powered by

Tag: Frauenquote

Ziele der Gender-Politik aufgedeckt: Männer sollten sich zu Hause um die Tiere kümmern, während Frauen höhere Bildung bekommen

Es fällt oft schwer, sich vorzustellen, wie sich manche Frauen unser Land im Idealfall wünschen, wie ihre Traumrepublik aussieht. Mal abgesehen von den eingängigen Punkten: Mehr Frauen in Führungspositionen – super! Mehr und bessere Kinderbetreuung – na klar! Mehr und bessere Arbeitszeit-Modelle – aber immer, gerne! Gleiches Geld für gleiche Arbeit – sofort! Aber nur noch weibliche Bezeichnungen, auch für Männer, also “Herr Professorin”? Bei der Jobvergabe Bevorzugung von Frauen ohne Ansicht der Qualifikation (allgemeine Frauenquote)? Frauen grundsätzlich als bessere Politiker und Chefs ansehen? Na, ich weiß nicht, ich versteh’s nicht. Zum Glück hilft dem Ratlosen oft der Zufall auf die Sprünge.

Heute las ich einen Text über die Männer in der Mongolei. Darin fand ich Sätze wie diesen: Seine Situation ist typisch für junge Männer in der Mongolei. In dem flächenmäßig viereinhalb Mal so großen Land wie Deutschland dominieren Frauen die Universitäten, verschiedene Statistiken beziffern ihren Anteil auf 60 bis 80 Prozent der Absolventen.” Oder diese: “‘Viele Eltern fanden die Bildung ihrer Töchter lange Zeit sehr wichtig. Bei ihren Jungen denken sie, dass sie auch ohne Universitätsabschluss eine Arbeit finden können.’ Zwar ändere sich die Einstellung mittlerweile, aber aus der Generation hätten viele Männer nun große Probleme, gute Jobs zu finden.” Oder auch diesen: “In der heutigen Zeit haben sich Frauen noch weiter durchgesetzt. Jungen sollten sich zu Hause um die Tiere kümmern, während Frauen höhere Bildung bekamen.”

Auf einmal wusste ich es: Viele Frauen sehnen nach sich einer Art deutschen Mongolei. Und wenn ich mir die Entwicklung an den deutschen Schulen und Universitäten so anschaue, muss ich sagen: Die Tendenz ist da. Die Mehrzahl der Abschlüsse geht an Frauen. Da müssen die Jungs sich aber mal ranhalten, wenn sie sich nicht in 20 Jahren nur noch “um die Tiere kümmern” wollen, was immer das in unserem hochentwickelten Industrieland heißt. Wahrscheinlich eher Katzen und Zierpudel hüten als Rinder, Kamele, Pferde, Schafe und Ziegen. Aber vielleicht aber auch zottelige Monster in Online-Computerspielen? Überhaupt, an diesem Leben muss doch auch gar nicht alles schlecht sein. Wie heißt es noch in der inoffiziellen deutsch-mongolischen Hymne von Dschingis Khan (1979): “Auf Brüder! Sauft Brüder! Rauft Brüder! Immer wieder! Lasst noch Wodka holen (Ho, Ho, Ho, Ho, Ho). Denn wir sind Mongolen (Ha, Ha, Ha, Ha, Ha). Und der Teufel kriegt uns früh genug!” Na, denn mal munter weiter so, liebe deutsche Gender-Polizei!

Mein lieber Herr Professorin: Der Gleichstellungs-Wahn findet ein Ende, wenn wir uns einfach alle Frauennamen geben

Endlich sind wir wieder einen Riesenschritt in der Gleichstellung von Mann und Frau vorangekommen. Eigentlich sollte ich sagen: Eine Riesenschrittin. Denn die Universität Leipzig hat nun festgelegt, dass in ihrer Grundordnung nur noch weibliche Bezeichnungen verwendet werden: Der Titel “Professorin” gilt künftig auch für Männer.  Mein lieber Herr Professorin, dass wir da noch nicht früher drauf gekommen sind! Das macht die Dialogin zwischen den Geschlechtern ja um so vieles einfacher! Das sollten wir uns gleich für die ganze Gesellschaft überlegen, und für die ganze Staatin. Überlegen Sie doch nur:

Egal wer die nächsten Wahlen gewinnt – danach wird wieder eine Bundeskanzlerin vereidigt. Und wenn wider Erwarten eine Bundeskanzlerin Peer Steinbrück das neue Kabinett bestimmt, wird es zu 100 Prozent aus Ministerinnen bestehen. Was für eine gewaltige Fortschrittin für die Gleichberechtigung! Ob Außenministerin Frank-Walter Steinmeier wieder mit an Bord ist? Oder Umweltministerin Sigmar Gabriel? Egal, jedenfalls wird auch die neue Bundestagin nur noch von Frauen besetzt sein.

In der Alltagin werden wir uns natürlich an die Wandelin erst einmal gewöhnen müssen. Als gutverdienende Managerinnen und Chefinnen werden wir darüber aber schnell hinwegkommen und die Reizin der Paradigmenwechselin zu schätzchen lernen. Als Bewerberinnen auf eine neue Jobin werden unsere Chancen aber steigen – denn bei gleicher Qualifikation werden wir ja schließlich immer bevorzugt! Auch eine Frauenquote kann uns, wenn sie denn kommt, nicht mehr schrecken – im Gegenteil: Wir als Arbeitnehmerinnen profitieren alle davon! Und überhaupt: Mit einer Schlagin läge die Frauenquote ohnehin in allen Bereichinnen und Betriebinnen sowieso bei 100 Prozent! Das macht uns so schnell keiner, äh: keine nach!

Ein Glück, dass auch die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften immer weiter voranschreitet, schließlich werden wir demnächst alle in lesbischen Beziehungen leben. Hach, liebe Frauen, wenn wir gewusst hätten, dass es so einfach ist, hätten wir gleich viel früher damit angefangen! Endlich Ruhe – darauf erst einmal eine gute Champagnerin!

Farce um die Frauenquote: Wenn es keine Verstecke mehr gibt, zeigt sich, wer die meisten Eier hat

Was für ein unwürdiges Schauspiel.

Die Frauen in den Bundestagsfraktionen von Union und FDP könnten am Donnerstag mit ihren Stimmen den SPD-Antrag für eine 40-prozentige Frauenquote in Aufsichtsräten durchbringen und damit endlich aus eigener Kraft das schaffen, wofür die geballte Frauenpower des Landes seit Jahren zetert, kreischt und kämpft. Aber anstatt geschlossen und bestimmt aufzutreten, winden sie sich. Es gilt als wahrscheinlich, dass sich die meisten dem Koalitionszwang beugen, sprich: wegducken. Na, dann können wir letztlich froh sein, wenn die Quote nicht kommt. Ducken und verstecken ist in Aufsichtsräten nicht gerade eine förderliche Grundhaltung.

Ich bin ja nicht grundsätzlich gegen die Quote. Ich wüsste einfach gern, ob wirklich alles besser wird, wenn sie kommt. Also bitte. Aber angeblich soll die Frauenquote doch ein Instrument sein, das nur einen Zustand herbeiführt, der den gesamtgesellschaftlichen Gegebenheiten entspricht. Sie soll die Zwangsherrschaft der Männer durchbrechen und den Frauen zu ihrem Recht verhelfen, zu dem, was sich alle Frauen wünschen: Gleiche Rechte, gleiche Chancen, gleiche dicke Vorstands-Audis. Da sieht es aber doch einigermaßen komisch aus, wenn die gewählten Volksvertreterinnen egal welcher Partei sich nicht entschließen können, für diese Quote zu stimmen. Da fragt man sich: Wollen gar nicht alle Frauen die Quote? Wenn doch, warum kämpfen sie dann jetzt nicht?

Mir fällt dazu ein, was ein 5-jähriger Junge kürzlich bei der Ostereier-Suche zu einem kleinen Mädchen gesagt hat, als schon fast die ganze Schokolade gefunden war. Er sprach mit Blick auf sein prall gefüllten Sammel-Korb und den des Mädchens die weisen Worte: “Wenn es nämlich keine Verstecke mehr gibt, dann zeigt sich, wer die meisten Eier hat.”

Genau so ist es.

Unentschlossen im Parteien-Shop: Frauen gehen nicht wählen

Darf ich mal was Politisches sagen? Viele Frauen gehen nicht zur Bundestagswahl. Und noch mehr Frauen gehören zu den so genannten “Unentschlossenen”, die noch nicht wissen, ob und für wen sie am Wahltag ihre Stimme abgeben. Schon die Nichtwähler sind leicht überproportional weiblich. Bei den Unentschlossenen jedoch – also denjenigen, die sich tendenziell bei der nächsten Wahl enthalten – sind die Frauen einer neuen Forsa-Studie zufolge deutlich in der Mehrheit, nämlich bei 61 Prozent (unentschlossene Männer: 39 Prozent).

Verdammte Axt. Da geht mir echt der Hut hoch. Wie wollen die Frauen denn je ihre edlen und wichtigen Ziele erreichen, wenn sie noch nicht einmal zur Wahl gehen? Wie sollen deren gesellschaftliche Forderungen ernst genommen werden, wenn sie noch nicht einmal ihr basalstes politisches Potenzial mobilisieren können, nämlich die Wahlberechtigten? Alle reden, nein: KREISCHEN was von dem Mangel an Gleichstellung der Frau hier, Diskriminierung da, mehr Rechte dort drüben – und dann nehmen sie das älteste aller politischen Mitbestimmungsrechte nicht wahr! Oder sie vertagen die dazugehörige Entscheidung, bis die Wahl zu so etwas wird wie ein spontaner Lustkauf im Schuhgeschäft.

Ja, es ist jedes Menschen Recht, sich nicht an der politischen Willensbildung zu beteiligen – und: Ja, auch Männern, die nicht wählen gehen, kann man zu dieser Entscheidung nicht gratulieren. Aber gut: Es geht bei Rechten immer mehr um die Möglichkeit, etwas tun zu dürfen als um die Verpflichtung, es dann auch wirklich zu tun. Niemand kann zur Wahl gezwungen werden. (Wobei die Australier oder die Brasilianer damit ganz gut fahren.) Aber gerade im Bereich der gesellschaftlich relevanten Entscheidungen, an denen Frauen so dringend beteiligt sein wollen, wäre doch ein bisschen mehr Einsatz gefragt. Es einfach nur fair und auch ein bisschen schick finden, irgendwie mitmachen zu dürfen – das ist doch Eiertänzeln. Da wird die Partei zur Party.

Was war das für ein Kampf um das Wahlrecht der Frau! Was waren das für coole, tapfere Frauen, die wirklich wussten, worum es ging! Da wurde berechtigterweise mit großer Empörung geschrien und argumentiert – ironischerweise in etwa so wie heute für die Frauenquote. Nur dass es Frauen heutzutage gar nicht verboten ist, in den Aufsichtsrat eines Unternehmens einzuziehen. Es kommt nur kaum eine hinein. Natürlich weil die Männer sie nicht lassen. Oh-Oh! Männer-Schuld-Alarm! Lassen die Männer die Frauen vielleicht auch nicht zur Wahl gehen? Ja, klar, weil: Es sind ja Männer, die das Tagesprogramm von Kabel 1 und RTL 2 gestalten, was sicherlich viele unentschlossene Wählerinnen davon abhält, wählen zu gehen. “Och, nee, doofe Wahl, isch guck lieber Frauentausch und ess Erdbeerkäse!” Ja, Mahlzeit!

Und überhaupt: Was heißt denn diese Umfrage für die demnächst wohl anstehende Frauenquote in den Aufsichtsräten? Kommen die Damen dann auch einfach nicht mehr in die Aufsichtsratssitzung, wenn sie keine Lust mehr haben? Weil es ja einfach nur fair und auch ein bisschen schick ist, irgendwie mitmachen zu dürfen – aber doch auch ziemlich dröge und anstrengend? So, all die Zahlen und die dickmachenden Sandwich-Häppchen? Auweia! Da sehe ich schwere Zeiten auf uns zukommen. Ich weiß, dass das schwer möglich ist – aber ich wäre jedenfalls dafür, die quotierten Aufsichtsrätinnen nur aus den 39 Prozent Frauen zu rekrutieren, die zur Bundestagswahl gehen.

Quote adé? Frauen wollen angeblich nur 36 Minuten am Tag arbeiten

Die wohl raffinierteste, perfideste, in ihrer Abgründigkeit schon beeindruckende Waffe gegen die Frauenquote kommt aus den USA und wird gerade an einer Leine durch den deutschen Medienpark geführt. Es ist ein “Modell” des perfekt verbrachten Tages – für Frauen, wohlgemerkt. Darin ist – auf der Grundlage von Befragungen mit über 900 Frauen – minutengenau aufgeführt, wie viel Zeit die Frauen idealerweise für welche Tätigkeit aufwenden möchten: 106 Minuten Liebesbeziehung, 82 Minuten fürs Treffen mit Freunden, 78 Minuten entspannen, 75 Minuten essen, 68 Minuten Sport, 57 Minuten telefonieren, 56 Minuten Shopping, 55 Minuten fernsehen und 46 Minuten Mittagsschlaf. Das Gift dieser Waffe entfaltet sich auf dem vorletzten Platz. Dort steht: 36 Minuten Job.

Ich sage nicht, dass Männer gern 12 Stunden am Tag arbeiten. Wobei ich schon ziemlich gerne hier sitze, und das auch gerne ein Vielfaches von 36 Minuten. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es auch Männer gibt, die lieber shoppen und telefonieren als zu arbeiten – wobei Männer daraus vielleicht gleich wieder einen Job machen und sich dann “Trader” nennen.

Aber das ist nicht das Böse an dieser Studie. Das Böse ist, dass sie nur in Bezug auf Frauen erstellt wurde. Und dass hängen bleibt: Frauen wollen am Tag nur 36 Minuten arbeiten. Noch perfider ist es, dass die Hausarbeit in diesem Modell sogar mehr Zeit einnimmt als die Erwerbsarbeit, nämlich 47 Minuten. Das liest sich wie: Putzen ist geiler als Karriere machen. Dass dies vielleicht den langweiligen und unbefriedigenden Jobs der befragten Frauen geschuldet ist – geschenkt. Am Ende bleibt hängen: In 36 Minuten am Tag lässt sich nicht viel reißen – und schon gar kein Aufsichtsratsposten wuppen. Insofern empfehle ich allen Kolleginnen, die diese Studie gerade weiter verbreiten: Obacht! No study’s perfect!

Die Wirtschaftskrise ist Männerwerk? Von wegen – auch Frauen lieben das Risiko!

In unserer Reihe “Berühmte Sprüche zur Frauenquote” widmen wir uns heute dem Satz:

“Die Wirtschaftskrise ist von Männern gemacht – mit Frauen an der Spitze wäre das nicht passiert.”

Haben Sie doch bestimmt schon einmal gehört, oder? Ist in etwa die gleiche Liga wie: “Frauen können besser führen.”

Nun kommt allerdings eine aktuelle Studie der Deutschen Bundesbank zu einem komplett anderen Ergebnis: Ein Ansteigen des Frauenanteils in Bankenvorständen habe zur Folge, „dass das Geschäftsmodell riskanter wird“. Sprich: Je mehr Frauen, desto riskanter die Entscheidungen.

Upps.

Das müssen die Ladies wohl jetzt erst einmal sacken lassen.

Aber ich weiß schon, welches Argument dann als nächstes kommt: Die Männer sind trotzdem schuld. Denn Frauen müssen sich ja in allem immer doppelt so sehr anstrengen, um sich gegenüber Männern zu behaupten. Und darum müssen sie natürlich auch mehr riskieren als die Männer…

Wie auch immer. Ich denke jedenfalls, dieses Ergebnis zeigt vor allem eines: Mit Pauschalisierungen ist keinem geholfen. Und keiner.

Dämpfer für Frau von der Leyen: Überhastete Einführung der Frauenquote schadet Unternehmen

Wie hieß es noch am Weltfrauentag? Frauen machen Unternehmen erfolgreicher? Das stimmt – nur bedingt.

Die überhastete Einführung einer Frauenquote schadet den entsprechenden Unternehmen. Das hat jetzt eine Studie der University of Michigan gezeigt.

Die Einführung der staatlichen Management-Quote in Norwegen binnen weniger Jahre habe zwar der Gleichstellung genutzt – dem Wert und der Performance der Unternehmen aber geschadet, so die Forscher. Und warum? Weil es nur wenige Frauen gab, die für solch verantwortungsvolle Posten qualifiziert waren – und darum junge, unerfahrene Frauen  in die Positionen gehievt wurden.

Der Grund dafür ist natürlich, dass viele dieser Unternehmen jahrelang zu wenig darauf geachtet hatten, genügend Frauen einzustellen und entsprechend auszubilden. Insofern könnte man sagen: Selbst schuld. Hättet ihr mal. Aber hat das brachiale Vorgehen den betroffenen Managerinnen genützt? Wäre ich eine dieser Frauen, würde ich mich bedanken, wenn ich plötzlich im Lichte der Öffentlichkeit die Buhfrau abgeben müsste für eine gescheiterte Quoten-Einführung. Man denke an die hoch geflogene und schnell geschasste Telekom-Managerin Anastassia Lauterbach. Insofern sage ich: Eile mit Weile.

Die Jahrtausende lange Unterdrückung der Frau war großes Unrecht. Aber es ist auch eine schlechte Idee, diese Jahrtausende jetzt auf Biegen und Brechen in knapp 100 Jahren aufholen zu wollen (1919 konnten deutsche Frauen erstmals auf nationaler Ebene wählen). Ich will ja auch, dass mehr Frauen in Aufsichtsräte und Vorstände einziehen. Aber lasst die armen Frauen doch erst einmal zu Ende studieren! Und ein paar Berufserfahrungen sammeln.

Es wäre doch in Anbetracht der Geschichte auch noch ziemlich schnell, wenn die Quote bis 2030 oder 2040 erreicht wäre, mit solider Vorbereitung. Dann sind zwar ein paar der Frauen, die jetzt am lautesten nach der Quote schreien, schon in Rente – aber vielleicht ist das ja auch ganz okay so.

Die Wahrheit ist: Weltfrauentag war gestern

Upps, da habe ich doch glatt wieder den Weltfrauentag verschlafen. Oder auch “Frauenwelttag”, wie sich eine Kollegin von mir einmal so schön verplapperte.

Das mit dem Verschlafen war aber glaube ich nicht so schlimm. Um das Thema haben sich ja einige andere gekümmert: ”Frauen erobern nur langsam die Führungsetagen deutscher Unternehmen.“ ”Frauen machen Unternehmen erfolgreicher.“Bundestag streitet um Frauenquote.”

Was soll ich dazu noch sagen? Ich freue mich auf die Quote. Wird sicher spannend, wer da so in die Aufsichtsräte kommt. Besonders in bei Frauen so beliebten Bereichen wie Kohlebergbau, Baumaschinenproduktion oder Atomenergie. Ganz viele starke Frauen werden das sein, die dann später allesamt in anrührenden Filmbiographien von Veronika Ferres verknödelt…, äh: verkörpert werden. Womit diese sich dann ganz automatisch auch für einen Aufsichtsratsposten qualifiziert. Oder für mehrere.

Egal. Solange wie es keine Frauenquote bei Jens Health gibt, sehe ich dem gelassen entgegen.

AC/DC schlägt Lady Gaga: Männer singen Frauen an die Wand

Wer kann besser singen – Männer oder Frauen?

Egal. Die entscheidende Frage lautet doch: Wer kann erfolgreicher singen?

Und da zeigt eine kanadische Untersuchung gerade, dass Männer klar die erfolgreicheren Sänger sind: In der Zeit von 1997 bis 2007 waren 54 Prozent der Top-100-Hits in den US-Billboard-Charts von männlichen Künstlern, nur 41 Prozent von weiblichen. An 100 fehlende Angaben: Abba und Roxette. Bei den Radio-Hits dominierten die Männer sogar mit knapp 62 Prozent.

Aber, liebe Lady-Gaga-Hasser und Rihanna-Verdammer: Freuen Sie sich nicht zu früh. Was glauben Sie, was demnächst mit dieser Studie passiert? Genau. Sie wird als Beweis dafür angeführt werden, dass auch im Radio eine Frauenquote dringend nötig ist. Und nicht nur da. Auch in den Charts müssen dann demnächst zwingend mindestens 40 Prozent Frauen vertreten sein. Und nicht nur da. Auch rein männliche Bands darf es dann nicht mehr geben. (Schluck.) Bei Coldplay mag das ja noch funktionieren.

Aber: Eine Frauenquote bei AC/DC?

Oje.

Alle beruflich erfolgreichen Männer sind Schwerstkriminelle!

Glauben Sie nicht? Kurzer Test:

a) Sind Sie ein Mann?

b) Sind Sie Angestellter eines Unternehmens?

c) Verzichten Sie öfter mal auf Urlaub?

d) Arbeiten Sie schon länger in diesem Unternehmen?

e) Gehören Sie gar zur Führungsriege des Unternehmens?

Fünf Mal “ja”?

Dann sind Sie hiermit festgenommen. Sie haben das Recht, sich einen Anwalt zu nehmen, Sie haben das Recht zu schweigen, alles was Sie von jetzt an sagen, kann vor Gericht gegen Sie verwendet werden. Abführen.

Warum? Nun, Sie entsprechen dem Profil eines typischen Wirtschaftskriminellen: Der ist laut einer KPMG-Untersuchung männlich, 35 bis 45 Jahre alt, seit etwa 10 Jahren im Betrieb und bekleidet eine Führungsposition. Meistens greift er innerhalb des eigenen Unternehmens tüchtig etwas ab. Verdächtig machen sich solche Täter zum Beispiel, indem sie länger keinen Urlaub nehmen – sie könnten ja während ihrer Abwesenheit auffliegen.

Tja, so entsteht ein Generalverdacht.

Eine News-Seite wählt für diese Geschichte auch gleich die Überschrift: “Männer haben kriminelle Energie”. Warum um den Brei herumreden? Noch schöner finde ich aber die Zeile: “Führungskräfte laut Studie häufig kriminell” – eine komplette Umkehrung des Meldungsinhaltes. Da musste ich mich ja richtig anstrengen, um eine noch reißerischere Headline zu finden. ;-)

Nichts gegen so eine Untersuchung – aber einige der Erkenntnisse finde ich reichlich banal. Es ist doch logisch, dass ein Manager besseren Zugriff auf Finanzmittel hat als ein kleiner Angestellter – und aufgrund seiner Position auch besser manipulieren kann. Es ist weiterhin klar, dass ein leitender Angestellter in einem Unternehmen nicht 22 ist, sondern eher 42. Ebenso wenig überrascht mich die lange Betriebszugehörigkeit. Nur wer lange dabei ist, kennt alle Prozesse, weiß wo sich etwas abzweigen lässt – und ist vielleicht frustriert genug, um den Schritt dann auch zu wagen. Und dass es meist Männer sind, die solche Positionen bekleiden, ist auch allen bekannt. Aber das soll sich ja demnächst ändern…

Ha! Ich hab’s! Das ist eine heimliche Kampagne von Frau von der Leyen für die Frauenquote! Nach dem Motto: “Wir brauchen die Quote, damit es nicht mehr so viele kriminelle Typen ins Management schaffen.” Aha. Meine Frage: Gibt es dann tatsächlich weniger Kriminelle im Management? Oder sind dann einfach mehr Kriminelle Frauen? Macht korrumpiert.

Na, egal. Jedenfalls sollte Sie das alles nicht davon abhalten, Karriere zu machen. Oder Urlaub. ;-)