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Die Zeitungen schreiben, dass alle Männer leichtsinnige Idioten sind. Dann sind alle Frauen aber auch total überversicherte Feiglinge

Alle Männer sind Idioten. So schrieben es wenigstens in der vergangenen Woche die Online-Nachrichten: “Männer sind doch die größeren Idioten” (Die Welt) oder  ”Männer sind doch Idioten” (Stuttgarter Nachrichten). Auf englisch waren es noch mehr: “Men Take More Idiotic Risks” (CBS Local), oder: “Men are just more likely to be idiots” (Washington Post). Die knapp 300 Schlagzeilen – ob nun englisch oder deutsch - beziehen sich auf eine britische Studie, welche die “Gewinner” der so genannten Darwin Awards nach Geschlechtern sortiert hat. Diese Preise werden posthum an Leute verliehen, die selbstverschuldet auf eine besonders blöde Art zu Tode gekommen sind. Also etwa weil sie das Seil eines Fahrstuhls demontierten, in dem sie selbst noch standen. Oder weil sie den Füllstand eines Benzinkanisters per Feuerzeug überprüften. Der Preis ging in 282 von 318 Fällen an Männer und nur 36 Mal an Frauen. Ich finde das beweist, wie doof speziell diese Männer waren – mehr aber nicht.

Ja, diese Männer starben auf idiotische Weise, und das macht sie – zumindest für den Moment ihres Ablebens und die Zeit der Berichterstattung darüber – zu Idioten. Der verdiente Spott ist ihnen sicher. Sicherlich hat auch die hier als “idiotisch” bemängelte Risikobereitschaft zu ihrem Tod beigetragen. Aber ist es nicht auch eine idiotische Idee, eine Kutsche statt mit Pferden mit einem hochexplosiven Brennstoff zu betreiben? Ist es nicht auch eine bescheuerte Idee, mit kippeligen Holzschiffen auf einem unerforschten Ozean nach Westen ins Ungewisse zu fahren, nur um zu gucken, was auf der anderen Seite ist? Ist es nicht eine absolut hirnverbrannte, geradezu wahnsinnige Idee, mit einer Weiterentwicklung der Explosionskutsche in die Luft aufsteigen zu wollen – oder gar in den Weltraum? Und: Wie viele solcher Risiken gehen Frauen ein? Würde sie dann irgendwer als Idiotinnen bezeichnen? Davon mal abgesehen, ist das Zustandekommen dieser Zahlen mehr als fragwürdig. Die Auswahl der Kandidaten erfolgt aus Zusendungen von außen – da ist nichts repräsentativ.  Es wird auch nicht der Tatsache Rechnung getragen, dass Männer viel eher handwerklichen Berufen und risikobelasteten Tätigkeiten nachgehen – und damit schon aufgrund ihrer gesellschaftlichen Rolle einem höheren Risiko ausgesetzt sind als Frauen. Diese Volltrottel.

Die Studie beweist also nicht, dass Männer Idioten sind, wie uns die vielen Schlagzeilen suggerieren – sondern höchstens, dass Männer öfter Risiken eingehen. Das wussten wir schon vorher. Dass da auch dämliche, geradezu groteske Risiken dabei sind, ergibt sich schon aus der mathematischen Wahrscheinlichkeit. Natürlich verursachten diese Männer ihren eigenen idiotischen Tod – aber ist es seriös, darum gleiche alle Männer als Idioten zu bezeichnen? Und jede Form von Risiko als Idiotie? Risikobereitschaft ist eine der treibenden Kräfte in der Entwicklung der Zivilisation, im Schlechten wie im Guten. Es fällt immer leicht, nach einem Scheitern auf den Wagemutigen herumzuhacken. Ja, bei den Gewinnern der Darwin Awards handelt es sich mit Sicherheit nicht um waghalsige Pioniere, sondern um Deppen, die noch dazu häufig betrunken sind (was ich im Gegensatz zu den Forschern nicht als mildernden Umstand empfinde). Sprich: Da waren keine Helden dabei. Aber wer wegen solcher Pseudo-Studien Männer aufgrund ihrer größeren Risikobereitschaft pauschal als Idioten aburteilt, muss auch Frauen aufgrund ihrer geringeren Risikobereitschaft und ihres gesteigerten Bedürfnisses nach Sicherheit als Feiglinge beschimpfen. Die Schlagzeile will ich dann mal sehen.

So, und jetzt muss ich los, ins Büro eines Kollegen im hinteren Gebäudeteil, hier im dritten Stock. Ich werde natürlich die Außenfassade entlangklettern – in Schlittschuhen. Ehrensache.

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Die Frage ist doch nicht, warum alte Männer junge Frauen heiraten, sondern warum junge Frauen so alte Männer heiraten

Männer, die zum zweiten Mal heiraten, bevorzugen jüngere Frauen. Nein, das ist keine Binsenweisheit aus Omas Poesie-Album und auch kein Spruch aus einem Glückskeks. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Pew Research Center in Washington D.C. Ja, genau: Puh, Research. Dafür müssen die forschen. Tsts. Unsereins blättert für solche Erkenntnisse einmal beim Arzt die Gala durch und sagt sich: “Jaja, diese geilen alten Säcke.” Ein wenig angewidert, und – in der Erwartung, selbst auch mal ein alter Sack zu sein – auch ein wenig bewundernd. Was mich aber an dem Gemecker über diese Alt-jung-Konstellation stört ist die Tatsache, dass dabei immer nur gegen die Männer gehetzt wird.

Es steht außer Frage, dass die Vorstellung eines sabbernden, faltigen Zahnprothesenträgers, der auf einem jungen schönen Bikini-Model liegt, nicht unser aller Idealbild von Liebe entspricht. Im Gegenteil. Aber ehrlich gesagt finde ich die Motive des alten Mannes – natürlich aus der Sicht eines Mannes – wesentlich verständlicher. Es ist doch naheliegend, dass sich die Vorliebe für junge, geschmeidige Frauenkörper mit dem Alter nicht bei jedem erschöpft oder verflüchtigt. Wie wir wissen, suchen Männer immer irgendwie nach einem Ideal um die 20 – wie Sie hier nachlesen können. Wahrscheinlich wächst die Lust auf schöne Frauen sogar in dem Maße, wie im Alter die Möglichkeiten weniger werden, an sie heranzukommen. Ob sich jedoch bei Frauen in jungen Jahren eine Vorliebe für alte, schlaffe Männerkörper  entwickelt, wage ich zu bezweifeln. Insofern fragt sich doch da viel eher: Warum machen die Mädels das?

“Der kauft sie mit seinem Geld!”, heißt es jetzt sofort. Und ich bestreite nicht, dass Geld oft eine Rolle spielt. Genau so wenig will ich das gutheißen. Aber zum Kaufen gehören immer zwei. Ich rede ja hier nicht von einem Brautschacher unter Hinterwäldlern, sondern über aufgeklärte, freie Menschen in der westlichen Welt. Warum sagt die junge, schöne Frau nicht nein? Warum sucht sie sich nicht – wenn es denn um Geld geht – einen jüngeren reichen Mann? Oder einen Job? Oft finden sich in diesen Paaren sogar Frauen mit gut dotierten Jobs, als Models etwa. Warum hat Heidi Klum etwas mit Flavio Briatore angefangen? Wir alle wissen, worum es umgekehrt Flavio ging. Aber Heidi? Ein Rätsel. Trotzdem gilt die Häme dem hässlichen, faltigen, alten Mann, der nur das nimmt, was jeder Mann egal welchen Alters gern mal hätte. Eine Ungerechtigkeit, ja, geradezu eine Diskriminierung aufgrund des Alters. Aber das kann er ab, der Flavio.

Und doch, Männer, ich muss euch bitten: So schön es mit den jungen Modelmädchen auch sein mag – lasst es sein. Es endet doch immer im Spott. Außerdem fordere ich hiermit alle jungen Frauen ultimativ dazu auf, die Finger von älteren Herren zu lassen, ob nun reich oder nicht. Geht lieber arbeiten oder studieren. An meinem 65. Geburtstag melde ich mich dann mit einem Update meiner Meinung…

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Besser Smartflirt statt Smartphone: Ein falscher Blick (aufs Display) kann die Liebe zerstören

Diese Zahlen sind erschreckend. Einer US-Studie zufolge haben 74 Prozent der Frauen das Gefühl, dass Smartphones und Handys Liebende von ihrem Partner ablenken, und davon, mit ihm zu interagieren. 62 Prozent sagen, dass mobile Geräte das romantische Beisammensein stören. 35 Prozent klagen, dass ihr Freund oder Gatte mitten im Gespräch das Handy zückt und draufschaut. Tablets und Handys sind auf dem besten Wege, die Liebe zu zerstören!

Was kann da helfen? Ein paar Soforthilfemaßnahmen: Zunächst sollte beim intimen Gespräch der Blick aufs Smartphone für Mann und Frau tabu sein – ob nun die Bayern spielen oder eine englische Prinzessin heiratet. Nachrichten-Ticker-Verbot! Darüber hinaus sollten Sie beim romantischen Date im Restaurant das ständige Fotografieren unterlassen. Ihre und ihre Freunde müssen Ihnen einfach glauben, dass Sie zusammen ausgegangen sind – auch ohne dass Sie alle Viertelstunde ein Bild bei Facebook posten. Außerdem sollten Sie nicht mehr beim Sex mit dem Handy filmen. Das ist unbequem und zerstört auch so ein kleines Bisschen die Atmosphäre. Der große Vorteil: Sie können sich das lästige Aufstellen der Lampen und das Ausleuchten des Zimmers sparen. All diese Dinge tun Sie ohnehin nicht? Na, das ist doch schon die halbe Miete.

Der letzte Punkt aus der Umfrage lässt sich übrigens ganz einfach abstellen. Damit Männer während eines Gesprächs nicht plötzlich das Handy zücken, müssen Frauen sich bloß abgewöhnen, den Mann als wandelnde News-Station zu betrachten. Das bedeutet, dass sie global-umfassende Fragen unterlassen müssen wie: “Schatz, wie wird das Wetter am Wochendende?” Oder: “Ist um die Zeit Stau auf der A3?” Oder: “Was kostet ein Nonstop-Flug nach Shanghai?” Wenn sie solche Dinge in Zukunft alleine selbst recherchiert, brauchen Sie das Gerät gar nicht mehr so oft zu zücken.

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WhatsApp und Co. killen nicht den Telefonflirt – sie verhelfen eher dem Liebesbrief zum Comeback

Einer großen britischen Umfrage zufolge verlernen wir gerade den Telefonflirt. Stattdessen, so die Ergebnisse, kommunizieren die meisten Verliebten digital, also per Facebook, WhatsApp und so weiter. Viele junge Menschen hätten sogar Angst davor, das direkte Gespräch mit einer angebeteten Person zu suchen. Nur etwa die Hälfte aller Verliebten habe überhaupt den Mut, den Telefonhörer abzuheben und das Objekt ihrer Sehnsucht anzurufen. Die Zahlen mögen stimmen – aber daraus das Ende des Turtel-Telefonats abzulesen, halte ich für fehl am Platze. Da schwingt viel gestrige Technikfeindlichkeit mit.

Natürlich will niemand das romantische Telefon-Getuschel aufgeben, das es so nur zwischen Verliebten geben kann (außer vielleicht das ewige “Du legst zuerst auf” – “Nein, du” am Schluss). Ich glaube auch nicht, dass Männer und Frauen heute weniger telefonieren. Schließlich erlauben es Handys, jetzt sogar zu turteln, wenn einer von beiden im Zug sitzt oder am Strand. Ehrlich gesagt kann ich mich auch nicht daran erinnern, dass es je ein luftig-leichtes Vergnügen war, eine angeschmachtete Frau anzurufen. Meist ging diesen Anrufen ein ewiges Haareraufen und im Kreise Laufen voran. Die Kehle war meist staubtrocken und die Stimme zittrig – und die Erleichterung groß, wenn sie am anderen Ende gar nicht dran ging. Da ist ein schneller Digital-Chat schon einfacher  und schließt ja ein späteres Telefonat gar nicht aus, macht es sogar leichter. Nein, all die modernen Messaging-Möglichkeiten lösen das Telefonieren nicht ab – sie helfen, es besser vorzubereiten und ergänzen es.

Um den Technik-Skeptikern noch eine volle Breitband-Breitseite mitzugeben: Was haben die Verliebten denn damals getan, als es noch gar kein Telefon gab? Wie haben sie kommuniziert? Richtig: in Briefen und Telegrammen. Sie haben einander geschrieben. Und als das Telefonieren sich ausbreitete, klagten die Leute: “Eine edle und kostbare Kunst scheint ihrem Ende entgegen zu gehen: die Kunst des Briefes” (Stefan Zweig, 1924). Heute schreiben sich die Paare wieder, nur eben digitale Liebesbriefchen – und schon maulen die Nachfolger der ewigen Meckerer wieder, das sei jetzt das Ende von irgendwas. Da wünsche ich mir doch vor allem eins: Ein Ende des Gemeckers.

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Frauen in High Heels wirken leider oft nicht graziös hochhackig, sondern eher hochgradig hacke

Wenn ich ehrlich bin, habe ich große Absatz-Schwierigkeiten. Nein, ich meine nicht die Verkaufszahlen meines kleinen Weltkonzerns. Ich meine Schuhe mit Absätzen, bei Frauen. Nichts dagegen, wenn eine schöne Frau in einem schönen Paar Schuhe vor mir steht. Es fängt an, wenn sie den ersten Schritt darin macht: Wenn sie damit laufen kann, wenn sie dieses gestelzte Stolzieren beherrscht – wundervoll. Wenn nicht – und das ist leider häufig der Fall – dann weicht das Bild der stolzen Grande Dame dem der stolpernden Grete. Da wirkt grazil hochhackig plötzlich hochgradig hacke. Neulich sah ich eine Frau in Pumps – zart, schön, blond – die musste beim Laufen von ihrem Begleiter so sehr gestützt werden, dass er sie schon fast trug. Als er sie einen Moment losließ, um die Autotür zu öffnen, knickten ihr die Füße nach außen. Das sind doch keine Schuhe, das sind Folterinstrumente! Im Mittelalter hätte die Inquisition ihre Opfer darauf laufen lassen. Alle hätten gestanden, und zwar alles.

Das Traurigste am Bild der Frau im hohen Schuh: Er soll ihr Größe und Würde verleihen – und tut im schlimmsten Fall genau das Gegenteil. Er lässt sie hilflos wirken und ungelenk. Alle die nun sagen, dass Frauen durch High Heels doch generell attraktiver wirken, seien auf eine neue französische Studie hingewiesen. Forscher fanden heraus, dass Männer Frauen in hohen Absätzen besonders als eines empfanden: als hilfsbedürftig. Die Männer in den Versuchen waren gegenüber Frauen in Pumps viel hilfsbereiter als Frauen in Schuhen mit flachen Absätzen. Sie sehen also: Frauen in High Heels werden als hilflose Opfer wahrgenommen, nicht als ehrwürdige Göttinnen.

Wie meinen Sie? Die Kerle haben den Frauen nicht geholfen, weil sie ihnen hilflos vorkamen? Sondern weil sie Frauen in High Heels klasse finden und durch die Hilfe versucht haben, an sie ranzukommen? Tja, hm. Das ist tatsächlich eine Möglichkeit. Vielleicht fanden einige Männer ja sogar gerade die Hilflosigkeit der Frauen attraktiv… Niemand weiß es. Aber zwei Dinge sind klar: 1. Frauen sollten üben, bevor sie auf Pumps losstaksen. 2. Es spricht vieles dafür, dass Sie eine Frau auf hohen Absätzen nicht gleich mit den Worten ansprechen: “Oh, Sie armes, hilfloses Ding, kann ich Ihnen helfen?” Es spricht auch vieles dagegen, im Bus aufzuspringen, um jeder jungen High-Heels-Lady den Sitzplatz anzubieten. Die fühlt sich ja gleich doppelt diskriminiert! Wenn Sie aber sehen, wie sie umknickt oder stolpert, sind Sie natürlich ganz Kavalier und sofort mit einem modernisierten Goethe-Zitat zur Stelle: “Schöne Frau, darf ich es wagen, meinen Arm und Geleit dir anzutragen?” Ob sie es nun hilfsbereit findet oder nicht – charmant findet sie es in jedem Fall.

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Frauen mit vielen männlichen Freunden gehen nicht mit mehr Männern ins Bett, sondern mehr mit einem Mann – mit Ihnen

Glückwunsch. Das ist wirklich eine Wahnsinnsfrau, mit der Sie da zusammen sind. Die ist echt spitzenmäßig. Aber ich verstehe auch, dass Sie sich ein wenig Sorgen machen, wegen der vielen anderen Typen, mit denen sie befreundet ist. Das kann einen Mann schon unruhig machen. Schließlich wissen Sie, dass diese anderen Jungs auch sehen können, was das für eine unglaubliche Frau ist. Sie wissen genau, dass diese Männer mit ihr am liebsten etwas ganz anderes austauschen würden als nur Bussi links und rechts und ein wenig Smalltalk. Und jetzt kommt da diese Studie, die das auch noch zu bestätigen scheint. Die sagt nämlich: Frauen mit vielen männlichen Freunden haben mehr Sex. Au weia.

Aber – und ich bin froh, dass ich diesen Satz jetzt mal sagen kann, ohne dass er lächerlich klingt –  es ist gar nicht, wie Sie denken. Denn die Frau ist gar nicht mit mehr Männern im Bett aktiv, sondern sie ist im Bett mehr aktiv mit einem Mann – mit Ihnen. Mehr männliche Kontaktpersonen führen bei Frauen zu mehr Kontakt mit dem männlichen Partner. Wie das kommt? Nein, es ist nicht ganz “Appetit draußen holen und zuhause essen”. Die Forscher vermuten, dass die Initiative vom Mann ausgeht. Weil er die männlichen Kumpels seiner Liebsten immer auch als anstachelnde Konkurrenz empfindet, startet er häufiger Versuche, sie zu verführen, als ein Mann, dessen Frau nicht von so vielen Männern umgeben ist. Dadurch ergibt sich dann rein statistisch eine höhere Trefferquote.

Das heißt nun nicht, dass Sie permanent an Ihrer Angebeteten herumbaggern sollen und ihr schon die Hose aufknöpfen, wenn sie den Smalltalk mit ihrem Buddy gerade beendet hat. Sie sollten das Ganze ihr gegenüber auch nicht thematisieren – denn wenn ihr bewusst wird, dass Ihre Verführungsansätze nichts weiter sind als radikale Reviermarkierung, wird sie das völlig abturnen. Für Sie heißt diese Studie nur Folgendes: Sie dürfen sich nie zu sicher sein – und nie aufhören, sich um sie zu bemühen. Und Sie sollten sich dringend bald einen großen Freundeskreis aus wahnsinnig attraktiven Frauen zusammensuchen. Denn wer sagt denn, dass sich dieser Spieß nicht mal umdrehen ließe.

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Jetzt geht’s an die Wäsche! Frauen in Dessous-Geschäften wollen immer nur das eine: Ihr Geld!

Es naht wieder die Zeit, in der sich Männer Ungeheuerliches wagen. Sie schnuppern freiwillig an Parfümproben, drücken sich vor Juweliergeschäften herum und – ja, es ist unfassbar – sie betreten Unterwäsche-Geschäfte für Frauen. Egal ob es Sie wegen des Weihnachtsfests in einen Dessous-Shop treibt – oder einfach der Wunsch, dass Ihre Liebste mal etwas anderes “drunter” trägt als diese angegraute Discounter-Wäsche: Ich muss Sie warnen! Gerade hat eine Verkäuferin des Wäsche-Konzerns “Victoria’s Secret” gegenüber einem US-Wirtschaftsblog ein bisschen aus dem Nähkästchen bzw. aus der Wäscheschublade geplaudert, welche Verkaufsstrategien dort in Bezug auf männliche Kunden gelten. Ich muss da mal einen Frauenspruch über Pornos abkupfern: Es ist unglaublich, was in diesen Läden mit Männern gemacht wird!

Die Insiderin sagt, die Verkaufstaktik bei Victoria’s Secret für Männer beruht auf dem Wissen, dass Männer alles tun würden, um nur so schnell wie möglich wieder aus diesem Laden herauszukommen, weil sie den Aufenthalt dort als peinlich empfinden. Sie sind dafür auch bereit, viel mehr Geld auszugeben. Frauen hingegen würden sich Zeit nehmen, vergleichen und auch schonmal nach Rabatten fragen. Darum versuchen die Verkäuferinnen gern, Männern die teuerste Ware anzudrehen. Tendenziell kaufen sich die Männer also aus der Zwangslage frei, indem sie höhere Preise bezahlen. Darum gelten Männer aber bei den Verkäuferinnen auch als sehr beliebte Kunden – denn die steigern natürlich die Verkaufsergebnisse .

Ich will Sie nun gar nicht dazu ermuntern, bei der Wäsche für Ihre Liebste um den Preis zu feilschen. Billig könnten Sie ja auch im Discounter kaufen. Ich möchte Sie dazu auffordern, sich nicht weiter einschüchtern zu lassen. Wir leben im 21. Jahrhundert, in einem freien Land. Natürlich muss kein Mann sich unwohl fühlen dabei, sich in einem Unterwäsche-Geschäft für Frauen aufzuhalten. Sie haben jedes Recht dort zu sein. Sie gehören zur Familie. Denn egal was Frauen erzählen: Die wenigsten tragen hübsche Wäsche nur für sich allein. Und: Sie wissen ja spätestens jetzt, wie begehrt Sie dort als Kunde sind. Also: Lassen Sie sich Zeit, schauen Sie sich um. Wenn eine Verkäuferin Sie dazu drängen will, etwas erkennbar Hochpreisiges zu kaufen, bitten Sie die Expertin, es doch mal für Sie anzuziehen und vorzuführen. Oder Sie sagen mit neckischem Lächeln zu ihr: “Glauben Sie denn, ich kann so etwas tragen?” Selbstironie und Souveränität siegen. Und am Ende, wenn Sie alles gesehen haben, erwerben Sie an der Kasse einfach einen Einkaufsgutschein für Ihren Wunschbetrag. Denn eins ist sicher: Viel peinlicher als der Aufenthalt im Wäschegeschäft ist der Moment, in dem Ihre Liebste das von Ihnen erworbene Teil anprobiert  und es ihr nicht passt.

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Warum es eine Rolle spielt, ob Sie noch auf einen Kaffee mit zu ihr gehen – oder lieber auf ein Bier

Was glauben Sie: Woran liegt es eigentlich, dass nun schon seit einigen Jahren nach einem gelungenen Date die Frau den Mann nicht auf den klassischen Drink zu sich in die Wohnung bittet, sondern auf einen Espresso? Ist zu nachtschlafener Zeit ja nicht gerade das Naheliegendste. Hat sie einfach Angst, dass Sie ihr einschlafen? Soll der kleine Schwarze leistungssteigernd wirken? Sogar Verschwörungstheorien liegen nahe: Ist es ein dezenter Hinweis, dass Sie zu viel trinken? Gar eine bundesweite Geheimkampagne gegen Alkohol? Oder steckt die berüchtigte Kaffee-Kapsel-Mafia steckt dahinter?

Eine neue Studie am Massachusetts General Hospital führt auf eine andere Fährte. Die kam zu dem Ergebnis, dass Männer, die zu viel Kaffee trinken, eher Probleme haben, Kinder zu zeugen. Männer hingegen, die sich regelmäßig das eine oder andere Bier genehmigen, haben diese Schwierigkeiten nicht – im Gegenteil: Sie sind besonders erfolgreich im Vaterschafts-Business. Der Grund: Koffein ist schädlich für die Zellen, Alkohol entspannt und hilft schädliche Stresshormone abbauen, so die Mediziner. Moment! Bevor Sie sich nun gleich mit Ihren Kumpels auf ein spontanes Fruchtbarkeits-Seminar am Tresen verabreden, lassen Sie uns zunächst die Eingangsfrage klären.

Heißt das nun, eine Frau, die Sie noch auf ein Bier mit nach oben bittet, will eher ein Kind von Ihnen? Und wenn sie Ihnen einen Kaffee anbietet, will sie das nicht? Nein. Aber womöglich ist der Espresso schon eine erste Verhütungsmaßnahme – und damit verdichten sich die klaren Hinweise auf alles Folgende. Denn worauf auch immer die Frau Sie mit nach oben bittet: Sie will höchstwahrscheinlich nicht nur etwas mit Ihnen trinken. Und wenn doch, dann nehmen Sie lieber ein Bier. Ist gesünder für die Nachkommenschaft.

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Knapp vorbei ist voll daneben: Frisch getrennte Frauen haben etwas von Ihnen, aber nichts für sie

Was checken Sie zuerst, wenn Sie einer spannenden Frau begegnen? Klar: Aussehen, Figur, Humor, Verhalten, ob sie selbst interessiert ist – und natürlich, ob sie Single ist. Spätestens dann kommt die Frage: Wenn sie Single ist – wie lang ist ihre letzte Beziehung schon vorbei? Jeder Mann will eine Traumfrau, aber keiner will eine Traumfrau, die sich erst letzte Woche von ihrem Dann-doch-nicht-Traummann getrennt hat – nach 5 Jahren. Sie sollte möglichst wenige Altlasten mit sich herumschleppen, am wenigsten eine unverarbeitete große Liebe – oder einen stalkenden Ex-Freund.

Aber sollen Sie diese tolle Frau, die tatsächlich etwas für Sie empfindet, nun wegschicken, bloß weil ihre letzte Trennung noch nicht so lange her ist? Ihr sagen, dass sie in 3 Monaten nochmal vorbeischauen soll? Schwierige Entscheidung. Zum Glück gibt es Forscher, die sich mit so etwas befassen. Ich habe gerade zwei interessante Studien dazu gefunden: Sowohl die Untersuchung am Queens College der City University of New York als auch die von der University of Toronto besagen, dass eine kurz nach einer schweren Trennung begonnene neue Beziehung bei Menschen das Selbstvertrauen fördert und dafür sorgt, dass sie besser und leichter Distanz zu ihrem Ex-Partner bekommen. Außerdem sorgt das Gefühl, begehrt zu sein, dafür, dass diese Personen zuversichtlicher in die Zukunft blicken. Na, wie schön.

Also, ja sagen und happy werden? Moment. Alle positiven Effekte, die in den Studien gefunden wurden, beziehen sich auf die Person, welche sich kurz zuvor getrennt hat. Wenn das auf Sie zutrifft – bitte, nutzen Sie die Mitfühlgelegenheit. Aber nirgendwo steht etwas von Vorteilen für den Partner ohne schwere Trennung. Der darf nur helfen, die Scherben wegzukehren. Es wird ja besonders hervorgehoben, dass die neue Bindung oft ein hilfreiches Werkzeug bei der Verarbeitung der vorherigen Liebe ist. Wollen Sie das sein? Ein Werkzeug zur Verarbeitung? Klingt wie Notnagel – oder Hilfshammer. Nee, lassen Sie das mal. Halten Sie Kontakt, verhalten Sie sich interessiert und interessant – aber bleiben Sie auf Abstand. Von einem One-Night-Stand vielleicht mal abgesehen. Geben Sie sich und ihr mindestens 8 Wochen. Sonst sind Sie hinterher noch der unglücklich Getrennte. Obwohl: Dann könnten Sie sich ja selbst ein süßes “Werkzeug zur Verarbeitung” suchen – und womöglich eine unendliche Kette von Behelfsbeziehungen in Gang setzen. Wer weiß: Vielleicht ist unser gesamtes (Liebes-)Leben nichts anderes als so eine Kette.

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Bloß kein Ess-O-Ess for Love! Ein leidenschaftliches Plädoyer gegen das romantische Dinner for two

Wenn Männer die Wahl haben zwischen einem guten Essen auf dem Tisch und einer schönen Frau im Bett, wählen sie immer die Frau. Selbst wenn die Kerle hungrig sind, nehmen sie die Frau. Denn dann stellt ihr Körper dieses Bedürfnis zurück, bis das mit der Frau erledigt ist. Das zeigt nun eine Studie des University of Rochester Medical Centre. Mal abgesehen davon, dass diese Studie mit Fadenwürmern durchgeführt wurde, was mir ohnehin schon den Appetit verdirbt, kann ich das Ergebnis nur gutheißen. Allein weil sich das Geld für das leckere Essen ja gar nicht lohnt, weil sie – den Würmern zufolge – doch eh nur an etwas anderes denken. Ich setze sogar noch eins drauf und sage: Gehen Sie auf einem Date in der heißen Frühphase nie mit Ihrer Angebeteten essen!

Immer wieder raten Date-Experten Ihnen dazu, eine Frau, die Sie begehren, zum Essen einzuladen, um dann womöglich später mit ihr nach dem Tisch auch das Bett zu teilen. Vermutlich habe sogar ich Ihnen mal dazu geraten. Das tut mir Leid, denn dieser Rat ist Schwachsinn. Essen ist Essen, und Bett ist Bett. Wenn ich schon lese oder höre, dass jemand behauptet, es sei erotisch und anziehend, wenn sich  eine Frau genüsslich Nahrung in ihren Mund schiebt. So ein pürierter Quatsch! Wenn Sie sich Essen in den Mund steckt, kaut sie gleich danach darauf rum, und dann wird das Essen zu Speisebrei, und ich kann mir kaum etwas Unerotischeres vorstellen als Speisebrei. Wollen Sie etwa eine Frau küssen, die Speisebrei im Mund hat? Allein dieses Wort schon: SPEISEBREI!

Und dann die Geruchsebene: Da sitzen Sie nun in diesem netten kleinen Lokal, beim obligatorischen Italiener an der Ecke. Sie schauen Ihrer Angebeteten tief in die Augen und ab und zu auch tief in den Ausschnitt – und dabei steigt Ihnen dann der Duft von fettigem Osso Bucco in die Nase, also Kalbshaxe, oder der Geruch von Bolognese-Sauce. Sie sehen also eine schöne Frau und riechen dazu Gesottenes und Gebratenes. Sie können sich wehren, wie Sie wollen – doch der Geruch ist stärker, er bestimmt Denken und Welt. Sie können vielleicht, wie die Wurm-Studie behauptet, Ihren Appetit ausblenden – aber nicht den Essensduft. Er wabert heran, kriecht durch die Nase direkt in Ihr Gehirn, und schon riecht in Ihrem Kopf die Frau nach Essen. Und niemand will, dass eine Frau nach Essen riecht. Auch nicht in seinem Kopf.

Angenommen, Sie haben die Frau Ihrer Träume gegen meinen ausdrücklichen Rat doch zum Essen ausgeführt. Angenommen, sie kommt wirklich noch “auf einen Kaffee” mit zu Ihnen. Dann sitzen Sie da mit Ihren vollgefressenen Pizza-und-Pasta-Bäuchen auf der Couch, alles Blut im Magen – und sollen geistreich Konversation machen. “Uff, äh, ja. War voll lecker, ne?” “Ja, öff, genau. Voll.” Und womöglich sollen Sie gleich anfangen, die Frau zu küssen, obwohl Sie sich beide noch die ganze Zeit heimlich mit den Zungen Reste vom Essen aus den Zähnen pulen und  aufstoßen müssen. Hm, prima, so ein Essensreste-Kuss mit Aufstoß-Aroma! Nee, echt nicht. Und wenn es dann zum Äußersten kommen soll, und sie sich tatsächlich gemeinsam ins Bett begeben, dann haben die Pizza-Bäuche erst ihren großen Auftritt. Mahlzeit, sage ich da!

Nee, ehrlich: Kann ich Ihnen nur von abraten. Wenn Sie ein Date haben, bei dem etwas laufen könnte, gehen Sie lieber ins Kino oder gleich an eine Bar. Das können Sie nämlich tun als Mensch, im Gegensatz zu den Würmern. In diesem Sinne: Viva la Evolution!

 

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