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Tag: Liebe

Online-Dating führt nicht zu mehr glücklichen Beziehungen, sondern nur zu mehr Beziehungen

Die Online-Suche nach der Traumfrau oder dem Traummann gilt als Revolution der Partnerwahl. Sie besticht durch den scheinbar direkten Zugriff, aber ohne den 60er-Jahre-Muff von Heiratsvermittlungen und Kontaktanzeigen, dafür mit mehr Auswahl – und angeblich genauer Passung dank ausgefeilter Algorithmen. Warum eine Frau im Café ansprechen und eine Abfuhr riskieren, wenn man bei neu-eliteparship.de gleich alle ihre Interessen und Neigungen durchsuchen kann? Die Schnüffelei geht ja sogar so weit, dass sich Leute, die sich “analog” im Café kennen gelernt haben, erstmal gegenseitig googeln. Und die Kellnerin aus dem Café gleich mit.

Nun zeigt eine Studie, dass eben diese Such-Optimierung die Liebe killt. Weil sie oft halbgare Beziehungen produziert. Eine Untersuchung der Michigan State University hat offengelegt, dass Beziehungen, die aus Online-Dating hervorgegangen sind, signifikant häufiger in Trennung enden als Nicht-Online-Partnerschaften – und das sogar, wenn es zur Hochzeit kam. Die Forscher vermuten dahinter 3 Gründe: Durch Online-Dating ist es so viel einfacher, neue Partner zu finden, dass die Menschen sich nie zu 100 Prozent auf einen Partner einlassen – es gibt ja immer noch ein Back-up. Alle schnüffeln immer weiter. Ein weiterer Grund ist die schiere Masse an möglichen Partnern, die den Online-Datern suggeriert wird. Die macht es schwerer, sich auf eine(n) festzulegen. Außerdem investieren Analog-Paare mehr Zeit in den Aufbau von Nähe und Vertrautheit. Es macht eben doch einen Unterschied, ob eine Frau in ihrem Profil schreibt, dass ihre Hobbys Reiten, Schwimmen, Lesen sind – oder ob sie mit Begeisterung von ihrer geheimen Leidenschaft erzählt.

Ich war schon immer etwas skeptisch, was die Digitalisierung des Liebeslebens angeht. Ich würde mir ja auch von einem Roboter nichts kochen lassen. Er mag die perfekten Geschmackssensoren haben, alle Informationen für ein perfektes Essen können in seinen Speicherzellen stecken – aber diese brutzelnde Blechbüchse kann doch niemals meinen Geschmack kennen! Natürlich können Sie im Netz nach Ihrer Prinzessin zu suchen. Aber ich empfehle ein Vorgehen in zwei Phasen: Erst treffen Sie sich mit 10 Kandidatinnen, die in Frage kommen, jeweils einmal. Dann 10 Mal mit der einen von diesen 10, mit der Sie sich am besten verstanden haben. Bei keinem dieser 10 Dates darf irgendetwas laufen außer vielleicht einem Kuss – und während dieser Zeit dürfen Sie kein einziges Mal in Ihrem Konto nach anderen Kandidatinnen schauen. Keine Ahnung, ob Sie so die wahre Liebe finden – aber Sie kommen dem wahren Leben wieder auf die Spur.

 

Die Männer ziehen für den Job um, die Frauen ziehen sich was Nettes an und dann beim Mann ein

Männer ziehen eher für einen Job um, Frauen für die Liebe. Sagt zumindest eine neue Umfrage. Klingt nach dem klassischen Rollenmuster. Der Mann zieht los, auf die Jagd – nur dass er heute nicht mehr Mammuts jagt, sondern Geld. Davon kauft er dann Mammutsteak, tiefgefroren. Auf seiner Jagd ist dem Mann kein Hindernis zu schwer, kein Aufwand zu groß, kein Weg zu weit. Wenn es sein muss, zieht er für die Jagd in eine andere Höhle um. Die Frau geht erst einmal nicht auf die Jagd. Sie studiert Germanistik und Kulturwissenschaften und schaut den Männern lächelnd beim Jagen zu. Wenn ihr einer gefällt, legt sie Kriegsbemalung an und erlegt ihn. Dann zieht sie zu ihm in die Höhle und fragt: “Ach, du bist gar nicht von hier?”

Aber vielleicht steckt gar nicht dieses steinzeitliche Modell dahinter. Man weiß ja, dass auch Frauen wegen ihrer Jobs kreuz und quer durch Deutschland ziehen. Vielleicht geht es gar nicht um die Prioritätensetzung zwischen Geld oder Liebe. Womöglich liegt es daran, dass allgemein beim Zusammenziehen von Paaren eher die Frau zum Mann zieht, das ist ja auch “wegen der Liebe umziehen”. Nicht nur weil Männer in der Beziehung meist die älteren sind, vielleicht früher Geld verdienen, darum auch eher eine eigene Wohnung haben. Nein, bei der Frage “Ziehen wir zu mir oder zu dir?” geht es noch um etwas ganz anderes. Ein Mann hat grundsätzlich viel mehr Probleme damit, in die zimmerbepflanzte, vorhangverseuchte, kissenbezogene, durchdekorierte Wohnung einer Frau einzuziehen und dort sein Lager aufzuschlagen, als umgekehrt. Da lädt er lieber die Frau stolz in seine Höhle ein. Die Frau hingegen nimmt gern die Einladung des Mannes an, sie kennt da keine Angst und keine Skrupel. Zimmerpflanzen, Vorhänge und Kissen kann sie ja einfach mitnehmen. Mit noch einem Sideboard hier und einem Kaffeetischchen da wird schwuppdiwupp! aus der Höhle des Mannes die Wohnung der Frau. Statt Mammutsteak gibt’s nun Tofu-Burger. Das taucht in der Statistik natürlich so nicht auf.

Ist aber auch alles kein Problem. Einen Punkt müssen Sie natürlich vor ihrem Einzug unbedingt klären: Sie müssen die Frau unbedingt fragen, ob sie nun wegen der Liebe zu Ihnen zieht – oder wegen Ihres gut bezahlten Jobs.

Zu frühe Liebe kann nicht nur Ihr Herz brechen lassen, sondern auch Ihre Knochen

Wenn Sie zu jung heiraten, besteht die Gefahr, dass die Frau Ihnen nicht nur das Herz bricht, sondern auch Ihre Knochen brüchig werden lässt, wie eine große Vergleichsstudie jetzt gezeigt hat. Männer, die erst nach dem 25. Geburtstag zum ersten Mal heiraten, haben demnach wesentlich stabilere Wirbelknochen als solche, die früher einer Frau das Ja-Wort gaben. Bei Männern, die früher heirateten oder eine lange Partnerschaft eingingen, stellten die Forscher sogar fest, dass die Knochenstabilität mit jedem Jahr, dass sie vor ihrem 25. Geburtstag geheiratet hatten, abnahm.

Ich weiß, was Sie jetzt für Assoziationen haben: “Die Frau saugt ihn aus bis aufs Mark!” Oder: “Die Liebe schlägt ihm auf die Knochen.” Tatsächlich vermuten die Forscher, dass die Verschlechterung in der Knochendichte etwas mit dem Stress zu tun hat, den ein junger Mann oder gar Familienvater hat. Was mich wundert: Angeblich soll die Liebe doch so gesund sein? Und angeblich soll Familie doch glücklich machen? Und angeblich ist es doch besser, früh mit der Familie loszulegen, wenn man noch jung und belastbar ist? Diese Studie zeigt, dass an all diesen Punkten etwas faul sein könnte.

Viel wichtiger ist jedoch wie immer eine andere Frage: Was wollen Ihnen die Forscher konkret damit sagen? Vielleicht: “Liebe Männer, bitte bindet euch nicht zu früh, vögelt lieber unverbindlich in der Gegend rum, bis ihr 25 seid!” Stellen Sie sich doch mal einen Mann vor, der mit Anfang 20 seine absolute Traumfrau trifft. Die sagt zu ihm: “Ich will mit dir zusammen sein, jetzt sofort und für immer. Ich will mit dir wahnsinnig tollen Sex haben, dich heiraten und deine Kinder kriegen.” Was soll er da antworten? “Öh, das ist voll nett von dir und so, aber das ist schlecht für meine Knochen. Könntest du zu meinem 25. Geburtstag nochmal vorbeischauen? Du bist herzlich eingeladen!” Nee, oder? Sie sehen: Die Forschung geht oft an den Bedürfnissen des Lebens vorbei. Ich sage: Vergessen Sie’s. Wenn Ihnen von der Liebe die Knochen knacken, kann es Ihnen so schlecht nicht gehen.

Männer suchen im Internet immer nur das eine, Frauen das andere, aber letztlich beide das gleiche

Frauen suchen im Internet die Liebe, Männer suchen nach Sex. Das ist das Ergebnis einer Studie der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Sie fragen sich: Wo ist da jetzt der Unterschied? Ganz unberechtigt ist Ihre Verwunderung nicht, aber ich erkläre es Ihnen. Gemeint ist, dass Frauen sich eher in Partner-Portalen und Single-Börsen tummeln, während Männer verstärkt so genannte “Casual Dating”-Angebote anschauen, also Seiten für schnellen unverbindlichen Sex. Ob sie diese auch konkret nutzen, sagt die Studie allerdings nicht. Single-Börsen besuchen 35 Prozent der Männer und 51 Prozent der Frauen. 41 Prozent der Männer schaut sich hingegen beim Casual Dating um, das tun nur 15 Prozent der Frauen.

Das bedeutet zum einen, dass viele Frauen, durch deren heiße halbnackte Fotos Sie sich da auf der Seitensprung-Seite durchgeklickt haben, wahrscheinlich Fake-Profile sind. Vielleicht von dicken, haarigen Männern, oder von professionellen Frauen – oder von der Uni München. Das bedeutet aber auch: Es gibt einen beträchtlichen Anteil Frauen – immerhin fast jede Sechste – die solche Schnellschuss-Seiten aufsuchen. Ich frage mich: Warum heißt es trotzdem immer, dass alle Männer bloß nach Sex Ausschau halten – und Frauen seien da ganz anders? Wieso sind 41 von 100 Männern, die sich auf Casual-Dating-Seiten tummeln, notgeile Säcke – 15 von 100 Frauen, die das Gleiche tun, aber nicht? Es heißt immer, bei Männern wäre es nicht so schlimm, wenn sie viele wechselnde Sexualpartner haben, nur Frauen müssten da vorsichtig sein, wegen ihres guten Rufs. Meiner Meinung nach haben viele Frauen in Hinblick auf die Bett-Aktivitäten längst zu den Männern aufgeschlossen – nur in der öffentlichen Darstellung wird das gerne ausgeblendet. Und auf dem angeblichen Überinteresse der Männer an Sex wird immer weiter herumgehackt.

Ein Punkt fällt bei dieser Untersuchung komplett unter den Tisch: Wer sagt denn, dass Leute, die sich auf Partnerbörsen tummeln, nicht auch auf Sex aus sind? Oder ihn zumindest nicht ablehnen, wenn sich die Gelegenheit bietet? Wer glaubt denn, dass jeder Online-Dating-Kontakt sofort in eine Beziehung mündet? Ein zugegebenermaßen sehr gut aussehender Kumpel von mir hat eine Weile mit mehreren Profilen auf verschiedenen solcher Portale “geangelt”, wie er es nannte, und hatte jedes Wochenende eine andere Frau im Bett. Beziehungsweise die Frauen ihn. Er musste nicht einmal lügen, dass er sie heiraten wollte, war von Anfang an ehrlich und offen. Ein schönes Essen, ein romantischer Abend, eine heiße Nacht – aus und okay. Und was sagte er, warum er kein “Casual Dating” praktiziert? “Das ist mir viel zu oberflächlich, Alter. Da geht es doch immer nur um Sex.” Hat der die Frauen verstanden? Keine Ahnung. Jedenfalls holt er sie da ab, wo sie stehen.

Frauen kaufen teure Designer-Handtaschen, Männer glotzen anderen Frauen hinterher, und das alles aus demselben Grund

Darf ich Ihnen eine Frage beantworten, die Sie sich schon lange stellen? Die Frage lautet: Warum geben Frauen immer wieder irrsinnig viel Geld für Handtaschen aus? Sie habe sicherlich gedacht, das hätte mit dem allgemeinen Shopping-Wahn, weiblicher Konsumsucht oder modischen Verliebtheiten zu tun. Falsch. Aber Verliebtheit ist ein gutes Stichwort. Ich will ihnen also verraten, warum.
Sitzen Sie? Angeschnallt? Okay. Los.

Forscher der Carlson School of Management an der University of Minnesota (USA) wollen in einer Studie herausgefunden haben, dass Frauen mit teuren Designer-Produkten – unter anderem Handtaschen – anderen Frauen zeigen, dass sie in einer glücklichen Beziehung stecken. Sie signalisieren damit den anderen Frauen: “Lass die Finger von meinem Kerl!” Ach, wie süß. Verstehen Sie, was diese Studie sagt? Sie sagt, dass Frauen aus Liebe zu ihren Männern sündhaft teure Handtaschen kaufen. Ich muss gerade mal kurz hyperventilieren, Moment…

So, jetzt. WORAN SOLLEN WIR DENN NOCH ALLES SCHULD SEIN?! Im letzten Jahr der Klimawandel, im vorletzten Monat die Menopause, und jetzt die Handtaschen? Und morgen dann vielleicht Zellulite? Ich glaube, es hackt! Was müssen wir uns demnächst anhören? “Ich habe diese 999-Euro-Gucci-Tasche doch nur gekauft, weil ich dich liebe.”  Ja, es schmerzt – aber sie tun das doch nur aus Liebe zu uns! Ja, klar. Diesen Satz haben wir doch in anderen Zusammenhängen schon gehört, oder? Und selbst wenn: Nicht alles, was aus Liebe getan wird, ist auch liebevoll und gut. Im übrigen verstehe ich nicht, warum und wie eine Handtasche signalisieren soll, dass eine Frau mit einem Mann zusammen und zufrieden ist. Ist das so eine Art Zeichensprache? Wofür steht dann ein Rucksack? Oder ein Koffer?

Ist ja auch egal. Männer, wir haben jetzt zwei Möglichkeiten:
1. Wir vernichten diese Studie, tilgen ihre Ergebnisse aus dem Netz und brennen die Carlson School of Management nieder, damit niemals eine Frau von dieser Ungeheuerlichkeit erfährt. Aber ich glaube, dafür ist es bereits zu spät.
2. Wir erzählen allen Frauen aggressiv von dieser Studie – fügen aber jedes Mal laut und überdeutlich hinzu, dass dieselben Forscher auch herausgefunden haben, dass Männer NUR AUS LIEBE ZU IHREN FRAUEN zu viel Alkohol trinken, zu schnell Auto fahren, dauernd Fußball gucken, anderen Frauen hinterhergaffen, zu viel Geld und Zeit in technische Geräte investieren, sich zu wenig um den Haushalt kümmern und ihre schmutzigen Socken herumliegen lassen. Habe ich irgendwas vergessen?

Frauen schauen bei Männern aufs Geld, Männer schauen bei Frauen lieber woanders hin

Frauen wollen nur ihr Geld. Sage nicht ich, sagt eine Umfrage, die im Auftrag einer Bank erstellt wurde. Hier, lesen Sie selbst: 71 Prozent der befragten Männer sagten, dass Geld für sie bei der Partnersuche nicht wichtig ist, das gleiche sagten von sich aber nur 58 Prozent der Frauen. Allerdings wissen wir: Auch Banken wollen nur Ihr Geld. Also bitte mit Vorsicht genießen! Denn wahrscheinlich macht die Bank die Umfrage, damit Sie denken: Nee, bevor ich das Geld (m)einer Frau gebe, bringe ich es lieber auf die Bank – am besten gleich zu der Bank mit der Umfrage. Behalten Sie lieber Ihr Geld, lesen Sie erst einmal.

Denn trotz allem zeigt die Umfrage interessante Details.  Beispiele: Männer und Frauen halten sich jeweils für sparsamer als das andere Geschlecht. Allerdings sind die Frauen mit 41 Prozent weit mehr von sich als Sparstrumpf überzeugt als die Männer mit 27 Prozent. Klar, weil: Männer rennen ja viel öfter zum Shoppen in die City und bestellen viel mehr bei Zalando. Auch nett: Männer haben doch angeblich einen unromantischen Blick aufs Eheglück, ihnen wird nachgesagt  ”nur wegen der Steuer” zu heiraten. Von wegen: Beide Geschlechter schauen laut Umfrage beim Heiraten in gleichem Maße auf die Steuervergünstigungen (Männer zu 18, Frauen zu 15 Prozent). Einig sind sich die Geschlechter wenigstens darin, dass Männer in Finanzdingen risikobereiter sind als Frauen. Das sagten Männer wie Frauen zu je etwa 60 Prozent. Wer sich die Umfrageergebnisse genau anschaut, kann allerdings zu dem Schluss kommen, dass eines dieser Risiken für den Mann die Ehe ist. Denn: Nur 6 Prozent der Männer wünschen sich, dass ihre Frau mehr verdient als sie, das gleiche wünschen sich aber 18 Prozent der Frauen von ihren Männern. Der Mann soll also nach wie vor für fast ein Fünftel der Frauen der Hauptverdiener sein. Immer nur die Kohle im Kopf, ts, ts, ts.

Nun denn. Wie auch immer wir die Sache mit den Paaren und den Finanzen drehen, am Ende gilt wohl in Abwandlung ein altes Sprichwort: Beim Geld hört die Liebe auf – und die Ehe fängt an.

Die Liebe geht nicht immer durch den Magen, aber manchmal über Ihren Teller

Eine Online-Partnerbörse hat gerade mal wieder die schlimmsten Nerv-Faktoren in Beziehungen abgefragt. Die häufigste Antwort bei den Männern war “die Frau”, bei den Frauen “der Mann”. Nein, ernsthaft: Neben den üblichen Verdächtigen – sie redet zu viel, er hört nicht zu, er räumt nicht auf, sie shoppt sich kaputt – ist mir besonders eine Zahl ins Auge gefallen:

26 Prozent der Männer teilen mit ihrer Liebsten das Essen, auch wenn sie vorher behauptet hat, keinen Hunger zu haben.

Soso. Wie doof ist das denn? Seit wann helfen Pickel gegen Mitesser? Der Grund, warum Frauen erst nichts bestellen und dann beim Mann mitfuttern, ist doch nicht etwa Sparsamkeit. Nein, es geht um etwas ganz anderes. So können sie nämlich behaupten, sie wären ganz vernünftig gewesen und hätten ihre Figur geschont, weil: Sie haben ja nichts bestellt. Dann aasen sie wie Mähdrescher über Ihren Teller – und am Ende sind Sie der hungrige Dumme. Diese weiblichste Form des Selbstbetrugs sollten Sie nicht auch noch unterstützen!

Obwohl… Vergessen Sie’s. Lassen Sie sie mitessen. Darin stecken tatsächlich mehr Chancen, als ich zunächst dachte. Mal abgesehen davon, wie nett und lieb das von Ihnen ist, erhöht es sicherlich auch Ihre Chancen auf Sex. Denn wenn sie sich mit Ihnen Ihr Essen teilt, obwohl sie vorher behauptet hat, keinen Hunger zu haben – dann teilt sie vielleicht auch hinterher mit Ihnen Ihr Bett, obwohl sie vorher behauptet hat, keine Lust auf Sex zu haben. ;-)

2013 ist kein gutes Jahr zum Verlieben – also greifen Sie lieber 2012 noch zu!

Sind Sie auf der Suche? Nach der großen Liebe? Dann aber schnell!

Einer Umfrage zufolge wollen sich 51 Prozent aller Singles im Jahr 2013 neu verlieben. Das ist, mit Verlaub, nicht gerade viel. Es ist eher überraschend wenig. Im allgemeinen stellt man sich unter einem Single ja eher jemand Geiferndes, Sabberndes vor – äh, ich meine natürlich: Jemand Suchendes, Sehnendes. Und nun interessiert sich gerade einmal die Hälfte der Alleinstehenden für die Liebe. Kann das sein? Haben die nur trauernde Witwen befragt?

Nein, ich glaube eher, es hat etwas mit dem Veranstalter der Umfrage zu tun: Das war nämlich so ein Online-Dating-Portal. Bei den 49 Prozent, die sich für 2013 nicht die große Liebe wünschen, waren sicherlich einige dabei, die gedacht haben: “Nää, wenn ich da jetzt sage, ich will mich 2013 verlieben, ballern die mich gleich wieder mit Werbemails zu und schicken mir die Zombies von ihrer Resterampe. Nee, nee. Lieber nicht.”

Vielleicht hat es auch mit der Zahl zu tun: 2013 klingt für manche Abergläubische sicherlich per se nicht nach Glückszahl, auch nicht für die Liebe. Aber ein ganzes Jahr ohne Liebe? Na, da fällt manchem sicherlich so etwas ein wie “Liebe unter Vorbehalt”. Und erst 2014 wird es dann offiziell. Überhaupt haben die kommenden Jahre liebestechnisch einen großen Nachteil: Keine schönen Datumszahlen für die Hochzeit. Der 20. 12. 2012 ist der letzte coole Termin. Obwohl… So manche(r) plant vielleicht schon für den 20. 13. 2013 eine Riesensause. Aber hält uns ein uncooles Datum schon vom Verlieben ab?

Egal. Unterm Strich heißt das alles: Wenn Sie eine Frau suchen, haben Sie jetzt die besten Chancen. Bessere als 2013 jedenfalls. Immerhin wollten sich Anfang des Jahres 2012 noch 78 Prozent der deutschen Singles verlieben. Die sind bestimmt noch nicht alle weg. Da ist noch einiges an guter Qualität auf der Resterampe. Also: Noch 12 Tage bis Jahresende. Viel Glück!

Braucht die Liebe ein Diplom? Ein Flirt ist doch kein Vorstellungsgespräch!

Fragen Sie eine Frau beim ersten Date sofort nach ihren Schul- und Universitätsabschlüssen? Und legen Sie brav alle Zeugnisse vor, wenn sie diese Frage an Sie richtet? Nein, natürlich nicht, denn ein Flirt ist kein Vorstellungsgespräch, und die Liebe braucht keine Zeugnisse.

Die Ausbildung spielt allerdings – zumindest statistisch gesehen – immer schon eine Rolle bei der Auswahl des richtigen Partners. Frauen heiraten traditionell eher nach oben, also Männer, die besser ausgebildet sind. In Zeiten, da Frauen mehr Universitätsabschlüsse machen als Männer, wird das natürlich schwierig. Bleiben die ganzen Diplomandinnen und Doktorinnen nun Singles? Werden sie alle lesbisch? Mitnichten, wie eine internationale Studie der Autonomen Universität Barcelona, jetzt zeigte: Die Menschen passen sich den veränderten Verhältnissen an, und Frauen heiraten ausbildungstechnisch auch öfter mal nach unten. Oh, Wunder, wie gnädig.

Das Ergebnis legt vor allem eines nahe: Ein Universitätsabschluss macht nicht klüger, er lässt einen nur klüger aussehen. Auch die meisten Männer haben ja früher nicht gezielt nach dummen Frauen gesucht, die wären in ihrer Ehe ja verrückt geworden. Es waren einfach weniger Frauen an der Uni, das war Alltag. Trotzdem waren die Frauen klug, nur eben nicht zertifiziert klug. Frauen wollten umgekehrt auch keine Männer, die klüger waren als sie, sondern solche, die gut genug ausgebildet waren, um mit einem entsprechend hochqualifizierten Job eine Familie zu ernähren. So waren die Zeiten. Heute können mehr Frauen selbst Karriere machen und Geld verdienen – da klappt’s bei der Frau Magister in der Liebe auch mal mit einem weniger gut ausgebildeten Mann, ohne dass sie sich Sorgen um ihre Zukunft machen muss.

Wir lernen also, was wir längst wussten: Eine Frau mit Uni-Diplom kann einen Klempner lieben. Der macht ihr dann ganz abschlussfrei den Abfluss frei. Und wer hier jetzt zuerst irgendwas mit “Rohren” und “verlegen” in den Kommentaren postet, hat verloren!

Hass aufs erste Date? “Speed Hating” ist Blödsinn

Neuerdings können sich Männer und Frauen zum “Speed Hating” treffen. Das ist Speed Dating mit einer Vorgabe: Beide reden über Dinge, die sie hassen – und entdecken so gemeinsame Abneigungen. So etwas schweißt zusammen. Der Feind meines Feindes ist mein Freund. Da trifft die Agrar-Lobby-Kritikerin auf den verkappten Öko, die Fußball-Hasserin auf den Triathleten ohne jedes Ballgefühl – und natürlich Philipp Rösler auf Claudia Roth, die beide die Piraten hassen.

Das ist so doof wie neu – und schnell wieder weg. Denn es fällt nicht schwer, in 5 Minuten Dinge zu finden, die beide verachten (Umweltverschmutzung, Terrorismus und Insektenstiche funktionieren im Zweifelsfalle immer). Schwierig ist es, die 20 oder 30 Jahre danach gesprächstechnisch zu gestalten.

Das Konzept birgt außerdem Gefahren. Was passiert, wenn ein Mann beim Hate-Date von seinem inbrünstigen Hass auf Borussia Dortmund anfängt – und die Frau Fan des BVB ist? Im übrigen lädt die Bezeichnung “Speed Hating” zu Missverständnissen ein. Stellen Sie sich vor, da setzt sich ein Mann zu einer Frau an den Tisch. Sie fragt: “Hallo. Und was kannst du nicht leiden?” Er: “Frauen. Ich hasse Frauen. Darum dachte ich, Speed Hating wäre genau das Richtige für mich, du blöde (pieeep)!” Na, danke. Und dann stelle ich jetzt noch ganz kitschig die Sinnfrage: Wo soll eine Liebe hinführen, die im Hass wurzelt? Nein, sorry. Keine Chance.

Übrigens: Wenn es nur darum geht, einen Reim auf “Dating” zu finden, schlage ich “Speed Rating” oder “Speed Mating” vor. Beides ist ehrlicher – wenn auch nicht unbedingt romantischer.