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Die Forschung sagt: Ein Mann muss mit vielen Frauen ins Bett, sonst ist sein Leben in größter Gefahr

Ein Mann, der mit vielen Frauen im Bett war, hat ein geringeres Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, als ein Mann mit nur wenigen Bettgefährtinnen. Behauptet jedenfalls die University of Montreal in einer Studie. Angeblich steigt ab 20 Kerben in der Bettkante Ihr Krebs-Schutz in signifikanter Weise an. Das ist mal eine amtliche Zahl. Da fehlen Ihnen noch ein paar? Kein Problem! Nach dieser Meldung dauert es nicht mehr lange, und Sie können sich bei Ihrem Hausarzt ein Rezept für One-Night-Stands (ONS) ausstellen lassen. Sie sagen einfach: “Herr Doktor! Um meinen Impfschutz gegen Prostatakrebs zu vervollständigen, brauche ich noch eine 11-fache Dosis ONS forte.”

Auch im alltäglichen Leben ergeben sich ganz neue Möglichkeiten, etwa Anmachsprüche der Extraklasse. “Hallo, ich finde dich sehr schön. Du musst unbedingt mit mir nach Hause kommen, um mich effektiv vor Krebs zu schützen.” Oder kürzer und noch etwas mysteriöser: “Hallo, Lust bei einem Glas Champagner mein Leben zu retten?” Besonders mitfühlende Kandidatinnen geben Ihnen dann später sicher die Telefonnummern ihrer besten Freundinnen, die bestimmt auch gern helfen wollen.

Nein, mal ernsthaft: Natürlich stellt sich die Frage, wo da der Nutzwert liegt. Ja, in der Rückbetrachtung können sich nun alle Playboys, Rockstars und andere Samenstreuer gegenseitig auf die Schultern klopfen und sagen: “Alles richtig gemacht.” Aber wem nützt diese Studie im täglichen Leben? Welcher Mann sucht noch gute Argumente dafür, mit einer Frau ins Bett zu gehen? Es sagt doch keiner: “Ach, das schützt vor Krebs? Na dann, also gut, machen wir’s, ausnahmsweise…” In den meisten mir bekannten Fällen herrschte da an Motivation kein Mangel. Es mangelt eher am Gegenteil. Ob es die Frau davon überzeugt, dass sie sich dem Werben eines Mannes hingeben sollte, wenn sie weiß, dass sie ihn dadurch vor einer schweren Krankheit bewahrt? Wenn sie ihn von Anfang an doof findet, wohl kaum. Dann hält sie das mit dem Prostatakrebs vielleicht gar nicht für so eine üble Idee. Jedenfalls braucht es dringend andere Studien, etwa darüber, dass Knutschen die Gesichtshaut verbessert oder dass Handauflegen gegen Cellulite wirkt. Das wären brauchbare Flirt-Argumente.

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Trinken Sie sich bloß keine Frauen schön, und lassen sie vor allem Frauen schön alleine trinken

Eine attraktive Frau sitzt in einer Bar am Tresen, vor sich ein Glas Rotwein. Was denken Sie? Natürlich zuerst: “Die sieht aber mal klasse aus!” Und sie fragen sich: “Ist sie wohl allein hier?” Aber  eine Studie der australischen Deakin University behauptet, Ihnen geht das hier durch den Kopf: “Hey, die gut aussehende Frau da trinkt ein Glas Wein – das heißt, sie will mit mir ins Bett gehen!” Die Forscher behaupten: Allein die Tatsache, dass eine Frau Alkohol konsumiert, werde von Männern als Hinweis auf deren sexuelle Absichten gedeutet. Also: Frau + Alkohol = Sex. So denken wir also? Auf den Mist brauche ich erstmal was zu trinken.

So ein Unsinn. Selbstverständlich wissen Männer, dass Alkohol eine entspannende – und vielleicht auch enthemmende – Wirkung hat. Die Erfahrung zeigt, dass er auch Frauen in eine gelöstere Stimmung versetzt. Alkohol ist gemeinhin als soziales Schmiermittel bekannt – auch und gerade beim Flirten. Karneval und Fasching gelten ja auch nicht als Knutsch-Festival weil alle so verrückt angezogen sind – sondern weil alle ordentlich getankt haben. Diese Auflockerung wird in der Studie nicht klar genug von unterstellten Absichten getrennt. Ein Mann denkt vielleicht: Wenn sie etwas trinkt, ist sie bestimmt lockerer drauf als nur mit Wasser oder Limo. Aber niemand kommt doch auf die Idee, dass eine Frau, die ein Glas Wein vor sich stehen hat, signalisiert: “Ich bin willig und zu haben.” Wäre das so, könnte doch nirgendwo eine Frau ein Glas Wein in einem Lokal bestellen, ohne dass die Männer gleich näherrücken  und sagen: “Soso, harhar, Rotwein. Du gehst aber ran, Schätzchen.” Kauft sie im Supermarkt eine ganze Flasche, bricht der wildfremde Typ an der Kasse hinter ihr in Jubelgeschrei aus und ruft: “Yeah, Baby, das Wochenende gehört uns!” Und wenn sie an einer Weinprobe teilnimmt, zücken alle anwesenden Männer schonmal ihre Handy-Kameras, weil ja gleich der Gang-Bang losgeht? Unfug!

Natürlich gibt es immer wieder fiese Kerle, die darauf lauern, volltrunkene Frauen abzuschleppen. Ich prangere das an! Aber der erste Gedanke, den ein normaler Mann beim Anblick einer allein Alkohol trinkenden Frau hat, ist doch der: Ihr wievieltes Glas ist das? Kann sie noch sprechen oder lallt sie schon? Denn grundsätzlich gilt bei Frauen die gleiche Regel wie bei Männern: Egal, was der Alkohol in ihrem Inneren auslöst – wenn sie zuviel davon trinken, werden sie äußerlich in erster Linie unattraktiver. Deshalb und wegen all dem anderen Mist mein Rat: Quatschen Sie niemals eine Frau an, die alleine vor einem Glas Wein sitzt. Gibt nur Ärger. Soll sie doch kommen, wenn sie etwas will.

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Auch wenn Frauen, Hobbits und Juweliere das behaupten: Die Liebe ist kein Ring-Kampf

Einige Paar-Rituale sind so zählebig wie Bartstoppeln: Sie kommen einfach immer wieder. Neulich belauschte ich eine Frau, die ihrer Bekannten den Ring zeigte, den ihr Freund ihr geschenkt hatte. Sie schwärmte in höchsten Tönen davon – vom Ring wohlgemerkt, und davon, dass sie schon immer genau so einen haben wollte. So einen Ring, wohlgemerkt. Kein Wort über den Mann. Der Ring ist offenbar das Entscheidende, wie bei Tolkien. (Nein, ich wiederhole jetzt nicht das mit dem “Knechten”.) Ohne den Ring ist die Beziehung für viele nicht echt, wie ein Steiff-Tier ohne Knopf im Ohr. Und so wird der Kampf um die Liebste oft genug zu einem Ring-Kampf.

Was ist das mit diesem Ring-Ding? Männer sind da ja eher vorsichtig. Ich bin sicher, so mancher stört sich an der Fessel-Symbolik, vielleicht lehnt es sogar der eine oder andere ab, sich durch einen Ring am Finger als “besetzt” kennzeichnen zu lassen. Ähnliches gilt bestimmt auch für einige Frauen – aber die Mehrheit steht drauf. Vielleicht weil Frauen sich lieber festlegen? Oder weil sie Symbole brauchen, um sich daran festzuhalten? Natürlich gibt es Männer, die dann ihrerseits voll auf diese Markierungsnummer einsteigen, aber auf ihre ganz eigene maskuline Weise. Die starten geradezu einen Wettbewerb um die dicksten Klunker am Finger der Liebsten, lassen quasi ihre Gemächt-Länge in Gold und Brillanten aufwiegen. Ich verstehe das nicht, ich heiße das nicht gut. Meine Herren: Sie sollen die Frau doch nicht kaufen!

Selbst wenn Sie sich so ewige Liebe kaufen wollten: Es wird nicht klappen. Eine jüngst publizierte Studie der US-amerikanischen Emory University zeigt: Je teurer der Verlobungsring, desto wahrscheinlicher sind Trennung und Scheidung. Auch der Gesamtpreis einer Hochzeit ist kein Indikator für die Haltbarkeit einer Ehe. Teurere Party heißt nicht längeres Glück. Sparen Sie also Ihr Geld, investieren Sie lieber Gefühle und Zeit. Denn was die Ehe länger halten lässt, sind den Forschern zufolge ganz andere Dinge: Eine gemütliche, authentische Feier mit vielen guten Freunden trägt zum Glück ebenso bei wie eine ausgiebige gemeinsame Hochzeitsreise. Und zum Schluss noch der Schock für alle Romantiker: Der Ring aus dem Kaugummiautomaten tut es dann doch nicht. Bei einem Ring-Preis von unter 500 Dollar wurde das Trennungsrisiko dann wieder wesentlich größer.

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Wenn Männer mehr von Frauen und Frauen mehr von Männern lernen, heißt es: Win-Win in Job und Liebe

Heute dürfen Sie sich aussuchen, mit wem Sie sich künftig im Job den Raum teilen: mit dem größten Laberkopf der Firma oder der netten neuen Kollegin. Na? Sie wählen die Frau? Oh, Mist. Dann stimmt die schöne Studie gar nicht, die ich für Sie gefunden habe: Laut dem Massachusetts Institute of Technology fühlen sich Männer nämlich wohler im Büro, wenn sie es nur mit anderen Männern teilen. Und Frauen sind mit Frauen glücklicher.

Das hat wohl mit den offeneren, äh, Kommunikationsmöglichkeiten zu tun. Es ist ja klar, dass Männer unter Männern anders reden, fluchen oder auch Verdauungsgase entweichen lassen als in Gegenwart von Frauen. Über Frauen weiß ich das nicht absolut sicher zu sagen, vermute aber zumindest teilweise ähnliche Vorlieben. In der Studie heißt es, dass Männer froh sind, nicht mit Frauen zusammen zu arbeiten, weil sie sonst fürchten, sich im Verhalten arg einbremsen zu müssen, während Frauen sich freuten, nicht in einer “testosterongeschwängerten” Atmosphäre sitzen zu müssen. Allerdings zeigte die Studie auch, dass Firmen mit gemischten Büros mehr Gewinne abwerfen können, und zwar über 40 Prozent mehr. Das, so die Forscher, liege zum einen daran, dass Männer sich in Gegenwart von Frauen weniger hängen oder gehen lassen und sich mehr anstrengen. Zum anderen treten Frauen in gemischten Teams bestimmter auf und geben sich mehr Mühe, sich Gehör zu verschaffen und Ideen durchzusetzen.

Interessanterweise werden Männer wie Frauen also genau durch die Dinge besser, die sie im Umgang mit dem anderen Geschlecht am meisten fürchten. Die Männer müssen sich etwas zusammenreißen – und die Frauen müssen ein bisschen mehr Testosteron-Power zeigen. Insofern wäre Ihr Instinkt, die süße Kollegin zu wählen, komplett korrekt – und voll im Sinne der Firma. Da entsteht eine klassische Win-Win-Situation, wenn Männer von Frauen und Frauen von Männern lernen. Nehmen wir nur das Thema Haushalt: Ihrer Angebeteten gefällt es sicher, wenn Sie öfter mal aufräumen und sich um die Wäsche kümmern. Umgekehrt fänden Sie es doch ebenfalls klasse, wenn die Frau mal nach Hause kommt, sich die Klamotten vom Leib reißt und diese auf den Boden schmeißt, um sich dann nur in Unterhose auf der Couch zu räkeln und zu fragen: “Und was machen wir zwei Hübschen jetzt Schnuckliges?”

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Flirt-Erfolg durch Ignorieren ist in etwa so wahrscheinlich wie Sattwerden durch Hungern

Ein im Netz kursierendes Flirt-Gebot für Männer lautet: “Wenn du willst, dass sich deine Traumfrau für dich interessiert, musst du sie ignorieren.” Ich habe noch nicht mit einem erfolgreichen Anwender dieser Strategie sprechen können. Also habe ich es selbst versucht, und ich fürchte, den Zahn muss ich Ihnen leider ziehen: Ich ignoriere Scarlett Johansson nun schon seit Jahren, und das massiv – aber sie mich eben auch. Der Trick funktioniert einfach nicht.

Nun deutet auch die Umfrage eines Partner-Portals darauf hin, dass diese Taktik komplett ins Leere läuft. Auf die Frage “Was ist für Sie das schönste Flirtsignal?” wurde die Antwort  ”Ich stehe darauf, wenn mir mein Flirtpartner die kalte Schulter zeigt – das weckt meinen Jagdinstinkt!” von genau null Prozent aller Frauen gewählt. Null Prozent. Und die These vom Verführen durch Ignorieren greift ja nur, wenn es jemanden gibt, der sich auch ignorieren lässt. Wenn die Frau nicht mitspielt, können Sie sich wundignorieren, es wird sie nicht berühren. Sie ignoriert Sie auch – oder, schlimmer noch, sie weiß noch nicht einmal, dass es Sie überhaupt gibt. In diesem Falle ergibt also Minus und Minus nicht Plus. Sie können natürlich erst einmal zu jeder Traumfrau hingehen und es ihr sagen: “He, du siehst vielleicht klasse aus – aber ich ignoriere dich jetzt einfach, ätsch!” Das wird sie ungefähr so beeindrucken wie ein bellender Hund mit Mundgeruch, der schnell wegrennt. So eine Ansage führt außerdem Ihre Ignorier-Taktik ad absurdum, Sie werden sich damit mehr Körbe einhandeln als der Rattan-Fänger von Hameln.

Was die Sache braucht, ist ein Haken. Einen Hook. Wie in jedem Flirtspiel ist auch hier das Entscheidende, dass es einen Kontakt zwischen Ihnen und der Frau gab, und dass davon etwas bei ihr hängen bleibt. Ein tiefer Blick in die Augen, ein Lächeln, eine beeindruckende Geste – etwa dass Sie ihr die Tür aufhalten und ihr einen superknusprigen Tag wünschen – irgendwas. Sobald Sie merken, dass Sie für die Frau kein Unbekannter mehr sind, können Sie mit dem Ignorieren anfangen – aber tun Sie es nicht permanent! Wichtig ist, dass Sie zwischendurch immer mal wieder charmante Anwandlungen zeigen, Momente des Wiedererkennens und der souveränen Freundlichkeit – die sich dann abwechseln mit Situationen kompletter Entrücktheit. Es muss aussehen, als wären Sie die meiste Zeit mit Dingen von interstellarer Bedeutung befasst, und als ob es ihr – und nur ihr – ab und zu gelänge, zu Ihnen durchzudringen, oft eben aber auch nicht. Denn das Entscheidende für den Jagdinstinkt der Frau ist nicht Abweisung oder Ignoranz – sondern ein Rätsel, das diesen geheimnisvollen, gut aussehenden Mann umgibt, und das sie unbedingt knacken will.

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Gender hoch, oder sie schießen: Die Bundeswehr ist frauenfeindlich und bewaffnet

Das Verteidigungsministerium hat gerade eine umstrittene Werbekampagne für Frauen in der Bundeswehr gestoppt. Umstritten heißt in dem Falle vor allem, dass eine Journalistin von Spiegel Online sich im transportierten Frauenbild nicht wiedergefunden hat und deshalb einen kritischen Artikel veröffentlichte. Die Kollegin fand, dass die auf den Motiven zu sehenden Frauen nur übelste frauenfeindliche Rollenklischees transportierten. Die Frauen sind da beim Anprobieren von Schuhen zu sehen, beim Auswählen von Anziehsachen an ihrem Kleiderschrank – oder nach dem Sport. Das sind natürlich Dinge, die Frauen nur in absoluten Ausnahmesituationen und bloß unter Androhung von Gewalt tun. Darum wünscht sich die Autorin auch eher eine Darstellung in der gezeigt wird, “dass Frauen auch Panzer fahren oder Kampfjets fliegen”, wofür sie ja mit der Kampagne auch geworben werden sollen. Okay.

Nun wissen im Jahr 2014 natürlich fast alle Menschen, dass Frauen mehr können als Joggen und Schuhe Shoppen – nämlich alles, was Männer auch können. Aber nicht alle wissen offenbar, wie Werbung funktioniert – allen voran die Autorin. Denn sonst hätte sie gesehen, dass die Motive mit einer Vermischung von “normaler” Lebenswelt und Bundeswehr-Realität spielen. In alle Bilder sind Versatzstücke aus dem militärischen Umfeld eingeflochten: Im Bild vom Schuhgeschäft ein Paar Kampfstiefel, im Kleiderschrank und auf den Sportmotiven jeweils ein Kampfanzug. Man kann darüber streiten, ob dieses Prinzip verfängt – und auch darüber, ob Werbung immer das wirkliche Leben transportiert. Aber eines ist klar: Diese Verknüpfung von Alltag und Armee wäre spätestens beim Kampfjet einigermaßen schwierig geworden. Damit geht die Kritik am Kern der Kampagne komplett vorbei. Wir wollen doch auch keine Werbemotive, auf denen eine Frau mit dem Sturmgewehr ins Kino geht, oder mit der Bazooka ins Hallenbad. Eine Rekrutin beim Einfahren ihres Kampfpanzers in die Tiefgarage wäre vielleicht ganz lustig – aber in diese Richtung zielte die Kritik ja gar nicht. Die wollte nichts verbessern, sondern nur ablehnen. Die sollte nur sagen: Alles was Frauen nicht beim Lösen hochkomplizierter mathematischer Gleichungen oder beim Umgang mit hochtechnisiertem Gerät zeigt, muss per se frauenfeindlich sein. Bin gespannt, wann die ersten Kundinnen von Schuhgeschäften und Fitness-Studios auf die Straße gesetzt werden, weil ihr Verhalten der feministischen Sache schadet.

Tja, nun wurden die Werbemaßnahmen erstmal unter Vorschub fadenscheiniger Begründungen ausgebremst. Fakt ist: Eine sicherlich nicht billige Kampagne muss nun erneut konzipiert, produziert und (mit Steuergeldern) bezahlt werden. Und das nur, damit auch Frauen sich von einer Bundeswehr-Reklame angesprochen fühlen, die keine Schuhe kaufen, keinen Sport treiben und keinen Kleiderschrank haben. Wie viele werden das wohl sein?

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Online-Dating führt nicht zu mehr glücklichen Beziehungen, sondern nur zu mehr Beziehungen

Die Online-Suche nach der Traumfrau oder dem Traummann gilt als Revolution der Partnerwahl. Sie besticht durch den scheinbar direkten Zugriff, aber ohne den 60er-Jahre-Muff von Heiratsvermittlungen und Kontaktanzeigen, dafür mit mehr Auswahl – und angeblich genauer Passung dank ausgefeilter Algorithmen. Warum eine Frau im Café ansprechen und eine Abfuhr riskieren, wenn man bei neu-eliteparship.de gleich alle ihre Interessen und Neigungen durchsuchen kann? Die Schnüffelei geht ja sogar so weit, dass sich Leute, die sich “analog” im Café kennen gelernt haben, erstmal gegenseitig googeln. Und die Kellnerin aus dem Café gleich mit.

Nun zeigt eine Studie, dass eben diese Such-Optimierung die Liebe killt. Weil sie oft halbgare Beziehungen produziert. Eine Untersuchung der Michigan State University hat offengelegt, dass Beziehungen, die aus Online-Dating hervorgegangen sind, signifikant häufiger in Trennung enden als Nicht-Online-Partnerschaften – und das sogar, wenn es zur Hochzeit kam. Die Forscher vermuten dahinter 3 Gründe: Durch Online-Dating ist es so viel einfacher, neue Partner zu finden, dass die Menschen sich nie zu 100 Prozent auf einen Partner einlassen – es gibt ja immer noch ein Back-up. Alle schnüffeln immer weiter. Ein weiterer Grund ist die schiere Masse an möglichen Partnern, die den Online-Datern suggeriert wird. Die macht es schwerer, sich auf eine(n) festzulegen. Außerdem investieren Analog-Paare mehr Zeit in den Aufbau von Nähe und Vertrautheit. Es macht eben doch einen Unterschied, ob eine Frau in ihrem Profil schreibt, dass ihre Hobbys Reiten, Schwimmen, Lesen sind – oder ob sie mit Begeisterung von ihrer geheimen Leidenschaft erzählt.

Ich war schon immer etwas skeptisch, was die Digitalisierung des Liebeslebens angeht. Ich würde mir ja auch von einem Roboter nichts kochen lassen. Er mag die perfekten Geschmackssensoren haben, alle Informationen für ein perfektes Essen können in seinen Speicherzellen stecken – aber diese brutzelnde Blechbüchse kann doch niemals meinen Geschmack kennen! Natürlich können Sie im Netz nach Ihrer Prinzessin zu suchen. Aber ich empfehle ein Vorgehen in zwei Phasen: Erst treffen Sie sich mit 10 Kandidatinnen, die in Frage kommen, jeweils einmal. Dann 10 Mal mit der einen von diesen 10, mit der Sie sich am besten verstanden haben. Bei keinem dieser 10 Dates darf irgendetwas laufen außer vielleicht einem Kuss – und während dieser Zeit dürfen Sie kein einziges Mal in Ihrem Konto nach anderen Kandidatinnen schauen. Keine Ahnung, ob Sie so die wahre Liebe finden – aber Sie kommen dem wahren Leben wieder auf die Spur.

 

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Frauen suchen nach ewiger Jugend, weil Männer ewig nach Jugend suchen, aber so ist das gar nicht

Wie alt mögen Frauen ihre Männe rund umgekehrt? Nun, der Traummann einer Frau Mitte 20 ist Mitte 20, der Traummann einer Frau Mitte 30 ist Mitte 30. Die Traumfrau eines Mannes Mitte 20 ist 20. Die Traumfrau eines Mannes Mitte  30 ist 20. Die Traumfrau eines Mannes Mitte 40 ist 20. Die Traumfrau eines Mannes Mitte 50… – ach, Sie ahnen es. Das sind Ergebnisse einer Auswertung von Daten auf Dating-Profilen im Netz. Na, das ist ja mal ein junges, dickes Ding! Gleich heißt es wieder: #Aufschrei. Männer suchen immer nur nach so jungen Mädels! Von wegen.

Zunächst scheint ein Problem offensichtlich: Während Frauen in der Lage sind, sich ihrer Umgebung anzupassen, sucht der Mann stur nach dem Optimum seiner Wunschvorstellungen und Träume. Warum dieses für so viele Männer bei 20 liegen soll – keine Ahnung. Hat vielleicht nicht nur mit Äußerlichkeiten zu tun, mit straffen Rundungen und glatter Haut, sondern auch mit der Sehnsucht, selbst wieder jung zu sein, oder sich jünger zu fühlen. Vielleicht mit der Furcht vor dem unausweichlichen weiblichen Reproduktionsbedürfnis, dessen Überkochen die meisten so gegen Ende 20 ansiedeln. Jedenfalls ergibt sich daraus ein Dilemma: Keine Frau bleibt für immer 20, ein Mann müsste sich also jedes Jahr von neuem umschauen. Sieht aber so das Optimum aus? Nein, denn auch der Mann sucht nach Vertrautheit und Kontinuität. Also passiert was? Die Frau versucht doch verzweifelt und mit den Jahren immer verzweifelter, 20 zu bleiben. Das endet meist in traurigen Szenen vor dem Spiegel und in gescheiterten Schönheits-OPs. Nicht schön. Und vor allem: Nicht ganz die Wahrheit.

Denn es lassen sehr wohl Millionen Männer die Frauen an ihrer Seite altern und lieben sie dennoch oder gerade deswegen. Die erwähnten Zahlen stammen schließlich aus Profilen von Single-Männern, die auf der Suche sind. Da gelten andere Regeln als in der Beziehung. Natürlich geben sie da zunächst einen Optimalwert an. Denn sie wissen, dass alles im Leben irgendwie Verhandlungssache ist – und dass man immer hoch pokern muss. Niemand sagt sofort, was er denkt, und keiner nimmt nur, was auf den ersten Blick das Beste ist. Jedenfalls glaube ich nicht, dass alle diese Männer sich tatsächlich auf niemand anderes einlassen als auf eine 20-Jährige. Es besteht ja auch nicht jede Frau auf einem schönen Prinzen mit weißem Pferd (oder Porsche), mit Harvard-Abschluss und einem Geschäftsführerposten.

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Das Problem bei Frauen ist nicht, dass sie so viel schlechte Laune haben, sondern so oft

Was würden Sie sagen: Wie oft hat Ihre Liebste schlechte Laune? Oder Frauen überhaupt? Eine britische Studie hat nun gezeigt, es sind so ziemlich genau 10 Tage im Jahr. ”Niemals!”, protestieren da die Männer, “das müssen mehr sein! Mindestens 400 Tage!” Aber so ist das nun einmal, wenn man Leute fragt, ob sie schlecht gelaunt sind: Sie geben es nicht gern zu. Schlechte Laune ist ja kein Status Symbol, sie gilt in unserer Happy-go-lucky-Welt eher als eine Art Handicap. Da wird abgestritten, die Schuld auf andere geschoben. Ich frage mich, ob die Studienmacher auf ihre Li-La-Launefrage auch so typische Antworten bekommen haben wie: “Ich bin nicht schlecht gelaunt, mir geht nur deine ständige Fragerei auf die Nerven!”

Vielleicht kommt das mit den 10 Tagen aber auch hin. Denn gemeinhin beklagen Männer bei Frauen ja auch eher selten längere Phasen der Übellaunigkeit. Es geht eher um plötzliche Launenwechsel, um launische Wetterumschwünge, um den rasanten Absturz von superhappy zu “alles Kacke, deine Elli”. Man müsste das mal ausrechnen: Wenn eine Frau im Durchschnitt 5 Minuten in jeder ihr möglichen Stimmung verbringt (das dürften so rund 2500 sein) und dann in eine andere wechselt – wie viele Minuten, Stunden, Tage schlechte Laune im Jahr kommen dann dabei heraus? Womöglich sind 10 Tage ein relativ genauer Annäherungswert.

Immerhin zeigen beide Geschlechter Weisheit und Pragmatismus im Umgang mit den weiblichen Launentiefs: Zwei Drittel der Frauen gaben in der Studie zu, dass Frauen wohl launischer sind als Männer. Zwei Drittel der Männer hingegen sagten, dass Sie sich am liebsten dünne machen, wenn ihre Partnerin mal wieder mies drauf ist. Das ist wohl auch besser, denn typische männliche Troststrategien (“Stell’ dich nicht so an!” oder “Lass’n Kopp nich’ hängen, Olle!”) ziehen bei den Damen nicht so gut. Aber Sie wollen sich nicht drücken – und sie lieber trösten? Dann schenken Sie ihr Blumen und sagen: “Nun lach mal wieder! Gibt schönere Falten als schmollen.”

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Männer sind glücklich mit Frauen, wenn Frauen glücklich mit Männern sind, auch wenn die Männer eigentlich nicht glücklich sind

Was ist wichtig dafür, dass die Liebe glücklich ist und bleibt? Dass beide Partner miteinander reden, sagen die einen. Dass immer genug Bier im Kühlschrank ist, sagen andere. Auch wichtig: dass es im Bett funktioniert, beide treu sind und gemeinsame Interessen haben. Eine neue US-Studie fasst nun all das zusammen. Sie sagt: Eine Ehe ist dann glücklich, wenn – die Frau glücklich ist. Äh, was? Ja, so steht es hier: “A wife’s happiness is more crucial than her husband’s.”  Hammer.

Reflexartig bläht da der Aufschrei den Hals, der Protest bricht aus uns heraus: Mal wieder typisch! Nie geht es darum, was der Mann fühlt, will, braucht, sucht. Immer nur die Frauen. Die Kerle sind die Verlierer der Liebe! Aber Stopp! Ganz so ist es nicht. Die Forscher sagen nämlich: Je glücklicher die Frau ist, desto zufriedener ist auch der Mann – und zwar  völlig ungeachtet dessen, was er selbst von der Ehe hält. Also auch wenn ihn einiges stört. Wie selbstlos von uns. Oder doch nicht? Schauen wir mal genau hin: Was tun denn Frauen, wenn sie etwas in der Beziehung stört? Sie sprechen es an, äußern Unmut. Mancher sagt: Mäkeln herum. Aber immerhin: Sie reden. Was tun Männer, wenn sie mit etwas in der Beziehung unzufrieden sind? Sie gehen zum Kühlschrank, holen Bier. Sagen nichts, brummeln höchstens etwas in sich hinein. Und genau das sagt doch die Studie: Auch wenn er etwas auszusetzen hat, sagt der Mann nichts. Er ist zufrieden, so lange nur die Frau zufrieden ist. Man könnte auch sagen: So lange sie mal nicht meckert. Solange schluckt er seinen Ärger runter. Spült mit Bier nach.

Daran muss sich etwas ändern. Nein, nicht in der Studie. Im Leben. Sie als Mann müssen auch mehr meckern, und zwar nicht nur als Gegenwehr zum Gekrittel der Frau. Sondern aktiv. Ab jetzt wird kein Frust mehr runtergeschluckt. Ab heute wird zurückgemoppert. Wenn die Haarspray-Wolke der Frau das Bad verseucht: Nicht grollend stillschweigend einatmen – nein, protestieren. Wenn die Frau Stunden braucht, um sich für eine Verabredung fertig zu machen: Nicht schmollend Handy-Games spielen, sondern Einspruch erheben. Wenn die Frau ständig darauf besteht, ihre TV-Serien zu schauen: Nicht grummelnd hinnehmen, sondern dagegen andiskutieren. Oh, Sie zögern? Weil so womöglich gute Ausreden wegfallen? Dafür das Bad nicht zu betreten? Dafür Handy-Games zu spielen und einen zweiten Fernseher anzuschaffen? Tsts, Sie Schlingel. Da soll einer sagen, wir Männer seien nicht komplex. Na, Hauptsache, Sie sind glücklich.

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