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Tag: dicke

Jetzt kommt’s dicke für dicke Männer in dicken Autos

Ich nehme mal an, Sie passen noch hinter das Steuer Ihres Autos, oder? Das geht einigen Männern nicht so, und darum gibt es Szenen wie diese: Ein korpulenter Mann setzt sich hinters Lenkrad seines Benz, und sein Kumpel grölt: “Digger, du kommst ja kaum noch hinter die Kurbel mit deiner Wampe!” Sagt der Dicke: “Höhö, persönlicher Airbag, höhö.”

Dieser Spruch bekommt nun einen bitteren Beigeschmack. Denn eine US-amerikanische Analyse von etwa 3.400 Autounfällen hat gerade gezeigt, dass übergewichtige Männer ein größeres Risiko haben, bei Autounfällen ums Leben zu kommen. Für Fahrer mit einem Body Mass Index (BMI) von 30 bis 34,9 war das Risiko, bei einem Autounfall ums Leben zu kommen, um 21 Prozent höher als bei Normalgewichtigen. Bei einem BMI von 35 bis 39,9 lag es 51 Prozent höher – und bei Fahrern mit einem BMI von über 40 war das Risiko satte 81 höher. Die Gründe liegen meist in der Sicherheitsausstattung der Fahrzeuge, die eher für Normalgewichtige ausgelegt ist. So reagieren bei Übergewichtigen womöglich die Gurtsysteme langsamer, weil der Bauchspeck wie eine Art Puffer wirkt. Sie als Schlanker atmen auf – aber die Dicken müssen schlucken.

Auch die Autoindustrie ist nun in der Bredouille. Soll sie etwa für jeden Gewichtstyp eigene Modelle auflegen? Muss es jetzt einen BMW BMI 40 geben? Eine Mercedes XXL-Klasse? Einen Hyundai Santa Fett? Oder einen Kia Unsportage? Kostspielige Sache. Sollen die Hersteller weiterhin die Bedürfnisse der Dicken ignorieren? Das wäre schon fast Diskriminierung aufgrund des Aussehens. Zumal Übergewichtige treue Autohaus-Kunden sind, weil sie mutmaßlich eine größere Tendenz haben, aus Bequemlichkeit viele Strecken mit dem Auto zurückzulegen.

An der Stelle sehe ich allerdings die einzige Message aus dieser Meldung: Dicke Männer sollten mehr zu Fuß gehen. Das Auto stehen lassen. Dann purzeln die Pfunde, der (Sicherheits-)Gurt wird wieder enger und straffer geschnallt, sie leben länger. Und das mit oder ohne Unfall. Nur das Auto, das wird dann weniger wichtig.

Die armen Dicken dürfen bald nicht mehr so dick sein wie die reichen Dicken – zumindest in England

Die westliche Welt ist zu fett, und sie wird immer fetter. Auch wenn ein bisschen Übergewicht nicht schlimm ist – richtig, richtig fette Menschen belasten durch vielerlei gewichtsbedingte Erkrankungen (Diabetes, Herz-Kreislauf-Probleme) die öffentlichen Kassen. In Großbritannien, wo 17 Prozent der Männer und 21 Prozent der Frauen als krankhaft übergewichtig gelten (Deutschland: 16 Prozent der Männer und 14 Prozent der Frauen), wird darum nun der Vorschlag diskutiert, man solle zu dicken Sozialhilfeempfängern die Zuschüsse kürzen, wenn sie nicht einen rigiden Sport- und Ernährungsplan befolgen.

Wer es zynisch betrachtet, möchte sagen, für die Behörden ist das eine klassische win-win-Situation: Entweder die armen Dicken nehmen durch Sport ab – oder weil sie schlicht kein Geld mehr für etwas zu essen haben. Früher nannte man so etwas aushungern. Es bleibt zu hoffen, dass hierzulande niemand auf die Idee kommt, das nachzumachen.

Denn auch wenn ich kein Fan von Fettleibigkeit bin, wirft dieser Vorschlag eine Menge Fragen auf. Die wichtigste: Was kürzen sie den reichen Dicken, wenn die keinen Sport machen? Haben dann nur noch Wohlhabende das Recht auf Wohlbeleibtheit? Was ist speziell mit dicken Politikern? Auch eine interessante Frage: Welche unterstützenden Maßnahmen gibt es, bevor die Stütze gestrichen wird? Werden unwillige Dicke per Polizeieskorte zum Training begleitet? Und wie werden die sich unausweichlich häufenden Fälle von Mundraub gehandhabt? Bekommen Unverbesserliche eine elektronische Fress-Fessel?

Nein, nein, das funktioniert so nicht. Anstatt sich in Zwangsmaßnahmen zu ergehen, sollten die werten Zukunftsgestalter aus der Politik lieber für eine anständige Kennzeichnung von Dickmacher-Lebensmitteln sorgen, sie sollten sich mehr um die Aufklärung über Ernährung schon in den Schulen bemühen, kostenlose und attraktive Sportkurse für alle anbieten, finanziert durch eine hohe Kaloriensteuer auf Schoko-Riegel und zuckerhaltige Limonaden – und das Lesen von Men’s Health und Women’s Health zur Bürgerpflicht erklären. Das würde die Zahl der Adipositaspatienten langfristig genügend reduzieren. Dann muss hoffentlich kein Dicker mit dem Polizeiwagen zum Fitness-Studio gekarrt werden.

 

Dicke Männer leben länger als schlanke, aber nur wenn alle zu viel Stress haben

Tja.

Eigentlich können wir den Laden hier jetzt dichtmachen. Hefte verbrennen, Hanteln einschmelzen, Bretter vor die Fenster nageln – und tschüs. Denn die Wissenschaft hat ihr vernichtendes Urteil gefällt: Dicke Menschen sind gesünder und sie leben länger. Naja, jedenfalls ein paar Wissenschaftler sagen das.

Der entscheidende Punkt: Dicke kommen wohl besser mit Stress klar. Dabei hilft ihnen angeblich genau das, was als so ungesund gilt: Viel futtern. Wie das? Nun, der Energieverbrauch Ihres Gehirns steigt, wenn Sie unter Stress stehen. Unter Dauerstress ist in Ihrem Blut darum der Cortisolpegel dauerhaft erhöht, denn der Körper nutzt dieses Stresshormon, um den gesteigerten Energiebedarf des Gehirns aus Ihren Fettdepots zu decken. Das viele Cortisol macht Sie aber krank und senkt Ihre Lebenserwartung. Sie sterben schlank – aber früh.

Bei dickeren Menschen hat das Gehirn angeblich keinen Zugriff auf die Fettdepots. Also müssen sie mehr essen, um die Ansprüche des Hirns zu befriedigen. Nicht alle neuen Kalorien werden vom Gehirn verbrannt – der Rest sorgt dafür, dass die Dicken dick bleiben oder noch dicker werden. So lange sie aber nicht eine große Menge Körperfett um die Taille aufbauen – der Kugelbauch gilt nach wie vor als sehr ungesund – fahren sie damit gut, denn sie produzieren weniger Cortisol. Als gesündesten BMI nennen die Forscher 27. Soso, hmhm.

Stopp! Bevor wir uns alle fortan ungehemmt dem “All-you-can-eat”-Parcours hingeben, möchte ich das Ganze kurz etwas einschränken: Letztlich sagt die – im übrigen sehr kleine – Studie nicht, dass Fettleibigkeit gesund ist. Sie sagt, dass ein etwas höherer BMI Sie nicht umbringt. Und sie sagt vor allem, dass Stress ungesund ist. Darum mein Rat: Meiden Sie Stress. Stressen Sie sich vor allem nicht beim Training. Sie wissen ja jetzt, dass es dabei nicht um Ihr Leben geht. Pumpen Sie also ganz entspannt weiter. Dann wird das schon.

Bye-bye, Magermodels: In schweren Zeiten lieben Männer schwerere Frauen

Werden Sie durch diese elfenhaft dünnen Models auch immer so verunsichert? Geht mir ebenso. Immer wenn ich eines dieser Feen-Wesen sehe, werde ich so… hungrig. Aber die Zeiten der Magermädchen sind jetzt ja vorbei. Denn jetzt haben wir Krise, da ist mollig angesagt. Klingt widersinnig? Ist es nicht.

Bei einer Studie der Westminster-Universität in London hat sich gezeigt, dass Männer in stressigen Zeiten auf dickere und schwerere Frauen stehen. Männer, die im Versuch Stress ausgesetzt wurden, wählten anschließend aus einer Reihe von Fotos mehrheitlich die kräftigeren Frauen als die attraktivsten. Das ist wohl mit der Evolutionsgeschichte zu erklären. Wohlgenährte Frauen bedeuten: Genug Nahrung, stabile Gesundheit und bessere Chancen auf Fortpflanzung. Ergo: Zuhause! Vielleicht erhoffen sich die Kerle auch Hilfe beim Niederringen des Mammuts?

Es wäre interessant gewesen zu wissen, wie viele der getesteten Männer ohnehin auf Frauen mit weiblichen Rundungen stehen. Ich glaube nämlich, dass das insgeheim der Mehrheit der Männer tut. Noch interessanter wäre es gewesen, mit deklarierten Magermodel-Verehrern zu arbeiten: Wenn die letztlich unter Stress auch alle zur Vorliebe für weibliche Formen konvertiert wären, wäre ich restlos überzeugt gewesen.

Aber egal, jedenfalls gilt der Grundsatz: Schwere Zeiten, schwerere Frauen. Es gibt also auch Gründe, die Krise zu lieben…

 

Können dicke Freunde Sie dick machen?

Ab heute fragen wir nicht mehr nur: Sind Sie zu dick? Wir fragen:

Sind Ihre Freunde zu dick?

Denn eine neue Studie aus den USA belegt: Viele Menschen werden dick, weil sie mit anderen dicken Menschen zusammen sind. Sie übernehmen nicht unbedingt deren Vorstellungen über Körpermaße und Figur – aber sie übernehmen oft ihr Verhalten, beim Essen wie beim (nicht) Bewegen. Wer in seiner Familie oder im Freundeskreis viele Menschen erlebt, die Chips futternd vor der Glotze sitzen und Übergewicht ansetzen, braucht schon einen sehr starken eigenen Willen, um sich nicht ebenso futternd dazu zu setzen und das völlig normal zu finden.

Wenn das stimmt, stellen sich allerdings folgende Fragen:

- Wie konnte Terence Hill neben Bud Spencer all die Jahre sein Gewicht halten?

- Was ist das Gewichtsgeheimnis von Asterix dem Gallier, der all die Jahre mit Obelix abhing? Ein Diätzaubertrank?

- Wie schaffen es die Elefantenwärter im Zoo, nicht wie ihre Klienten jeden Tag 150 bis 200 Kilo Stroh, Gras und Brot zu futtern?

Vielleicht spielen ja doch noch ein paar andere Faktoren eine Rolle. Aber wenn Sie das nächste Mal Ihren übergewichtigen Kumpel beim Snacken vor der Glotze erwischen, fordern Sie ihn zu einem Wrestling-Match um die Chipstüte. Eine halbe Stunde Ringkampf verbraucht immerhin über 300 Kalorien pro Kopf. Andere Abnehm-Tipps für Ihren Buddy finden Sie hier.

Übrigens: Mein Kollege Björn Krause ist für eine Reportage (zu lesen in Men’s Health 6/2011, ab nächste Woche am Kiosk) in einen Übergewichtsanzug geschlüpft und quälte sich mit satten 30 Kilo zuviel durchs Leben. Wenn Sie wissen wollen, wohin das mit den Chips und der Glotze führt – da können Sie es eindrucksvoll nachlesen.

Weihnachtseinkäufe: Männer zahlen drauf

Was muss ich da lesen? Angeblich sind Männer die großzügigeren Geschenkekäufer. Genau heißt es in einer Meldung zur einer Umfrage zum Thema Online-Einkäufe

Männer geben für den Online-Einkauf rund um das Weihnachtsfest mehr Geld aus als Frauen. Während sie in diesem Jahr durchschnittlich 219 Euro für Geschenke, Essen und Dekoration ausgeben wollen, veranschlagen Frauen im Schnitt nur 188 Euro.

Das klingt ein bisschen so, als würden Männer völlig willenlos das Geld raushauen, während Frauen lieber sparsam haushalten. Könnten da nicht noch andere Gründe prägend wirken als schlichtes “Auf-dicke-Hose-machen”?

- Vielleicht sind Frauen einfach weniger großzügig. Würden Sie uns all die Playstations, iPods und Uhren schenken, die wir uns wünschen, sähe die Bilanz anders aus.

- Liegt es vielleicht auch daran, dass Frauen gern selbst Gestricktes verschenken (gerade wieder voll im Trend), sich aber Parfum, Schmuck und Handtaschen wünschen? Wolle ist billiger als 585er Gold.

- Ein Mann mit Stil würde nie Weihnachtsgeschenke bei Kaffeeröstern kaufen. Auch nicht online.

Hier lesen Sie jedenfalls, wie Sie für Ihre Liebste das richtige Geschenk finden – und wie Sie beim Onlinekauf nicht übers Ohr gehauen werden.

Na los, hauen Sie ordentlich Kohle raus. Sie wissen doch jetzt: machen alle.