gar nicht, wie viele verletzte Gefühle sie in ihrer Fabrik produzieren? Ich finde es widerlich, dass diese Anbieter ihren Kunden einreden, das sei alles cool und ganz normal, kein Grund für ein schlechtes Gewissen. Wenn dann doch jemand ein schlechtes Gewissen bekommt und seine Daten wieder löschen will, verdienen die Kuppler damit auch noch Geld – und lügen die Kunden über die Löschung an. Es sollte nicht erlaubt sein, mit der wohl unvermeidlichen Niedertracht der Menschen auf diese sehr wohl vermeidliche niederträchtige Art Geld zu verdienen.

Klar, alle diese Menschen sind erwachsen und wissen, was sie tun. Und mir ist auch bewusst, dass es Beziehungen gibt, bei denen die Luft raus ist, die Partner aber zusammenbleiben wollen und sich deswegen gegenseitig Freiräume für die sexuelle Selbstentfaltung gewähren. Geschenkt. Das sind die wenigsten, und die kämen sicherlich auch ohne Betrugsportale klar – es gibt ja genügend Foren für so etwas. In den meisten Fällen werden aber mit Hilfe der Seitensprung-Portale nichts ahnende Menschen hintergangen, und das bleibt eine Schweinerei. Muss es denn für jede Schweinerei gleich ein passendes Online-Portal geben, das Geld damit scheffelt, die Organisation zu erleichtern und die Schweine zusammenzubringen? Es ist natürlich nicht gesetzlich verboten fremdzugehen. Aber es ist auch grundsätzlich nicht verboten, sich per Internet-Chat zum gemeinschaftlichen Suizid zu verabreden. Trotzdem reagieren wir da sofort und sagen: Das geht aber nicht! Muss denn immer gleich jemand sterben, bis wir uns erinnern, was sich gehört und was nicht? Na ja, darauf müssen wir möglicherweise gar nicht mehr so lange warten. In Kanada untersucht gerade die Polizei, inwieweit zwei Selbstmorde direkt mit dem Ashley-Madison-Skandal verknüpft sind. Die Abgründe haben gerade erst angefangen, sich aufzutun.

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Die neue Lustpille für Frauen ist in etwa so wie Epo-Doping für Leute, die gern rumsitzen

Jetzt gibt es also eine Lustpille für Frauen. Flibanserin heißt der Wirkstoff. Klingt fast wie wenn einer “Vielbumserin”, unter Drogeneinfluss sagt, oder? Das trifft es fast. Als Mann müsste ich da doch Morgenluft wittern. Wäre doch prima. Ganz abgesehen von den Ehen und Langzeit-Beziehungen, in die solche eine Anheiz-Tablette neuen, heißen Wind bringen soll, gäbe es endlich einen Wirkstoff, der das allgemein bekannte Lust-Ungleichgewicht zwischen Mann und Frau auf einen Schluck ausbalanciert. Da heiligt doch schon der Zweck das Mittelchen.

Aber an diesem Gedanken stimmt etwas nicht. So einiges, um genau zu sein. Zunächst: Der gern bemühte Vergleich zu Männer-Lustpillen (Viagra und Co.) hinkt von vornherein. Denn dabei geht es um vorhandene Lust, bei der der Körper nicht mehr ganz mitkommt. Bei Flibanserin liegt der Fall aber komplett anders. Da ist der Körper in Ordnung – es ist nur einfach keine Lust da. Und ohne Lust auf Bettgeschichten aus sein, das ist wie durch Null zu teilen – es geht nicht. Da wird also eine Gehhilfe für Spazierwillige verglichen mit Epo-Doping für Leute, die gerne herumsitzen. Im übrigen finde ich die Vorstellung seltsam, dass eine Frau erst etwas einnehmen muss, bevor sie Lust auf den Mann bekommt. Eine lustlose Frau ist natürlich doof für manchen Mann – aber da muss man doch nicht gleich mit Drogen anrücken. Da bin ich gedanklich ganz schnell beim „gefügig Machen“ durch viel üblere Präparate wie K.O.-Tropfen  – und so etwas soll es jetzt auf Rezept geben? Da fragt man schon nach der Mentalität, die dahintersteckt. Mutti, schmeiß die Pille ein – der Vati schläft nicht gern allein.

Von alledem abgesehen stört mich etwas anderes: Diese Steuerungsgeilheit ist mir zuwider. Ich möchte nicht in einer Welt leben, in der es für jedes (zwischen-) menschliche Problem eine App, einen Spezial-Coach oder eine Pille gibt. Oder gleich alles auf einmal. Gerade beim Sex soll es doch so ein bisschen um Leidenschaft und Kontrollverlust gehen, nicht um Planbarkeit und Zielvorgabe. Je weniger Pillen da eingenommen werden müssen, desto besser. Statt Verschreibungspflicht sehe ich hier eher Verführungsbedarf.

Im übrigen berichteten in den Studien des Herstellers die Flibanserin-Schluckerinnen von gerade mal einem (1) erfüllenden Sexerlebnis mehr pro Monat als die Placebo-Gruppe. Wow. Einmal Sex pro Monat mehr! Und das bei täglicher Einnahme, nicht etwa wie bei den Männerpillen eine ein paar Stunden vorher. Da liegt die Sex-Quote eines gelegentlichen Glases gutem Rotwein bei den meisten Frauen wesentlich höher – das ist nicht nur Alltagswissen, das haben sogar Wissenschaftler untersucht. Und der Wein hat wesentlich weniger Nebenwirkungen als  Flibanserin, das mit Schwindel und Blutdruckabstürzen bis hin zur Ohnmacht zu Buche schlagen soll. Vom Preis-Leistungs-Verhältnis ganz zu schweigen. Und wenn die Pille nicht wirkt? Pech. Rotwein nachkippen geht nicht – das Präparat verträgt sich nicht mit Alkohol.

Apropos Preis: Ein großer Pharmakonzern hat nun gerade ein Übernahmeangebot für die Lustpillen-Firma abgegeben. Eine Milliarde Dollar. Ganz schön viel für einen Laden, dessen Produkt weniger kann als ein mittelpreisiger Discounter-Wein. Aber darum geht es jetzt nicht mehr. Nach der Erektionspille kommt jetzt die Lustpille. Und danach? Ich fürchte, die Pharmaschlacht ums Schlafzimmer hat gerade erst begonnen.

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Männer erzählen im Internet die gleichen Lügen wie Frauen, nur in anderer Reihenfolge

Liebe und Wahrheit – ein schwieriges Feld. Wie sich jetzt zeigt, nehmen es Männer und Frauen mit der Wahrheit beide nicht so genau. Eine globale Studie mit Daten von Social-Media-Nutzern hat nun die dort am meisten erzählten Lügen ermittelt und in ein Ranking gebracht. Ich liste hier einfach mal die Top 10 für beide auf.

Die 10 häufigsten Netz-Lügen von Frauen:
1. ” Nichts ist los, mir geht es gut. ”
2. “Oh, das ist nicht neu, ich habe das schon ewig.”
3. “Das war gar nicht so teuer.”
4. “Das war im Angebot.”
5. “Ich bin schon unterwegs.”
6. “Ich weiß nicht, wo es ist , ich habe es nicht angefasst.”
7. “Ich habe gar nicht so viel getrunken.”
8. “Ich habe Kopfschmerzen.”
9. “Nein, ich habe das nicht weggeworfen.”
10. “Sorry, ich habe deinen Anruf verpasst.”

Die 10 häufigsten Männer-Lügen:
1. ” Nichts ist los, mir geht es gut.”
2. “Dieses wird mein letztes Bier sein.”
3. “Nein, Hintern sieht nicht zu groß aus.”‘
4. “Ich hatte kein Netz.”
5. ” Mein Akku ist tot.”
6. “Es tut mir leid , ich habe deinen Anruf verpasst.”
7. ” Ich habe gar nicht so viel getrunken ”
8. ” Ich bin schon unterwegs.”
9. “Das war gar nicht so teuer ”
10. “Ich stecke im Stau.”

Interessant sind zwei Dinge. Erstens sind sich die Lügen beider sehr ähnlich, oft variiert nur die Platzierung. Natürlich lügen Männer nie, dass sie Kopfschmerzen haben – sie würden ja auch mit Kopfschmerzen mit einer Frau ins Bett gehen. Und ebenso selbstverständlich müssen Frauen den Männern nicht erzählen, dass deren Hintern nicht zu groß aussieht. Meistens geht es bei beiden darum, Peinlichkeiten wie Verspätungen oder unnötige Geldausgaben abzudecken. Der zweite Punkt, der sofort ins Auge sticht: Einige Lügen fehlen. Bei Frauen etwa: “Ich bin in 5 Minuten fertig.” Oder: “Natürlich bin ich wirklich gekommen.” Bei Männern fehlt: “Deine Freundin ist gar nicht mein Typ.” Und: “Es schmeckt toll.” Aber so etwas sagt man sich ja auch (noch) nicht bei Facebook, oder? Insofern sagt diese Studie auch weniger über das Leben aus – und mehr darüber, wie einfach sich in Sozialen Netzwerken eine Scheinwelt konstruieren lässt.

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Verliebt ins eigene Profilbild: Gesteigerte Selfie-Sucht kann ein Zeichen für Selbstsucht sein

Freuen Sie sich auch jedes mal so, wenn Ihre Angebetete ein hübsches Selfie von sich in die Sozialen Netzwerke ballert? Die Traumfrau im Café, die Traumfrau im neuen Kleid, die Traumfrau im Bikini – wow! Aber bevor Sie vor dieser Frau auf die Knie fallen, muss ich kurz eine Warnung loswerden. Verschiedene neue Studien zeigen jetzt, dass unter dieser hübschen Oberfläche dunkle Gefahren lauern können.

Wie einige US-Forscher feststellen konnten, zeigen Frauen, die viele Selfies von sich posten, zu einem auffällig hohen Anteil Persönlichkeitsmerkmale, die gar nicht so hübsch sind: Selbstsucht, Narzissmus, psychopathisches Verhalten und einen Hang, andere Menschen zu manipulieren. Ja, das klingt jetzt erstmal wie eine zum Elefanten aufgeblasene Mücke. Aber die Forscher wissen, was sie tun – und sie befragten viele Hunderte Menschen. Schon im letzten Jahr fanden Wissenschaftler Hinweise, dass Menschen umso eher narzisstische Tendenzen haben, je öfter sie ihre Profilbilder bei Facebook & Co. wechseln. Niemand behauptet, dass die Nutzung der Netzwerke Menschen zu Psychopathen macht – aber sie verstärken die Tendenz und machen sie sichtbar.

Leider machen die Forscher keine Angaben, welches beim Bilder-Posten ein gesundes Maß ist – und was schon eher seltsam erscheint. Aber als Faustregel würde ich sagen: Einmal im Monat das Profilbild ändern ist völlig normal, ein paar Selfies pro Woche ist auch okay. Einer großen US-Umfrage zufolge posten Frauen im Schnitt 3 Selfies pro Tag  wobei sie für jedes Bild im Durchschnitt 7 Anläufe brauchen, was sie etwa eine Viertelstunde pro Post kostet. Häufiger als dreimal am Tag ist also schon mehr als Durchschnitt. Wenn Ihre Angebetete den Selfie-Stick schon im Köcher am Hals trägt und alle 30 Minuten ein neues Bild raushaut, sollten Sie vielleicht vorsichtig sein. Allein schon, weil sie ja wahrscheinlich bei der ganzen Fotografierei und Posterei gar keine Zeit hat für intime Stunden mit Ihnen. Oder auch davon dann Fotos postet…

Was? Sie veröffentlichen selbst halbstündlich ein neues Selfie von sich? Nach dem Motto: “Das bin ich vor meinem Haus, das bin ich vor meinem Auto, das bin ich nackt?” Ach, sooo! Na, dann – alles kein Problem. Passt perfekt. Die Studienergebnisse betreffen nämlich Männer wie Frauen gleichermaßen. Sie beide sind sich also sehr ähnlich! Da will ich Sie gar nicht aufhalten. Sie werden zusammen sicher sehr glücklich. Und es wird davon jede Menge Beweisfotos geben.

 

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Frauen mögen keine Kerle, die Ego-Shooter spielen, finden sich aber selbst beim Ballerspielen total sexy

In diesem Blog gab es schon so einiges über die unglaublichsten Studien zu lesen. Aber diese hier ballert sie alle weg. US-Forscher haben nun in einer Studie herausgefunden, dass Frauen, die gewalttätige Videospiele daddeln, sich dadurch attraktiver und begehrenswerter fühlen. Ja, genau: Frauen fühlen sich sexy, wenn sie Ballerspiele machen. (Männer laut derselben Studie übrigens nicht, also nicht mehr als ohne die Daddelei.) Was sagt uns das? Dass Frauen sich selbst und Männer mit zweierlei Maß messen? Dass erst Blut fließen muss, bevor Frauen sich begehrt fühlen? Die Forscher vermuten, dass da ein uralter Impuls getriggert wird, der Frauen das Gefühl gibt, etwas ganz Besonderes zu sein, wenn sie mit den Männern auf die Jagd gehen. Soso. Mit den Männern. Auf die Jagd. Ist das nicht doch ein bisschen zu lang her?

Ich könnte mich nun auch mit der Frage nach der moralischen Wertigkeit dieser Sexiness-Gefühle auseinandersetzen. Es ist ja schon ein bisschen abartig, wenn eine Frau nur durchs Rumschießen denkt, sie wär die Geilste. Obwohl, das tun Fußballer ja auch. Und, hey: Wer wenn nicht wir Männer mag es, wenn Frauen sich ein bisschen jenseits der Moral herumtreiben? Insofern… Aber das bringt uns nicht weiter.

Darum möchte ich lieber darauf hinweisen, dass sich aus dieser Studie eine mögliche Lösung für gleich zwei gravierende moderne Beziehungsprobleme ableiten lässt. Problem Nummer 1: Viele Frauen hassen es, wenn ihre Männer Computerspiele zocken, insbesondere Ballerspiele. Problem Nummer 2: Die meisten Frauen fühlen sich öfter mal total unsexy… Na? Sehen Sie es nicht auch? Alles ist plötzlich so einfach! Also: Wenn Ihre Liebste das nächste Mal klagt, ihr Hintern sei zu dick, ihr Doppelkinn zu groß oder ihre Frisur schrecklich – legen Sie die Scheibe mit dem derbsten Ego-Shooter ins Gerät, betätigen die Start-Taste und geben ihr den Controller in die Hand. Dann sagen Sie: “Hier, Liebling, nimm das, und du wirst dich gleich viel besser fühlen!” Wenn sie Spaß daran findet, fühlt sie sich besser – und Ihre eigene Daddelei ist legitimiert. Und es zeigt laut der Studie noch etwas anderes: Die Forscher konnten bei Männern wie Frauen eine starke Verbindung nachweisen zwischen 1.) Affinität zu gewalttätigen Videospielen  und 2.) dem Interesse an Sex. Wenn sie sich dann also wieder sexy fühlt…

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Hübsches Gesicht = hübsches Sümmchen: Warum Männer schönen Frauen mehr Geld geben

Lassen Sie bei einer hübscheren Kellnerin auch mehr Trinkgeld springen? Nehmen Sie in Gegenwart einer attraktiven Verkäuferin auch eher mal die teurere Jeans? Und erzählen Sie Ihrer Begleiterin dann auch immer, das hätte überhaupt nichts mit dem Aussehen der Servicekraft zu tun? Damit sind Sie nicht allein. Und Sie sind kein Schlawiner, wie Ihre Begleiterin dann vielleicht sagt – sondern Opfer eines uralten, eingeschriebenen Verhaltens.

Eine chinesische Studie zeigte nun, dass Männer tatsächlich ihre Fähigkeit zum rationalen Denken einbüßen, wenn sie mit einem hübschen Frauengesicht konfrontiert sind - und dann gerne auch mal tiefer in die Tasche greifen. In der vergleichenden Untersuchung sollten Männer mit Frauen um die faire Aufteilung eines Geldbetrages feilschen. Waren die Frauen hübsch, überließen die Männer den Frauen weit mehr von dem Geld, teilweise bis zu 90 Prozent. Waren die Frauen nicht so attraktiv, überließen die Männer ihnen weit weniger Geld.

Die Forscher vermuten, dass diese Großzügigkeit gegenüber schönen Vertreterinnen des schöneren Geschlechts in unsere Neuronen einprogrammiert ist. Indem ein Mann eine attraktive Frau glücklich macht, so die Wissenschaftler, mache er sich selbst glücklich. Die Neuro-Scans der getesteten Männer zeigten denn auch höhere Aktivität im Belohnungszentrum des Gehirns, wenn die Jungs mit attraktiven Frauen verhandelten. Das freut natürlich die Kellnerinnen, es kann aber darüber hinaus auch sehr positive Folgen für die Allgemeinheit haben: Eine britische Studie zeigte nämlich, dass Männer mehr Geld für gute Zwecke spenden, wenn sie von schönen Frauen dazu aufgefordert werden, zum Beispiel wenn diese eine Charity-Show moderieren. Schönheit und Geld retten die Welt.

Das ist ja sehr schön für die Kellnerinnen, die Verkäuferinnen und die Spenden-Sammlerinnen – aber wir Männer sollten uns echt überlegen, ob ‘Geld zücken’ immer die richtige Art und Weise ist, um mit weiblicher Schönheit umzugehen. (Und wir sollten uns beim Autokauf und anderen großen Anschaffungen lieber nicht von einem Top-Model beraten lassen…)

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Frauen machen nicht nur Diät, um etwas loszuwerden, sondern um etwas zu gewinnen – nämlich Sie!

Was denken Sie, wenn eine Frau sagt, sie sei gerade auf Diät? Egal ob die Antwort a) “Aber ohne mich!”, b) “Die Arme!” oder c) “Schnell weg hier!” lautet – alle Reaktionen lassen sich unter dem Stichwort “wenig begeistert” zusammenfassen. Warum machen Frauen sowas? Und vor allem: Warum hören die dann nach 2 Wochen immer so schnell wieder damit auf? Schließlich dauert abnehmen meist etwas länger.

Eine Studie erklärt dieses Mysterium nun zumindest teilweise. Sie zeigt, dass – neben der individuellen Situation der Frau und den Titelthemen von Frauenzeitschriften – noch ein weiterer Faktor den Diät-Wahn der Frauen fördert: der Eisprung. Sie neigen nämlich genau in der fruchtbaren Phase ihres Zyklus mehr als sonst zum Kalorienverzicht. Frauen hungern also, um ihre optische Erscheinung für die Partnersuche zu verbessern, so eine Untersuchung der Southern Methodist University in Dallas. Die Diät dient also der Attraktivität, der Anziehungskraft auf potenzielle Kindeserzeuger. Ob die Frauen das wissen? Und noch wichtiger: Bringt das was? Schlank gilt zwar als attraktiv – aber nur auf Dauer. Und Diäten gelten nicht gerade als Garantie für schlank, ein Jojo-Effekt ist meist die Folge. Zumal wenn sie nur 2 Wochen durchgehalten werden. Das durch den Eisprung bedingte Hungern lässt sich wohl in die Kategorie der kurzfristigen Attraktivitäts-Turbos einordnen, wie schon Schminke, Push-up-BHs und (bei Männern) die Liegestütze 5 Minuten vor dem Date.

Man könnte sich auch weiter aus dem Fenster lehnen und sagen: Wenn eine neue Bekanntschaft Ihnen sagt, sie sei auf Diät, ist das fast schon eine offensive Anmache. Denn immerhin können Sie nun a) annehmen, dass sie ihre Attraktivität steigern will, also womöglich auf Partnersuche ist – und wenn sie Ihnen auch noch so offen davon erzählt, ist das doch schon b) ein erster Vertrauensbeweis. Also, unterdrücken Sie Ihren Impuls, das Diätthema nicht so klasse zu finden. Bleiben Sie dran. Vielleicht läuft da was. Es muss ja nicht sofort auf gemeinsame Kinder hinauslaufen.

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Der dumme Mann ist out, aber keiner verrät, wann er je in war

Dank der neuesten Umfrage eines deutschen Dating-Portals wissen wir es nun endlich: Dumme Männer sind endlich out. Deutsche Single-Frauen stehen jetzt auf Into…, Intelle…, äh: Intelligenz. Vorbei sind also die Zeiten, als Frauen in erster Linie hirntote oder zumindest strunzdumme Vollpfosten attraktiv fanden. Ich wüsste zwar nicht, wann die je so richtig in Mode waren – aber hey, die Ladys aus der PR-Abteilung werden schon wissen, warum sie das vermelden.

Aber bei den Mädels punkten die Jungs nicht nur mit Schlauheit. Nein, ich zitiere: “Als besonders attraktiv empfinden Singles emotionale Intelligenz.” 84 Prozent der Mädels bekommen angeblich weiche Knie, wenn der potenzielle neue Lover Taktgefühl und Einfühlungsvermögen zeigt. Tja, liebe Neandertaler, das war’s dann. Vorbei die Zeiten, in denen ein Klaps auf den Po jeden Kummer heilte. Jetzt kann man der Frau, wenn sie weint, auch nicht mehr auf die Schulter klopfen und sagen: “Komm’, nun stell’ dich nicht so an!” Ernsthaft: Wann war das denn bei Frauen je in Mode?! Egal. Die gute Nachricht jedenfalls lautet: Naturwissenschaftliche Fachkenntnisse gelten bei den Frauen nach wie vor als komplett uncool, nur 6 Prozent der Frauen finden sowas attraktiv. (Ich möchte allerdings feststellen, dass sich Grundkenntnisse der Biologie als nützlich erweisen könnten, wenn aus dem Date mal mehr wird.)

Apropos mehr werden. Als besonders sexy gelten laut der Umfrage solide Fremdsprachenkenntnisse. 18 Prozent der deutschen Singles finden es attraktiv, wenn ihr Partner oder ihre Partnerin sich in anderen Ländessprachen perfekt verständigen kann. Speziell romanische Sprachen haben es den Befragten angetan. Männer stehen laut der Umfrage bei Frauen am allermeisten darauf, wenn sie Zungenfertigkeit in welcher Sprache aufweisen? Genau: Französisch. Höhöhö. Dazu sage ich dann jetzt nichts mehr.

Aber etwas anderes will ich loswerden: Diese Ergebnisse haben ungefähr das Niveau der Zuschauer-Gewinnspiel-Fragen auf Sat1. Die Feststellung, dass Frauen keine doofen Männer wollen, hat doch keinen Erkenntniswert. Mag sein, dass keiner einen dummen Partner will – dumme Umfragen will auch keiner.

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Eine Wissenschaftlerin sagt, dass Frauen weniger vergesslich sind, weil sie mehr Hausarbeit machen

Ich muss dringend mehr im Haushalt mit anpacken. Noch mehr Wäsche waschen, noch mehr die Spülmaschine ein- und ausräumen – und natürlich nachher noch den Müll rausbringen, ganz wichtig. Unbedingt dran denken! Warum? Ja, das ist wirklich interessant. Eine US-Studie hat jetzt entdeckt, warum Männer vergesslicher sind als Frauen. Die Leiterin der Studie sagt: Weil es immer schon zur sozialen Rolle der Frauen gehörte, sich um Belange des Haushalts zu kümmern, können sie sich besser daran erinnern, was alles erledigt werden muss. Sprich: Weil Frauen besser daran gewöhnt sind, sich daran zu erinnern, dass die Wäsche noch gemacht und Milch gekauft werden muss, vergessen sie auch andere Dinge nicht so schnell. Sagt eine Frau.

Das ist ja durchaus ein Problem zwischen Mann und Frau, das Erinnern und das Vergessen. Wie oft gibt es Ärger, weil er mal wieder den Hochzeitstag vergessen hat – oder den “Als-wir-das-erste-Mal-zusammen-im-Kino-waren-Tag”. Oder den “Tag-unserer-ersten-gemeinsamen-Radtour”. An so etwas erinnern die Frauen sich einfach besser als Männer. Nun wissen wir, warum.

Man könnte jetzt behaupten, dass Männer manche Dinge vergessen, weil sie ihnen einfach schnurzpiepegal sind, und sie immer nur an sich denken. Aber das würde ja die Erkenntnisse der modernen Wissenschaft missachten. Man könnte auch die Frage aufwerfen, ob die Frauen denn wirklich stolz darauf sind, dass die Hausarbeit ihre Hirn-DNA angeblich so nachhaltig verändert – und ob diese Forscherin ihren Geschlechtsgenossinnen mit solchen Aussagen so einen großen Gefallen tut. Ich würde mich als Frau ja bedanken. Überhaupt: Ist in Zeiten von Smartphones mit Kalender und Erinnerungsfunktion das Vergessen noch so ein Thema? Fast fragt man sich, ob diese Studie einfach nur ein geschickter Versuch sein soll, die Männer zu mehr Hausarbeit zu animieren. Aber für all das habe ich jetzt keine Zeit. Ich habe Wichtigeres zu tun. Ich wollte schließlich unbedingt noch… Ich wollte… Ja, was eigentlich? Mist. Ich hab’s vergessen.

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Wenn er mehr verdient als sie, ist sie öfter untreu, und wenn sie mehr verdient, geht er noch öfter fremd

Alle fordern immer gleiche Bezahlung für Männer und Frauen – und jetzt zeigt sich, dass dabei nicht nur die Gerechtigkeit in Gefahr ist. Denn: Eine neue Studie der University of Connecticut legt nun nahe, dass in einer Beziehung meist die Partnerin oder der Partner mit geringerem Verdienst fremdgeht. Ist der Mann der Hauptverdiener, geht seine Frau mit einer 5 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit mit einem anderen ins Bett. Verdient die Frau das meiste Geld, liegt die Gefahr, dass ihr Mann untreu ist, sogar um 15 Prozent höher. Wenn also beide genau gleich viel verdienen, wäre das Risiko für die Beziehung am geringsten.

Was lernen wir noch daraus? Hm, vielleicht… Die Menschen sollten mehr arbeiten, dann hätten sie nicht nur mehr Geld, sondern auch weniger Zeit zum Fremdgehen? Oder: Alle Leute sollten dauernd fremdgehen, dann bringt ihr Partner oder ihre Partnerin mehr Geld nach Hause? Nein. Die Autorin denkt da anders. Sie sagt: Ihre Studie zeige vor allem, dass Männer heutzutage offenbar immer noch ein großes Problem damit haben, wenn ihre Frauen beruflich erfolgreicher sind als sie. Die Kerle suchten dann angeblich nach einem Ventil, nach einer Möglichkeit, sich zu beweisen, dass sie immer noch die größten, besten und stärksten sind.

Einspruch! Ist es wirklich wahrscheinlich, dass alle diese Männer sich denken: “Ey, die Frau bringt mir einfach zu viel Kohle nach Hause, der werd’ ich’s zeigen”? Da liegt doch ein anderer Schluss näher: Wenn die Frau mehr verdient, arbeitet sie wahrscheinlich auch viel. Dann ist sie meist zu müde und gestresst, um mit dem Mann ins Bett zu gehen – kein unbekanntes Phänomen. Aus seinem Frust könnte dann bei Gelegenheit ein Seitensprung entstehen. Ähnlich ist doch das Problem auch gelagert, wenn er mehr verdient, und sie fremdgeht. Ist die eine Hälfte des Paars dauernd im Büro und im Stress, hat das Zusammensein mit der anderen Hälfte oft das Nachsehen. Untreue entsteht doch nicht aus Geldbeträgen, die jemand nach Hause bringt – sondern daraus, wie ihn oder sie die Tätigkeit verändert, die fürs Geldverdienen nötig ist. Insofern bleibt nur eine Lehre: Wir sollten alle weniger arbeiten, dann ist mehr Zeit für die Liebe, und niemand kommt auf dumme Gedanken.

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