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Männer haben das Sagen, weil tiefe Stimmen den Unternehmenskurs in die Höhe treiben

Ich weiß jetzt, warum so wenig Frauen an der Spitze von Großkonzernen stehen. Es liegt tatsächlich an mangelnder Qualifikation. Den meisten Frauen fehlt ein entscheidendes Merkmal, ohne das eine Karriere im höheren Management nicht denkbar ist. Wissenschaftler der Fuqua School of Business an der Duke University in North Carolina (USA) haben nun nachgewiesen, dass ein entscheidendes Kriterium für den Erfolg und den Aufstieg einer Führungspersönlichkeit eine tiefe Stimme ist.

Ihre Untersuchung hat gezeigt, dass Manager mit einer um etwa 22 Hertz tieferen Stimme durchschnittlich in einem Unternehmen mit einem um 440 Millionen Dollar höheren Firmenwert wirkten. Ihr Jahreseinkommen war außerdem um zirka 187.000 Dollar höher. Und die Bosse mit dem Brumm-Organ behielten ihre Jobs länger, nämlich durchschnittlich um 151 Tage.

Damit wäre das ja geklärt. Die Mädels sind raus. Ab sofort müssen Anwärter für den Aufsichtsrat nur noch zur Stimmprobe. Sie sprechen in ein Mikrofon: “Geld regiert die Welt, und für Geld tue ich alles!” Und wenn die Stimmlage tief genug ist, haben sie – schwupp! – einen neuen Job. Eine gute Nachricht: Dieter Bohlen wird dann niemals irgendwo CEO. Eine schlechte: Jabba the Hutt und Balou der Bär haben richtig gute Chancen. Auch das eine oder andere Ferrari-Modell hat jetzt echt gute Aussichten auf einen Vorstandsposten. Ein A-380 könnte das Airbus-Konsortium anführen. Oder gleich der Fluglärm selbst. Hmm. Vielleicht ist das als Eintrittskriterium doch nicht ganz ausreichend, liebe Forscher.

Wie bitte, was? Sie meinen, das wäre ja auch unfair, es hätten ja gar keine Frauen an der Studie mitgewirkt? Jau, korrekt. Aber was hätte das gebracht? Wie viele Frauen mit einer um 22 Hertz tieferen Stimme als Ihre eigene kennen Sie denn? Wollen Sie darüber reden?

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Wenn Männer schuld sind an der Menopause, wieso heißt sie dann nicht Menno-Pause?

In der Liste der Katastrophen, an denen laut Expertenmeinung allein die Männer schuld sind, ist ein neuer Punkt hinzugekommen. Nach der Weltwirtschaftskrise, allen Kriegen, dem Geburtenrückgang, dem Waldsterben und natürlich dem Klimawandel haben wir Männer jetzt auch die Schuld an der weiblichen Menopause. Krass, oder? Ob sie es glauben oder nicht: Das haben nun Forscher der McMaster University in Hamilton, Kanada, herausgefunden – in einer Computersimulation.

Ihre Begründung: Der weibliche Körper habe evolutionär bedingt irgendwann aufgehört, die Eigenschaft der Unfruchtbarkeit genetisch zu blockieren, weil es keinen Grund gegeben habe, dass ältere Frauen noch fruchtbar seien. Männer suchten sich ja angeblich ohnehin eher jüngere Partnerinnen für Sex und Familiengründung aus. Sprich: Weil Männer auf junge Frauen stehen, haben die älteren Frauen aus Trotz die Produktion von Eizellen eingestellt. Wow. Da haben sie es den Männern aber gezeigt. Ob all die attraktiven Frauen über 50 das unterschreiben würden, dass die Männer nur auf jüngere Frauen stehen?

Aber nun einmal ganz ernsthaft: Wie viele Frauen sind es wirklich, die sich wünschen, mit über 50 noch Kinder zu bekommen? Und kann den wenigen nicht mit Hormon-Therapien geholfen werden? Wäre das Geld dafür nicht sinnvoller angelegt, als in aufwändiger Forschung mit zweifelhaften Methoden den Grund für die Menopause zu suchen, und das Ganze dann plump den Männern in die Schuhe zu schieben? Wie sieht überhaupt eine Computersimulation aus, in der Forscher rekonstruieren, warum ältere Frauen keine Kinder mehr bekommen? Rennt da so eine Art Ü50-Lara-Croft durch die Jahrtausende und versucht mit aller Waffengewalt, ein Baby zu bekommen? Hat da vielleicht Madonna mitgespielt? Wo lag der High-Score? Natürlich ist es irgendwie interessant, dass dieses Phänomen der verfrühten Unfruchtbarkeit ansonsten nur bei Wal-Kühen und in Gefangenschaft lebenden Schimpansinnen auftritt. Aber hätte man den Menschen-Frauen diesen etwas uncharmanten Vergleich nicht auch ersparen können?

Also gut, bevor das eskaliert, gestehe ich alles. Ich will es nicht weiter leugnen: Ja, wir sind schuld! Wir Männer haben die Menopause abgeschafft. So eine kleine Gen-Manipulation auf globaler Ebene bei Hunderten von Millionen von Frauen kostet uns ein müdes Nasenflügelzucken. Aber das Ganze hat mit unserer angeblichen Vorliebe für jüngere Frauen überhaupt nichts zu tun! Nein, meine Damen, es ist ganz anders, als ihr denkt. Wir Männer tragen gerne älteren Frauen die Einkaufstasche die Treppe hoch, und wir helfen ihnen auch gerne mal über die Straße. Da nervt es komplett, wenn sie auch noch einen Kinderwagen dabeihaben.

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Männer sind mit 43 genau so reif wie Frauen mit 32, haben aber glattere Haut

Was sagen 30-jährige Frauen, wenn sie 30-jährige Männer sehen, die sich beim Daddeln an der Playstation amüsieren, sich High-Five geben und jeden Crash auf dem Bildschirm johlend feiern? Sie sagen: “Werdet endlich erwachsen!” Was sagt eine derselben 30-jährigen Frauen, wenn einer derselben 30-jährigen Männer ihnen mitteilt, dass ihr 300-Euro-Schuheinkauf das Haushaltsbudget leider komplett gesprengt hat und das Champagner-Frühstück darum ausfallen muss? Sie sagt: “Warum bist du bloß immer so ernst und erwachsen? Man muss doch auch mal Spaß haben im Leben!”

Ich will jetzt hier gar nicht das tiefe Fass anstechen, dass Männer es den Frauen nie recht machen können – dafür reicht nicht einmal im Internet der Platz. Ich will auf etwas anderes hinaus. Es werden im Netz gerade die Ergebnisse einer Umfrage herumgereicht, der zufolge Männer erst mit 43 den vollen erwachsenen Reifegrad erreichen, Frauen bereits mit 32. Dafür ist dann genug Platz im Internet. Nun können wir Männer uns freuen, dass wir noch bis in unsere 40er hinein als jugendlich wahrgenommen werden. Ich nehme das als Kompliment. Unreif und kindisch ist nicht toll, aber reif und erwachsen klingt auch nicht gerade sexy. Wühlen wir aber noch ein bisschen in den Ergebnissen: Acht von zehn Frauen glauben, dass Männer niemals aufhören, kindisch zu sein. Fast ein Drittel der Frauen gab an, sich schon von einem Mann getrennt zu haben, weil der ihnen zu unreif war. Ein Viertel beklagte sich, dass sie die meisten wichtigen Entscheidungen in der Beziehung ohne den Mann treffen müssten. Zu so wenig kritischer Selbstbeschau fällt mir nicht viel ein, nur zum letzten Punkt: Wer in den Aufsichtsrat will, sollte nicht zu laut darüber maulen, Entscheidungen treffen zu müssen.

Ansonsten nehme ich das gelassen. Denn ich will gar nicht so schnell “erwachsen” werden, wenn das bedeutet, dass ich dann nur noch in Umfragen herumjammere und wie doof Hautcrèmes konsumiere. Wenn ich beim Heranreifen mit den Frauen mithalten wollte, weiß ich ja, was ich zu tun hätte. Ich müsste immer kichernd und giggelnd mit meinen Kumpels aufs Klo rennen. Ich müsste ein Sex-Spielzeug in Form eines pinkfarbenen Delphins in der Nachttisch-Schublade haben. Ich müsste mein Justin-Bieber-Ticket aus einer Hello-Kitty-Geldbörse bezahlen. Und ich müsste beim Anschauen der Twilight-Trilogie Rotz und Wasser flennen, wobei ich natürlich 300-Euro-Ballerinas und ein Micky-Maus-T-Shirt aus der aktuellen H&M-Damen-Kollektion trage. Denn so, meine Herren, so geht erwachsen.

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Männer können sich schlechter Gesichter merken als Frauen, erkennen die Frauen aber trotzdem immer wieder

Hallo! Erkennen Sie mich? Zu unserem heutigen Thema zunächst drei Fragen:

1. Sind Sie schon einmal beim Bummeln in der Stadt von einer Frau freundlich gegrüßt worden, haben dumm lächelnd zurück gegrüßt und sich hinterher gefragt: ”Wer zum Teufel ist das denn?!”

2. Sind Sie schon einmal morgens aufgewacht, haben neben sich das Gesicht einer schlafenden Frau gesehen und sich gefragt: “Wer zum Teufel ist das denn?!”

3. Sind Sie schon einmal morgens aufgewacht, haben neben sich das Gesicht einer schlafenden Frau gesehen und sich gefragt: “Wer zum Teufel ist das denn?!” Und dann festgestellt, dass es sich um die Frau handelt, mit der Sie seit Monaten oder Jahren zusammen sind?

Wahrscheinlich können einige von Ihnen diese Fragen bejahen, zumindest die erste. Und nun ist auch wissenschaftlich erwiesen, warum uns das immer wieder passiert: Männer können sich viel schlechter Gesichter merken als Frauen, wie eine kanadische Studie gerade zeigte. Das liege daran, so die Studien-Autoren, dass Frauen mehr Zeit damit verbrächten, neue Gesichter zu studieren und sich deren Besonderheiten einzuprägen.

Erkennen Sie, welche Behauptung da wieder unterschwellig mitschwingt? Was sozusagen als Vorwurf impliziert ist? Das was alle denken: Dass Männer ganz andere äußere Merkmale studieren und sich genau einprägen, wenn sie einer unbekannten schönen Frau zum ersten Mal begegnen, nicht wahr? Ich mache da jetzt nicht mit. Ich frage Sie jetzt nicht, wie oft es Ihnen schon passiert ist, dass Sie beim Bummeln in der Stadt von einer Frau freundlich gegrüßt worden, dumm lächelnd zurück gegrüßt und sich hinterher gefragt haben, wer zum Teufel das denn war – nur um beim Hinterherglotzen zu murmeln: “Moment, den Hintern kenne ich doch…” Dieser Vorwurf ist doch komplett an den Haaren herbeigezogen, nicht wahr.

Es muss auch gar nicht daran liegen, dass Sie ein Mann sind, wenn Sie sich anderer Leuts Gesichter schlecht merken können. Das ist nämlich eine anerkannte Sehstörung, wissenschaftlich bekannt als Prosopagnosie, umgangssprachlich als Gesichtsblindheit bezeichnet. Und von der sind Männer und Frauen statistisch in etwa gleich häufig betroffen. Was meinen Sie? Ob es auch so etwas wie POPOpagnosie gibt…? Oooh, Mann! Ich versuche hier gerade, Ihren A…, äh: Po zu retten, und was tun Sie?!

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Wer schön sein will, soll sich gefälligst an seine oder ihre Abgeordnete wenden

Sie finden, Ihre Angebetete könnte mal bei einem Schönheitswettbewerb mitmachen? Sie sind sicher, sie würde gewinnen? Auch wenn sie vielleicht etwas zu klein ist? Keine Panik, da kommt nun Hilfe von unerwarteter Stelle.

Eine Berliner Grünen-Politikerin hat jüngst gefordert, an Schönheitswettbewerben müssten auch weniger attraktive Menschen teilnehmen können. Sie sagt, bei Miss-Wahlen würden doch grundsätzlich Menschen aus der Mitte unserer Gesellschaft ausgeschlossen, etwa weil die nicht groß und schlank seien. Damit hat sie ja nicht ganz unrecht. Auch ich finde, dass dicke, kleine und vor allem krummbeinige, fetthaarige, großnasige, picklige Menschen an solchen Veranstaltungen teilnehmen sollten. Das wird erstens lustiger und zweitens auch. Wahrscheinlich bewerben sich sogar einige, nur sehen wir sie nie, weil sie es – klassischer Fall von Natur der Sache – nicht annähernd in die Endrunde schaffen. Ist auch die Frage, ob diese Kandidaten und Kandidatinnen dann damit leben können, dass ihnen der Dieter Bohlen der Miss-Wahlen-Jury ins Gesicht sagt, dass sie es nicht zum Recall geschafft haben, weil sie eben verdammt nochmal total sch..ße aussehen. Womöglich klagen sie dann, es sei ganz furchtbar, dass es da nur um Äußerlichkeiten gehe, es komme doch auf die innere Schönheit an. Ja, sicher, stimmt ja auch, liebe Pickelnasen. Nur ist eben jeder Schönheitswettbewerb per se ein “äußerer Schönheitswettbewerb” und kein “innerer Schönheitswettbewerb”. Wie sollte so etwas auch vonstatten gehen? Egal, die Unzufriedenen können sich ja an ihre Abgeordnete wenden.

Wenn man es einmal konsequent anwendet, ist dieses Prinzip aber auch in anderen Bereichen einsetzbar. Es sollten ab sofort auch übergewichtige Asthmatiker zu den olympischen Final-Läufen über 100 und 200 Meter zugelassen werden. Es ist nicht hinzunehmen, dass unsere Gesellschaft langsame Menschen bei solchen Veranstaltungen ausschließt. Gleiches gilt für kugelförmige Schwermotoriker beim Stabhochsprung, aber auch für Anorektiker beim Hammerwurf. RTL legt da ja schon fleißig vor: Da bekommen Menschen, die nicht singen können einfach so Plattenverträge. Genauso bin ich dafür, dass auch Menschen ohne Führerschein Formel 1 fahren dürfen. Ich würde auch gerne sofort mal einen Airbus fliegen. Es sollte überhaupt jeder bei überhaupt allem einfach so mitmachen dürfen, ohne Zulassungsbeschränkungen oder Erfüllung von Mindeststandards. Erst dann wäre die Welt wirklich frei von Ausgrenzung. Es sollten sogar Rindviecher für politische Ämter kandidieren dürfen, das könnte – vielleicht, vielleicht – dafür sorgen, dass an mancher Stelle so mancher dahingelaberte Unsinn durch ein freundliches “Muh!” ersetzt wird.

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Männer sterben nicht früher als Frauen, weil sie seltener zum Arzt gehen, sondern weil sie zu viel ins Krankenhaus gehen

Sie kennen ja sicher den Spruch, dass Krankenhäuser so heißen, weil sie Menschen krank machen. Seit den Dramen um gefährliche Infektionen durch so genannte Krankenhauskeime hat dieser Satz eine ganz andere Wahrheits-Facette. Noch krasser ist aber, was ich hier lese: Einer großen US-Studie zufolge haben Männer ein viel größeres Risiko, in der Klinik eine Infektion zu erleiden, als Frauen. Während es unter den Frauen eine Rate von 44 Fällen unter 10.000 Patienten gab, lag die Quote bei Männern bei 74 aus 10.000. Gut jetzt können Sie sagen, das ist in absoluten Zahlen nicht gerade viel, aber das ist die Mortalitätsrate bei Flugzeugabstürzen auch nicht. Und im Vergleich sind das bei den Männern fast doppelt so viele Fälle wie bei den Frauen.

Frauen wissen natürlich sofort, woran es liegt, ist ja ganz klar: Mangelnde Hygiene. Wir Männer waschen uns ja nicht. Nie. Und im Krankenhaus schon mal gar nicht. Wir verkriechen uns da für die Dauer unseres Aufenthaltes bis zum Hals in unserer Jogginghose und kultivieren unseren Geruch. Die Frauen waschen sich natürlich stündlich, und darum werden die auch weniger krank. Ja, von wegen! Gerade an Waschbecken und Wasserhähnen sammeln sich doch die ganzen Keime! Niemand erkrankt doch an dem, was er in seiner Jogginghose transportiert. Nein, der Grund muss woanders liegen. Irgendwie sammeln sich die Bazillen lieber auf dem Männerkörper, vielleicht bleiben sie an den Haaren hängen oder mögen den Geruch? Einen plausiblen Grund haben die Forscher noch nicht gefunden. Ihre bislang einzige Idee dazu ist, dass den schädlichen Bakterien die Ansiedlung auf der Frauenhaut schwerer fällt.

Jedenfalls ist das ungerecht! Nicht nur, dass Männer allgemein früher sterben – jetzt tun sie es schon im Krankenhaus! Und das wo alle immer sagen, das verfrühte Ableben der Männer hätte damit zu tun, dass sie nicht zum Arzt gehen, wenn sie krank sind. Daran kann’s ja wohl nicht liegen, wenn das Problem im Krankenhaus schlimmer wird! Ich fordere sofort geeignete Gegenmaßnahmen. Wenn Frauenhaut die Bazillen umhaut, muss eben mehr Frauenhaut auf die Männerhaut. Wie die das hinkriegen, ist mir egal. Aber ich wittere Morgenluft für all diejenigen, die schon immer irgendwelche wilden Sex-Fantasien mit Krankenschwestern hatten…

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Frauen mit vielen Männern haben keine Freundinnen, Männer mit vielen Frauen schon

Es soll ja Menschen geben, die sagen, eine Frau mit vielen wechselnden Sex-Partnern wäre schlechter Umgang. Ich würde so etwas nie sagen. Aber soll ich Ihnen sagen, wer so etwas behauptet? Also gut: Andere Frauen mit vielen wechselnden Sex-Partnern sagen, eine Frau mit vielen wechselnden Sex-Partnern wäre schlechter Umgang, zumindest einer US-Studie zufolge. Bei der Befragung durch Psychologen des Cornell College hielten Frauen andere Frauen, die sich durch besondere Promiskuität und häufig wechselnde Sex-Partner auszeichneten, allgemein für zweifelhafte Charaktere und wollten nicht mit ihnen befreundet sein. Bei Männern gab es keine allgemeine Ablehnung oder Anerkennung für sexuell sehr aktive Geschlechtsgenossen.

Das ist doch bemerkenswert: Frauen verachten Frauen dafür, dass sie sich genau so verhalten wie sie selbst. Wo bleibt denn da die Solidarität? Die Studienleiterin wundert sich denn auch sehr, dass die Frauen mit dem großen Männerverschleiß einander nicht leiden können, wo sie doch sicherlich eine Menge Verständnis füreinander hätten und über alles reden könnten. Diese armen Frauen seien nun schließlich sozial völlig isoliert, klagt die Psychologin. Da frage ich mich: Warum? Sind die vielen Männer, mit denen sich diese Frauen offenbar umgeben, denn kein sozialer Umgang? Können die mit den vielen Männern nicht einfach auch mal reden? Haben diese Frauen denn immer nur Sex im Sinn?

Na egal, jedenfalls wissen Sie jetzt eines: Wenn Ihre extrem scharfe Neueroberung anscheinend überhaupt keine Freundinnen hat, sollten Sie sie vielleicht mal darauf ansprechen. Dann kann sie endlich mal mit jemandem über alles reden. Nein, Sie sollen nicht direkt danach fragen, wie viele Männer sie pro Jahr im Schnitt so verbraucht! Fragen Sie einfach, mit wem sie so abhängt, wenn Sie mal keine Zeit haben. Und wenn sie dann sagt, mit dem Tom, dem Jerome, dem Gino, dem Silvio, dem Andy, dem Lazlo, dem Vitali, dem Carsten, dem Jörn, dem Jürgen und, und, und – dann wissen Sie schon einiges, aber immer noch nicht alles.

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Wer glaubt, dass alle Frauen mit ihm schlafen wollen, ist vielleicht einfach nur müde

Seitdem ich Vater bin, ziehen sich zwei Konstanten durch mein Leben:

1. meine chronische Unausgeschlafenheit

2. unzählige junge, schöne Frauen, die mir lüstern hinterher hecheln

Sie werden es kaum glauben, aber es ist so. Während ich mich müde und gähnend durch die Straßen schleppe, dabei immer bemüht, nicht auf meine herabhängenden Tränensäcke zu treten, treffen mich sekündlich diese Blicke. Die dralle Kellnerin in meinem Stammlokal, die mich unter ihrem blonden Pony hinweg mit ihren runden Discokugel-Augen anglitzert. Die Verkäuferin im Klamottenladen, die mir – ganz sicher! – mit einem Zucken ihres Pagenkopfes schon die Richtung zu den Umkleidekabinen weist und sich dabei über die Lippen leckt. Die Frau auf dem Fahrrad, die sich meinetwegen den Hals verrenkt und fast vom Sattel kippt. Die im kurzen Rock. Die in der engen Jeans. Die in Turnschuhen, die in Stiefeln, die in grün, blau, rot – ALLE! Alle gaffen mich an, starren mir hinterher, sabbern, geifern, lecken, alle haben die Antwort auf die Frage, was sie von mir wollen, auf den Lippen fest vorinstalliert: Das eine. Sie! Wollen! Alle! Nur! Das! Eine!

Ich wundere mich nur die ganze Zeit, warum keine von denen das auch mal sagt. Nie, nichts. Immer nur diese Blicke.

Jetzt weiß ich, warum keine mich anspricht: US-Psychologen haben gerade in einer Studie nachgewiesen, dass Männer sich bei Schlafmangel als sexuell wahnsinnig viel attraktiver einschätzen und Frauen ein viel zu großes sexuelles Interesse unterstellen. Sprich: Müde Männer denken, dass alle Frauen auf sie stehen und nur mit ihnen ins Bett wollen. Die Forscher sagen, unser Urteilsvermögen leidet durch die Müdigkeit extrem. Ich sage: Unsere Selbsterhaltungssysteme versuchen nur alles, um uns zu helfen. Unser Gehirn setzt alles daran, uns irgendwie ins Bett zu kriegen. Alle Gedanken kreisen nur darum. Und wenn wir dann einer schönen Kellnerin begegnen, nimmt das müde Gehirn die eben gleich mit ins Bett. Unser Gehirn will in dem Fall auch nur das eine: schlafen.

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Frauenkleider funktionieren wie Ampeln, nur umgekehrt

Wenn man Männer und Frauen darüber befragt, welche Kleidungs-Farbe sie bei Frauen am ehesten sexy finden, lautet die Antwort in der Regel: Rot. Allerdings tragen Frauen (verzeihen Sie mir bitte dieses kleine Wortspiel) meist nicht nur in der Regel Rot, sondern vor allem in einer anderen Phase ihres Zyklus. Forscher der University of British Columbia (Kanada) haben nämlich jetzt herausgefunden, dass Frauen besonders in ihrer fruchtbaren Phase rote Kleidung tragen. Eine Frau, die gerade ein rotes Kleid, ein rotes Shirt oder auch etwas in Pink trägt, ist der Studie zufolge mit einer 3-mal so großen Wahrscheinlichkeit auf dem Höhepunkt ihrer monatlichen Fruchtbarkeit wie Frauen, die andere Farben tragen. Rot signalisiert also: Los geht’s, mit Vollgas zur Familiengründung!

Nein, überlegen Sie jetzt nicht, wann Angela Merkel zuletzt diesen roten Blazer anhatte und warum. Denken Sie lieber ans kommende Wochenende und passen Sie Ihre Flirt- und Date-Strategien an. Für einen One-Night-Stand, den Sie in einem Club aufgabeln, kommt eine Frau in Rot nicht mehr in Frage. Da steht die Ampel aus Ihrer Sicht im eigentlichen Sinne auf rot. (Wer hat da gerade gerufen: “Bei rot schnell noch drüber!”) Und selbst wenn Sie in einer Rotgekleideten die Traumfrau fürs Leben zu erkennen glauben, sollten Sie nicht zum Verkehrssünder werden und es gleich heute darauf anlegen herauszufinden, aus welchen Gründen genau sie diese Farbe trägt. Denn erst kommt das Kennenlernen, dann das Kinderkriegen. Jetzt stellt sich natürlich umgekehrt die Frage, wann Sie überhaupt noch eine Frau in Rot ansprechen oder mit ihr Sex haben können. Nun: Ansprechen jederzeit…

Behalten Sie dabei immer eines im Hinterkopf: Die allermeisten Frauen wissen gar nicht, aus welchem Grund sie ausgerechnet an diesem Tag Lust hatten, etwas Rotes anzuziehen. (Es sei denn, sie kennen diese Studie oder lesen diesen Blog.) Es ist nicht so, dass sie morgens aufstehen und sich sagen: “Och, heute bin ich aber mal mächtig fruchtbar, da ziehe ich den roten Fummel an und zeige es allen!” Also nicht dass Sie im Gespräch plötzlich von dem Thema anfangen und sagen: “Hey, ich finde es toll, dass du mit deiner Fruchtbarkeit so aggressiv umgehst und offen Farbe bekennst!” Da könnte manche ganz schnell rot sehen.

So. Jetzt würde mich nur noch interessieren, welche Farbe eigentlich Männer in ihrer fruchtbaren Phase tragen.

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Frauen mit Lügendetektor waren immer mit mehr Typen im Bett als Frauen ohne Lügendetektor

Was ist normalerweise die erste Frage, die ein Mann einer Frau auf dem ersten Date stellt? Nein, nicht ob sie etwas trinken möchte. Nein, nicht wo sie dieses tolle Top und diesen Wahnsins-Nagellack gekauft hat. Auch nicht ob sie das Restaurant oder das Cafe mag. Nein. Als erstes fragt ein Mann natürlich: “Und, mit wie vielen Typen warst du schon im Bett?” Ist doch ganz klar. Das muss sofort geklärt werden. Jeder will wissen, in welchem Film er mitspielt, ob er Ali Baba, der vierzigste Räuber ist – oder nur einer der Fünf Freunde. Jetzt schlägt ein US-Forscherteam vor, dass Sie dabei die Frau besser gleich an einen Lügendetektor anschließen. Denn sonst lügt sie, was die Zahl ihrer Verflossenen angeht, garantiert. Die Forscher haben verglichen, und es zeigte sich, dass Frauen unterschiedliche Angaben zur Zahl ihrer Liebhaber machten, je nachdem ob sie mit oder ohne Lügendetektor befragt wurden. War ein Lügendetektor im Raum, wurden die Zahlen höher. Ohne Detektor logen die Frauen also, sie hätten weniger Sex-Partner gehabt.

Der Witz ist: Sie benötigen für Ihren Test noch nicht einmal einen echten Lügendetektor. Das Gerät im Versuch war nämlich gar nicht angeschlossen. Den Frauen wurde nur gesagt, es sei aktiviert. Das genügte schon, um ihre Antworten zu verändern. Das ist doch super! Sie müssen also beim ersten Date nur ein altes, zerpflücktes Transistorradio auf den Tisch legen, das irgendwie blinkt. Dann sagen Sie: “Hallo erstmal. Das ist ein Lügendetektor. Er ist jetzt eingeschaltet. Was mich interessiert, ist: Mit wie vielen Typen warst du schon im Bett?” Das ist doch klasse! Besser kann ein erstes Date doch gar nicht losgehen!

Wie? Sie meinen, das käme nicht so gut? Das fände die Frau bestimmt nicht so witzig? Ach so. Aber wozu machen die dann diesen Versuch? Nur um uns zu sagen, dass Frauen über die Zahl ihrer Ex-Lover lügen? Das war doch wohl ohnehin jedem klar. Aber was Sie vielleicht nicht wussten: Auch die Männer im Versuch haben über die Anzahl ihrer Ex-Freundinnen gelogen. Nur anders: Wenn der Lügendetektor ins Spiel kam, gaben sie eine viel niedrigere Zahl von Sex-Partnerinnen an als vorher. Die Forscher schließen daraus, dass Männer und Frauen in sexueller Hinsicht immer noch sehr den üblichen Klischees entsprechen wollen, auch wenn sie das in Bezug auf andere Bereiche gar nicht tun. Männer wollen harte, starke, erfahrene Liebhaber sein, die viele Frauen hatten – und Frauen wollen brave, unerfahrene, unschuldige Lämmchen sein. Manchmal, ganz selten, ist das Leben wirklich wie ein Porno.

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