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Männern versagt beim Telefonsex die Stimme, aber deswegen sind sie noch lange keine Versager

Eine kleine, feine Studie hat Weltbewegendes herausgefunden: Männer stellen sich beim Telefonsex viel ungeschickter an als Frauen. Zwar benutzten beide Geschlechter die gleichen Techniken – tiefere Stimme, langsamer sprechen, anders betonen – aber während die Frauen dadurch tatsächlich sexy klangen, sorgten die Bemühungen bei den Männer nur dafür, dass Frauen total abgetörnt wurden. Oder sich kaputtlachten über das Geächze. Die Kerle stümperten so herum, dass die Frauen am anderen Ende der Leitung sogar die natürliche, unverstellte Sprechweise der Männer als wesentlich attraktiver und erotischer empfanden.

Ich will mich ja hier nicht zu weit ins Funkloch lehnen, aber meines Erachtens gehört Telefonsex-Kompetenz auch nicht ins oberste Fach des männlichen erotischen Werkzeugkastens. Männer sind da doch, vorsichtig formuliert, meistens weniger Sender als Empfänger. Ich würde schätzen, dass eine überwiegende Mehrheit der Telefonsex-Konsumenten Männer sind, und die männlichen Anbieter solcher Dienste stark in der Minderheit. Auch beim gelegentlichen Äther-Gestöhne in Beziehungen ist wohl meist der Mann die sehnende Kraft – und die Frau diejenige, die seinem Sehnen seufzend entspricht. Der Stellenwert dieser Studie ist also in etwa so hoch einzuordnen wie die Feststellung, dass die weibliche Skelett-Architektur weniger dazu geeignet ist, eine Tür aufzuhalten als die männliche. Es ist schade, ja -  aber es gibt auch niemanden, der es ernsthaft erwartet.

Überlassen Sie also die Herrschaft über den heißen Draht lieber den Mädels. Und für alle Männer, die sich jetzt in ihrer Eitelkeit gekränkt fühlen: Immerhin gelang es den Jungs durch die Bank besser als Frauen, ihre Stimme selbstsicher klingen zu lassen. Auch das macht attraktiv, denn so klingen Sie nach Stärke und Erfolg. Und es gibt noch eine positive Nachricht, die in dieser Meldung steckt – man muss sie nur anders lesen: Während Frauen sich offensichtlich anstrengen und verrenken müssen, um am Telefon sexy zu klingen, gelingt dies dem Manne am besten, wenn er bloß normal und unverstellt weiterspricht. Einiges an Ihnen ist eben einfach perfekt, so wie es ist.

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Männer verstehen nicht, warum Totlabern besser sein soll als Totschweigen

Frauen wollen ja immer reden. Männer ja nicht so sehr, aber beim ersten Date, da müssen sie wohl. Beim zweiten, dritten und vierten auch. Eigentlich, wenn wir mal ehrlich sind, müssen Männer immer reden, wenn sie mit Frauen zusammen sind. Wenn sie da nicht reden, dann ist das nicht bloß urmännliches Schweigen, dann ist das gleich Kommunikationsverweigerung. Und böse. Das wird mit Zwangs-Schuh-Shopping nicht unter 35 Filialen bestraft.

Warum aber ist die Kommunikation eigentlich der Normalfall? Warum ist Reden gut und Schweigen schlecht? Warum soll Totlabern besser sein als Totschweigen? Klar, es ist immer gut, wenn man darüber redet. Aber nur, wenn es ein “darüber” gibt. Wichtige Themen, entscheidende Fragen. Ich meine aber dieses sinnlose Blabla, das immer durch Cafés und Modeboutiquen schwappt. Jemanden, der einen Gipsarm hat, fragen, ob er einen Gipsarm hat. Darüber reden, wie toll alles wäre, wenn alles toll wäre, vor allem das Wetter. Ein Alptraum! Ohne Thema reden ist für Männer wie ohne Hunger essen, wie ohne Grund weinen, wie Schuhe shoppen, obwohl der Schrank voll ist, wie… wie bitte? Ach, Sie meinen, das alles beschreibt Frauen ganz gut? Hm, ja. Kann sein. Egal.

Jedenfalls finde ich es bezeichnend, dass gerade eine Umfrage ergeben hat, dass Frauen es nicht schlimm finden, wenn beim romantischen Date telefoniert wird. Also, jedenfalls: viel weniger schlimm als Männer. Ein Drittel der Männer findet es inakzeptabel, aber nur ein Viertel der Frauen. Da zeigt sich, was das Reden eigentlich ist: Eine Sucht. Gemeinhin wird ja von einer Sucht gesprochen, wenn sie immer stärker das Denken und Fühlen des oder der Abhängigen beherrscht und ihn oder sie davon abhält, sein oder ihr geregeltes Leben weiter zu führen. Wenn man sich schon bei einem Date die Möglichkeit offenhalten will, nebenher  zu telefonieren, dann ist doch der Tatbestand der Bla-Bla-Beherrschung erfüllt, oder? Okay, es könnte auch sein, dass die Frauen da toleranter sind, weil sie zu oft bei ihren Dates wortkargen Typen gegenüber saßen und so wenigstens ein bisschen am Telefon plaudern konnten…

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Wenn Sie die große Liebe wollen, müssen Sie schon früher aufstehen!

Es ist nicht der schlimmste Korb, den ein Mann bekommen kann, aber vielleicht der ehrlichste: “Wenn du mich ‘rumkriegen willst, musst du schon früher aufstehen!” Hat diesen Satz schon einmal eine Frau zu Ihnen gesagt? Wenn nicht, ist es doch zumindest vorstellbar. Und es ist tatsächlich etwas dran, aus wissenschaftlicher Sicht.

Forscher von der University of Chicago haben eine Studie veröffentlicht, wonach Langschläfer häufiger Singles sind als Frühaufsteher. Das liegt allerdings nicht daran, wann sie aufstehen, sondern eher, wann sie ins Bett gehen und was sie bis dahin tun. Die Wissenschaftler stellten fest, dass Menschen, die früh zu Bett gehen und entsprechend eher aufstehen, eine geringere Risikobereitschaft an den Tag legen und sich darum auch seltener auf One-Night-Stands oder Kurzzeit-Beziehungen einlassen. Die Langschläfer, die entsprechend später ins Bett gehen, zeigen hingegen eine viel größere Risikobereitschaft, neigen eher zu sexuellen Abenteuern und daddeln beziehungsmäßig eher haltlos in der Gegend herum. Das führt dazu, dass Frühaufsteher eher in festen Beziehungen stecken – und die Langschläfer Singles sind.

Soll das jetzt heißen, Sie müssen sich einfach nur den Wecker stellen und konsequent früher ins Bett gehen, um die Frau fürs Leben zu finden? Nein, denn Ihr Schlafverhalten ist angeboren, und das Paarungsverhalten hat weniger mit dem Schlafen zu tun als mit dem Hormonausstoß, der beiden Verhaltensmustern zugrunde liegt. Aber Sie können als Nachteule trotzdem etwas tun. Halten Sie verstärkt Ausschau nach einer Frau, die früh aufsteht. Sie treffen Sie wahrscheinlich nach einer durchgefeierten Nacht an der Bus- oder Bahnhaltestelle, wenn sie zur Arbeit fährt und Sie gerade nach Hause kriechen, um sich endlich ins Bett zu hauen. Sprechen Sie die Frau an (wenn Sie keine allzu schlimme Fahne haben) und sagen ihr, dass Sie neben Ihrer makellosen Schönheit ihre Fähigkeit bewundern, so früh aufzustehen. Und wie Sie nach dem frühen Aufstehen wiederum so wunderschön aussehen kann! Sagen Sie ihr, dass Sie das echt gern von ihr lernen würden. Also, das mit dem Aufstehen. Ob Sie sich nicht mal verabreden könnten, um zusammen schlafen zu gehen, damit sie Ihnen das zeigt. Sie glauben, das klappt nicht? Egal, versuchen Sie’s trotzdem. Wenn es schiefgeht, sehen Sie die Frau wahrscheinlich eh nie wieder. Die schläft, wenn Sie wach sind. Und umgekehrt.

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Eine süße Maus ist treuer, wenn sie betrunken ist, ihr Mann geht eher fremd, wenn er einen im Tee hat

Männer, die Alkohol getrunken haben, starren oder rennen eher anderen Frauen als der eigenen nach. Frauen hingegen neigen im angetrunkenen Zustand mehr dazu, sich an ihre vorhandenen Partner zu kuscheln. Was klingt wie ein Klischee, ist das Ergebnis einer Studie an der Oregon Health and Science University. Die Forscher experimentierten mit  Wühlmäusen, was aber in Studien zur Partnerschaft gängige Praxis ist, weil die kleinen Nager wie wir lebenslange Beziehungen eingehen können und in Bezug auf Treue menschenähnliche Verhaltensmuster aufweisen. In diesem Falle waren dann mal angeschickerte Wühlmäuse am Start, was die Tiere aber auch nicht umgebracht hat. Und es diente schließlich der Wissenschaft.

Die Forscher konnten feststellen, dass der Alkohol im Gehirn das Angstverhalten beeinflusst, allerdings im männlichen Hirn ganz anders als im weiblichen. Während die Weibchen ängstlicher und zurückhaltender werden, sorgt der Alkohol beim Mann für eine Reduktion des Angstverhaltens und für einen Schuss Übermut. Während blaue Frauen vor dem Neuen zurückschrecken und sich ans Altbewährte kuscheln, entsteht beim blauen Mann Appetit auf neue Erfahrungen. So weit, so aus Bar und Karneval bekannt. Nun aber das Interessante: Bei nüchternen Gehirnen verhält es sich genau anders herum. Da schauen die Frauen eher auf andere Männchen – und die Männer sind eher ängstlich und klammern sich ans Bestehende.

Auch wenn sich solche Experimente aus dem Tierreich nie eins zu eins auf die Menschen übertragen lassen, gehen die Forscher von gewissen gravierenden Parallelen aus. Wir können also sagen: Während Männer sich erst einmal Mut antrinken müssen, um übers Fremdgehen nachzudenken, müssen Frauen dafür einfach nur morgens aufstehen. Ich könnte jetzt sagen: Wenn Sie verhindern wollen, dass Ihre Liebste auf dumme Gedanken kommt, sorgen Sie einfach dafür, dass sie konstant einen im Tee hat. So weit kommt’s noch! Wenn Sie allerdings mit ihr abends unter Leute gehen, beklagen Sie sich nie wieder, dass Ihre Angebetete Sie immer lautstark zum Prosecco-Holen an die Bar scheucht. Liefern Sie einfach. Es dient einem guten Zweck.

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Frauen wollen in Management-Jobs angestellt werden, stellen sich aber bei der Bewerbung ziemlich an

Mädels wollen lieber kuschelige Jobs. Klischee? Nein. Frauen schrecken vor Stellenanzeigen zurück, die von den Bewerbern Eigenschaften wie etwa “Zielstrebigkeit” und “Durchsetzungsstärke” verlangen. Das zeigt eine Studie der TU München, bei der Frauen Anzeigen für Management-Positionen in zwei Versionen bewerten mussten - eine mit männlichen Stereotypen, eine mit weiblichen. Auch die Begriffe “selbständig”, “offensiv” und “analytisch” verscheuchten die Mädels. Angeblich fühlten sie sich von so “männlichen” Attributen nicht angesprochen. Na, was für ein Spaß! Da weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Zunächst fasse ich nicht, dass es ein “männliches Stereotyp” sein soll, wenn jemand durchsetzungsstark oder zielstrebig ist. Oder analytisch denkt. Heißt das, dass Frauen das nicht können? Oder nicht wollen?

Nächster Punkt: Wenn eine Frau das alles nicht kann oder will - warum sollte sie sich dann um einen Manager-Posten bewerben? Wie will sie ein Unternehmen oder eine Abteilung führen, ohne Probleme zu analysieren, Ziele zu verfolgen und sich auch mal durchzusetzen? Sprunghaft, leise bittend und immer im Kreis? Ich weiß, das ist nur die Welt, wie wir Männer sie gemacht haben. Es muss auch anders gehen, als dass einer bestimmt, und andere folgen. Aber wozu will eine Frau überhaupt eine Führungskraft sein – wenn sie nicht führen will? Warum ändern die Frauen die Welt nicht, wenn sie ihnen so missfällt, wie wir Männer sie gemacht haben? Ach, genau: Wer die Welt verändern will, muss Verantwortung übernehmen. Etwa als Führungskraft. Stimmt ja. Aber damit, den Job zu bekommen, ist es nicht getan, Mädels – ihr müsst ihn auch MACHEN. Also: Situation analysieren, Ziele anstreben, durchsetzen - führen.

Auf welche Begriffe weibliche Bewerber eher anspringen? Nun:  ”engagiert”, “verantwortungsvoll”, “gewissenhaft” und “kontaktfreudig”. Alles keine Komplimente, wenn sie in einem Arbeitszeugnis auftauchen. Ist nicht kontaktfreudig neben “gesellig” die Top-Vokabel für Tratschtante und Suffnase? Fehlt in der Riege der codierten Todesurteile nur “war stets bemüht”. Au weia! Aber Sie kennen doch Frauen, die souverän führen, ohne dass denen Hoden wachsen? Ja, richtig. Es geht hier auch nicht um Begriffe und deren Inhalte, sondern darum, wie Frauen darüber denken. Ein Mann sagt: “Neue Hose?” Die Frau denkt: “Mein Hintern ist zu dick!” Viele Frauen assoziieren Begriffe wie “durchsetzungsstark” anders, nämlich mit “Macker-Job”. Darum glauben sie, es seien nur Männer gewollt und bewerben sich nicht. Man kann jetzt die Stellenanzeigen umformulieren. Aber eher müssten Frauen ihr Denken über sich selbst ändern. Erst wenn sie sich trauen, sich selbst als durchsetzungsstark zu bezeichnen, setzen sie sich durch. Erst wenn sie sich selbstbewusst auf eine Stellenausschreibung bewerben, von der sie glauben, sie wäre für Männer formuliert, sind sie auch bereit dafür.

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Traumfrau kaum schlau? Männern steht die Klugheit ins Gesicht geschrieben, Frauen leider nicht

Sie kennen diesen Ausdruck, den Ihr Gesicht annimmt, wenn die absolute Über-Ober-Traumfrau neben Ihnen an die Bar tritt, oder? Sie sehen dann in etwa so aus, als hätte man Ihnen mit einer Hochdruck-Saugpumpe in einem Schlürf das Gehirn aus dem Kopf gelutscht. Wenn Sie nicht aufpassen, fangen Sie an zu sabbern – aus Mund und Augen gleichzeitig. Böse Stimmen behaupten, dass es dieser belämmerte Gesichtsausdruck ist, der vielen Männern jede Chance versaut, überhaupt mit der Traumfrau ins Gespräch zu kommen. Das ist einer neuen Studie zufolge Unsinn: Frauen können sowieso sehen, wie intelligent ein Mann ist – egal, wie unschlau er guckt.

Einer Untersuchung an der Prager Karls-Universität zufolge lässt sich die Intelligenz von Männern relativ präzise von ihren Gesichtern ablesen. Viel spannender ist: Bei Frauen funktioniert das nicht! Die gleichen Probanden, die Männern ihre Klugheit ansehen konnten, waren bei Frauen dazu nicht annähernd in der Lage. Moment, bevor Sie jetzt losgrölen: Es lag nicht daran, dass dort keine Intelligenz vorhanden war und insofern auch nichts zu sehen! Es waren auch Frauen mit sehr hohem IQ dabei. Nein, die Gründe liegen woanders. Die Forscher vermuten, dass bei Frauen die Attraktivität des Gesichts eine viel größere Rolle spielt als die Tatsache, ob sie vielleicht schlau sind. Natürlich gibt es Frauen die hübsch und klug sind – aber das Beurteilen der Schönheit einer Frau überlagert in der Regel die Suche nach Anzeichen für Intelligenz. Kommt Ihnen das irgendwie bekannt vor?

Also, ich finde das ja unfair – und wieder mal recht unpraktisch von Mutter Natur eingerichtet. Ich finde kluge Frauen nämlich sexy, vor allem wenn sie darüber hinaus auch noch ganz attraktiv sind. Um letzteres herauszufinden, brauche ich keinen großen Hinweise. Das sehe ich auf einen Blick. Aber bei einer Traumfrau erkennen zu können, ob sie nicht nur hübsch ist, sondern auch etwas in der Birne hat, das wäre erste Klasse. Dann müsste ich  mich nicht erst durch eine Viertelstunde Smalltalk quälen, um zu merken, dass sie in etwa so unschlau ist, wie ich geguckt habe, als sie neben mir an die Bar trat.

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Vorspielen als Vorspiel: Wenn er denkt, dass sie kommt, dann kommt sie, weil er’s denkt

Welches sind die Fragen, die den Mann nachts wach liegen lassen? Ich meine, neben der aktuellen weltpolitischen Lage, dem Masterplan für den kommenden harten Arbeitstag und der Frage, ob er doch noch einmal kurz aufs Klo gehen soll. Es sind natürlich die ganz großen Themen, die da im Kopfe des Mannes aufploppen: Wie setzen wir eine Frauenquote auch im mittleren Management durch? Wie verbessern wir das Angebot an flexiblen Teilzeit-Jobs und die Kinderbetreuung auch und gerade in ländlichen Gegenden? Ist noch genug Bier im Kühlschrank? Und natürlich die Frage: War der Orgasmus der Frau, die nach dem Sex nun neben ihm schnarcht, wirklich echt?

Ganz ohne die alte und längst überholte “Einem-echten-Mann-ist-sowas-total-egal”-Nummer aus dem Hut zaubern zu wollen, möchte ich behaupten: Letztere Frage muss den Mann nicht mehr beschäftigen. Denn zum einen sollte das im 21. Jahrhundert einzig und allein Sache der emanzipierten und aufgeklärten Frau sein, ob sie ihrem Mann aus welchen Gründen auch immer etwas vorspielt – oder ob sie lieber mit ihm darüber redet, was er anders machen könnte. Zum anderen zeigt jetzt eine Studie, dass Frauen unter anderem deswegen falsche Orgasmen fabrizieren, um sich in Richtung eines echten zu manövrieren. Sie haben richtig gelesen: Einige Frauen täuschen Orgasmen vor, weil es ihnen anschließend leichter fällt, wirklich zu kommen. Das Vorspielen als Vorspiel, sozusagen. Wahrscheinlich erregt es die Frauen unbändig, dass es den Mann erregt, sie so erregt zu sehen. Wie auch immer: Kein Grund für den Mann, sich als Versager zu fühlen, sondern eine legitime Technik. Solange es der Wahrheitsfindung dient, bitte.

Damit ist es dann aber auch genug mit dem Thema. Es reicht jetzt. Immer diese Diskurs-Blähungen über Körperfunktionen – zumal auch noch vorgetäuschte. Jaja, die Liebe ist ein Kommen und Gehen. Na und? Ich bin doch nicht Carrie Bradshaw, und das hier ist nicht “Sex & the City”! Ich fände es zur Abwechslung ganz erfrischend, wenn da mal etwas Neues käme. Wenn zum Beispiel mal jemand einen Orgasmus verschweigt. Kein “Oh-Gott-jaaah!”, nichts stöhnen oder herausschreien, ob nun echt oder gespielt, sondern einfach mal die Klappe halten. Heimlich einstecken und mitnehmen. Ganz nach dem alten Männer-Motto: Der Gentleman genießt und schweigt.

 

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Mascara runter! Die ungeschminkte Wahrheit über geschminkte Frauen

Was fällt Ihnen zum Thema Make-up ein? Mir diese Szene: Eine Frau beschwert sich bei ihrem Mann, dass der immer so viel Geld für Bier ausgebe. Darauf der Mann: “Musst du gerade sagen! Du kaufst jeden Monat für 100 Euro Make-up!” Die Frau verteidigt sich: “Das ist doch nur, damit ich für dich hübsch aussehe.” Der Mann: “Genau dafür ist auch das Bier.” In dieser launigen Geschichte stecken zwei Wahrheiten: Die offensichtliche, dass Männer auch zu gröbsten Unverschämtheiten bereit sind, um ihren Bier-Vorrat zu schützen. Und die unterschwellige, dass Frauen meinen, sie müssten sich für Männer schminken. Das ist nicht nur Quatsch, sondern auch falsch, wie jetzt eine Studie der britischen Bangor University ergab. (Nein, ich weiß nicht, wie man den Namen unschlüpfrig ausspricht.) Wenn Sie Make-up genauso hassen wie ich, passen Sie jetzt gut auf.

Die Forscher konnten nachweisen, dass auch und gerade männliche Probanden sich bei den ihnen gezeigten Frauengesichtern weniger Make-up wünschten – und zwar bis zu 40 Prozent weniger als das gezeigte, relativ normale Maß. Interessanterweise dachten sowohl Männer als auch Frauen, dass andere Menschen Frauen mit mehr Schminke attraktiver fänden. Dabei sagten selbst Frauen über andere Frauen, dass diese auch mit weniger Make-up hübscher aussähen. Es handelt sich also beim Glauben an die Schönheit geschminkter Gesichter um ein Gerücht, schlimmer noch: Es ist eine “urban legend”, eine immer weitergetragene Mär, die im Kern kaum Wahrheit enthält. Das Ganze ist letztlich nichts als ein von Hollywood, der Kosmetikindustrie und Heidi Klum künstlich am Leben gehaltener Mythos.

Natürlich werden Sie durch das Vortragen dieser Studie ihre Liebste kaum davon überzeugen können, dass sie auch ohne Schminke attraktiv für Sie ist. Es wird auch nichts nützen ihr zu versprechen, dass Sie jetzt noch mehr Bier trinken, wodurch sie automatisch hübscher würde. Aber Sie können etwas anderes versuchen. Überlegen Sie mal: Fast nur Frauen glauben, dass sie durch das Tragen von Make-up attraktiver wirken. Und fast nur Männer glauben, dass sie selbst durch das Tragen eines Schnurrbartes attraktiver wirken. Die Lösung lautet: Quid pro quo. Kündigen Sie Ihrer Angebeteten einfach an, sich eine Rotzbremse stehen zu lassen. Es sei denn, sie fährt den Make-up-Konsum runter. Um mindestens 40 Prozent.

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Frauen wickeln Männer um den Finger, Männer müssen dafür nur mit dem rechten Knie wackeln

Gehen Sie am Wochenende tanzen? Nicht? Das ist ein Fehler. Frauen lieben Männer, die das Tanzbein schwingen. Und der Hammer ist: Ich kann Ihnen jetzt auch genau sagen, welches Ihr Tanzbein ist, und wie Sie es schwingen sollen, damit Frauen auf Sie fliegen. Eine Studie der britischen Northumbria University hat jetzt gezeigt: Frauen lieben Männer, die beim Tanzen ihr rechtes Bein bewegen. Genauer gesagt: Sie sollen schnelle Bewegungen mit dem rechten Knie vollziehen. Außerdem gut: Ausladende Bewegungen mit Oberkörper und Hals sowie der linken Schulter.

Ja, wenn man sich das so vorstellt, klingt das nach einem Mann, dem jemand einen Aal in den Hemdkragen gesteckt hat, und der ihn nun durchs Hosenbein hinauszuschütteln versucht. Trotzdem kein Grund, dabei so ein Gesicht zu machen! Wenn Sie dabei lächeln oder zumindest einen souveränen Schmollmund zeigen, kann das richtig sexy aussehen. Das haben die Forscher in einem aufwändigen Test mit 3-D-Kameras festgestellt. Angeblich ermöglicht dieses Bewegungsmuster Frauen sogar, Rückschlüsse auf ihre – natürlich überbordende – Fruchtbarkeit zu ziehen.

Nach all dem wollen Sie immer noch nicht tanzen? Dann komme ich Ihnen jetzt auf die moralische Tour. Sie sollten von Zeit zu Zeit aktiv der Behauptung entgegentreten, wir Männer tanzten nicht. Denn wir sind keine Tanzmuffel – wir tanzen nur nicht überall und mit jeder. Und wir haben als Tänzer einen Ruf zu verlieren. Fred Astaire, Gene Kelly, Michael Jackson oder Balou, der Bär – sie alle haben die Tanzflächen der Welt für uns erobert. Dieses Erbe gilt es zu verteidigen. Auch und vor allem gegen die kreischend hüftwogenden Horden derer, die ein hysterisches Abwackeln zu den Klängen von “It’s Raining Men” immer noch für den Inbegriff der Tanzkultur halten. Wohlan denn, Jungs, lasst es Männer regnen! Prasselt auf die Dancefloors nieder wie ein Rhythmus-Schauer – und wascht ihn rein von den Weather Girls dieser Welt, fegt ihn mit euren rechten Knien glatt. Ich schwöre: Die Nicht-Wetter-Mädels werden es lieben.

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Frauen handeln unter Stress klüger als Männer, aber sie sind auch irgendwie selbst schuld daran

Haben Männer im Streit mit einer Frau jemals den Hauch einer Chance? Gefühlt: Nein. Das liegt natürlich vor allem daran, dass Frauen ein größeres Waffenarsenal zur Verfügung haben. Beispiel: Neulich schrieb mir Leser Stefan G. aus B.: „Unglaublich! Da war ich gestern endlich mal im Begriff, eine Auseinandersetzung mit meiner Freundin für mich zu entscheiden – da zieht die sich einfach nackt aus!“ Das ist nur eine Variante. Umgekehrt hängt auch die Verweigerung von Sex als Drohkulisse über jedem Zwist. Da gibt so mancher Mann kleiner bei als er ist. Aber ein internationales Forscher-Team hat nun gezeigt, dass das Problem weit weniger oberflächlich ist. Frauen haben bei Stress tatsächlich tief sitzende biologische Vorteile.

Die Wissenschaftler konnten zeigen, dass bei Frauen unter Stress die emotionale Intelligenz ansteigt, wohingegen Männer unter Druck die Fähigkeit einbüßen, sich in andere hinein zu versetzen, und darum unsachlicher und ich-bezogener argumentieren. Sprich: Frauen sind unter Stress einfühlsamer und darum auch besser in der Lage, auf den anderen zuzugehen. Männer verlieren die Kontrolle und denken nur noch daran, wie sie aus der Sache herauskommen, stammeln und schreien irgendwann bloß noch herum. Kommt Ihnen das bekannt vor, speziell der zweite Teil? Tja.

Was allerdings in dieser Studie nicht erwähnt wird, ist die Tatsache, dass es Frauen auch viel besser gelingt als Männern, ihr Gegenüber überhaupt erst unter Stress zu setzen. Oder wahlweise komplett wahnsinnig zu machen. Denken Sie nur an Gewaltmärsche wie die siebenstündige Schuh-Shopping-Tour durch die City an einem Samstag. Oder Killer-Ansagen wie: “Am Wochenende machen wir es uns MAL RICHTIG SCHÖN!”  Oder nicht schadlos zu beantwortende Psychoterror-Fangfragen wie: “Sieht mein Po dicker aus, wenn ich die Haare zum Zopf mache?” (Finden Sie mal eine Antwort, die NICHT impliziert, dass ihr Po dick ist!) Oder Sticheleien wie: “Bringst du den Müll jetzt bald runter – oder wartest du, bis er dich selbst darum bittet?” Erst stressen sie einen, und dann nutzen sie den Moment der Schwäche, um ihre Stärken auszuspielen. Aber so ist die Natur. Bist du eine Spinne, baust du ein Netz und frisst alles, was sich darin verfängt. Bist du eine Frau… Ach, lassen wir das.

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