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Tag: Männer

Alarm: Die Signalfarbe der Lust lässt vor allem Frauen rot sehen

Frauen sind nicht eifersüchtig. Als Mann haben Sie alle Freiheiten, solange Sie sich an die Regeln halten. Die sind ganz einfach – nur sind es leider so viele. Also los: Natürlich dürfen Sie jederzeit mit anderen Frauen verkehren – solange es kein sexueller Verkehr ist oder werden könnte (und so lange es keine Ex-Frauen von Ihnen sind). Natürlich dürfen Sie sich unterhalten, mit wem Sie wollen  solange es sich dabei nicht um Frauen handelt, mit denen Sie mutmaßlich sexuell verkehren wollen. Das “mutmaßlich” bezieht sich dabei auf Mutmaßungen Ihrer Liebsten. Sie entscheidet, welche Frau Ihnen gefällt und welche nicht.

Genau hier kommt nun ein wichtiger Aspekt hinzu: Natürlich dürfen Sie sich mit jeder Frau unterhalten, mit der Sie mutmaßlich keinen sexuellen Verkehr haben wollen – es sei denn die Frau trägt ein rotes Kleid. Wie bitte? Ja, genau. Eine Studie, die soeben im Fachblatt “Personality and Social Psychology Bulletin” erschienen ist, belegt, dass Frauen auf andere Frauen eher eifersüchtig reagieren, wenn diese in Rot gekleidet sind. Rot ist die Signalfarbe der Lust – also ist eine Frau in Rot für Ihre Frau per se eine mutmaßliche Sexualpartnerin. Frauen denken, dass Frauen in Rot nur Sex wollen, und das vor allem mit Ihnen.

Tja, was nun? Mal davon abgesehen, dass Sie bei einer Audienz bei der Bundeskanzlerin höllisch aufpassen müssen, dass diese nicht ihren berühmten roten Blazer trägt, sind Sie vor allem in Gefahr, wenn Sie sich bei A.T.U. mit einer süßen Mechanikerin im roten Overall unterhalten. Reisen wird schwierig, denn Flüge mit Germanwings können Sie sich natürlich abschminken – deren Stewardessen tragen alle rot. Ach ja, ganz wichtig: Wenn Sie beim Schäkern mit der Stewardess oder der Mechanikerin von Ihrer Liebsten erwischt wurden und danach wegen der Platzwunde einen Rettungswagen brauchen: Vorsicht! Sie müssen es natürlich strikt ablehnen, sich von einer Sanitäterin in der typischen roten Jacke retten zu lassen. Dann schon eher weiterbluten, bis Sie komplett Rot tragen. Was tun wir nicht alles für die Liebe.

Frauen stecken Männer immer noch regelmäßig in die Tasche, aber oft nur in die Labertasche

Reden Frauen mehr als Männer? Quatscht Ihnen Ihre Liebste auch manchmal einen Riss ins Trommelfell? Ja? Beides ja? Vorsicht! Auch wenn beide Fragen dieselbe Antwort erhalten, haben sie vielleicht nichts miteinander zu tun. Wissenschaftler haben nun festgestellt, dass Frauen zwar tatsächlich gerne mehr reden als Männer – aber nur in ganz bestimmten sozialen Situationen.

In kleinen Arbeitsgruppen etwa geben sich Frauen sehr kooperativ und kommunikativ, also gesprächig, und übertrafen in ihrem Verbal-Ausstoß die Männer. In größeren Teams ab 5 Personen übernahmen allerdings die Männer die Gesprächs-Oberhand. In sehr großen Gruppen wiederum, also etwa beim Essen in einer riesigen Mensa, gab es in den Gesprächen kein Geschlecht, dessen Redeanteil deutlich den des anderen überwog.

Das heißt? Nun, zum einen, dass das Klischee von der viel quasselnden Frau nur bedingt der Realität entspricht.  Nur wenn eine Frau sich in einer Situation sicher und akzeptiert fühlt (also etwa: mit Ihnen), steigt bei ihr das Wortmengen-Volumen. Das erklärt einiges, was? Zum anderen heißt es, dass Sie mit Ihrer Liebsten dringend in einem großen, gerammelt vollen Lokal etwas essen gehen sollten, wenn sie Ihnen mal wieder ein Ohr abkaut. Da wird sie dann ruhiger und Ihr Gesprächsanteil steigt dieser Studie zufolge automatisch an. Oder Sie gründen mit ihr und mindestens 5 anderen eine Arbeitsgruppe, Thema: “Was Männer sich gern stundenlang von Frauen ins Ohr plappern lassen würden – Sportanalysen und Dirty Talk für Einsteiger”.

Auswärts-Erfolg: Bei der WM 2014 soll jeder vierte Mann in fremden Betten einen Treffer gelandet haben

Sind Sie eigentlich auch Weltmeister? Also, ich ja schon – und außerdem wohl jeder andere Mann im Land. Zumindest offiziell. Allerdings stört eine Umfrage diese mannschaftliche Einheit. Neuesten Meldungen zufolge haben viele Deutsche die WM dazu genutzt, sich heimlich während der Spiele zum Fremdgehen zu verabreden. Da sagten 27 Prozent der Befragten, dass sie die WM-Spiele nutzten, um sich heimlich mit ihren Geliebten zu treffen, und zwar Männer und Frauen gleichermaßen. “Ich gucke das Spiel bei Paul an!” steht dann als Geheimcode für: “Ich spiele an Paula rum!”

Da könnten wir jetzt vortrefflich über die Doppeldeutigkeit einiger Fußball-Sprüche scherzen. Ich sage nur: “einen Treffer landen”, “nahm die Hand zur Hilfe”, “kommt über die Außen”, “das Ding endlich reinmachen”, oder “was für ein Hammer”, von irgendwelchen “Grätschen” oder gar “Schweinsteigern” ganz zu schweigen. Aber viel spannender ist für mich die Frage: Kann das stimmen? Selbst wenn wir davon ausgehen, dass es Bürger gibt, die nicht vom kollektiven Ballrausch erfasst wurden – können das so viele sein? Und können das so viele sein, dass der anzunehmende Anteil der Fremdgänger unter ihnen sich auf EIN VIERTEL DER GESAMTBEVÖLKERUNG beläuft? Wenn wie heute für die Fan-Meilen-Party eine halbe Million Menschen ihr Kommen ankündigt, kämen dann 125.000 in Wahrheit ganz woanders. Ich denke: nein. Unmöglich.

Bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass die Zahlen vom Betreiber eines Seitensprung-Portals lanciert wurden. Und der hat natürlich nur seine eigenen Webseiten-Besucher befragt. Was macht wohl der Besucher eines Seitensprung-Portals gern die meiste Zeit? Genau: Fremdgehen. Hört er damit auf, wenn er während der WM das Seitensprung-Portal besucht? Nein. Also: Humbug. Genau so gut hätte der Betreiber einer Kopfschmerz-Seite während der WM 2014 mal 1000 Besucher seiner Webseite fragen können, ob sie während der WM Kopfweh haben, um dann die Zeile rauszuhauen: “Über 90 Prozent der Deutschen verursacht die WM Kopfschmerzen.”

Ja, einige Frauen sind hypersexuell, aber bevor Sie “Hyper, Hyper!” brüllen, lesen Sie erst das hier!

Diese Studie klingt erst einmal nach einer guten Nachricht: Etwa 3 Prozent aller deutschen Frauen sind einer aktuellen Studie zufolge hypersexuell. Das heißt: Sie denken eigentlich permanent an Sex, beschäftigen sich mit Sex, nutzen Sex, um sich selbst bei Frust zu trösten, und lesen wahrscheinlich diesen Satz vor allem deshalb, weil nun schon zum vierten Mal das Wort Sex darin vorkommt. Anders gesagt: Diese Frauen ticken so wie viele Männer.

Wow, werden Sie denken, die verstehen mich! Und: 3 Prozent, das ist doch schon ordentlich. Das sind mehr als pro Jahr einen schönheitschirurgischen Eingriff vornehmen lassen (2,9 %), und deutlich mehr Frauen, als solche, die Online-Games daddeln (2,7 %). Es sind auch nur knapp weniger Frauen als im Jahr 2013 mehrmals in der Woche ein Fitness- bzw. Kraftstudio besuchten (3,2 %). Bei geschätzt zirka 6 Millionen ledigen Frauen im Alter von 20 bis 40 Jahren in Deutschland wären das etwa 180.000. Also: Eine ganze Menge. Jetzt fragen Sie mich zu Recht: Wo kann man diese Mädels treffen und sich mit ihnen austauschen? Wo sind die?

Nun, das ist die schlechte Nachricht: Die sind zuhause und wollen niemanden treffen. Die Forscher entdeckten in ihrer Studie nämlich außerdem, dass hypersexuelle Frauen entgegen früheren Annahmen nicht sexuell hyperaktiv im Sinne etwa von nymphomanischer Vielmännerei sind. Sie rennen nicht im Bikini auf der Suche nach Sexpartnern mit einem Lasso und einer Tube Gleitcreme durch die City. Sie agieren nicht offen aktiv und interpersonell, sondern passiv ihre Lust aus. Sprich: Sie sitzen eher allein zuhause und schauen Pornos im Internet, legen dabei öfter mal selbst Hand an. Tja, schade. Aber irgendwie bleibt es dabei: Diese Frauen ticken ein wenig wie Kerle, oder?

Frauen finden Männer-Betten mit ein paar Kerben dran wesentlich attraktiver als ganz ohne

Wenn Männer und Frauen sich kennenlernen, lügen Sie sich erst einmal gegenseitig an. Am meisten verbreitet ist – neben der Behauptung, nie wieder jemand anderes begehren zu können – die Lüge über vorangegangene Geliebte. Während Frauen die Zahl Ihrer Ex-Liebhaber nach unten korrigieren, um nicht ganz so wild zu erscheinen, übertreiben die Männer gerne mal bei der Anzahl an Kerben in ihrer Bettkante, damit sie als tolle Hengste dastehen. Und die Wissenschaft hat nun gezeigt, dass sie damit genau das Richtige tun.

Frauen bevorzugen nämlich bei der Partnerwahl Männer, die bereits vorher von anderen Frauen begehrt und geliebt worden sind. Die Forscher vermuten, dass die Frauen so unbewusst sicherstellen wollen, einen wahrhaft liebenswerten Partner zu bekommen – er wurde sozusagen bereits von anderen Frauen “getestet”. Dementsprechend fanden die Frauen in der Studie einen Mann ohne jegliche Vorerfahrung auch am wenigsten attraktiv.

Nun stellt sich ganz pragmatisch die Frage: Wie viele dürfen es denn sein? Nein, erzählen Sie nichts von den heißen Hundert, die Sie im Bett hatten, auch nichts vom Dirty Dozen. Halten Sie sich bei Ihren Geständnissen zurück, denn Masse sorgt auch hier nicht für Klasse! Die Wissenschaftler konnten ermitteln, dass eine Zahl von 1 bis 4 vorangegangenen Beziehungen einen Mann am attraktivsten für die meisten Frauen macht. Wer sich zuvor mit 5 oder mehr Frauen eingelassen hat, gilt schon wieder als weniger anziehend. Oh, was meinen Sie? Da hatten Sie viel mehr? Ohne zu lügen? Na, dann machen Sie es eben wie die Frauen: Korrigieren Sie nach unten. Wie Sie die Kerben aus der Bettkante bekommen, sagt Ihnen der Schreiner Ihres Vertrauens.

Der Mann der Zukunft trägt XXXL, die Frau der Zukunft spillerige Kinderjeans in Size Triple-Zero

Die Zukunft gehört fetten Männern und spindeldürren Frauen. Das könnte man meinen, wenn man sich zwei Nachrichten anschaut, die mich jüngst erreichten. 1. Nachricht: Beim Schöne-Leute-Ausstatter Abercrombie & Fitch gibt es jetzt Damen-Jeans in Größe 000. Das entspricht Größe XXXS, ist also etwa so eng wie die Größe von vorpubertären Mädchen, die schon erste Erfahrungen mit Null-Kalorien-Tagen und Salat-Exzessen gemacht haben. Der Name “Anorexie & Fitch” wäre also treffender. 2. Nachricht: Übergewichtige Männer bekommen einer Studie zufolge mehr Gehalt. Bei Frauen bedeutet mehr Gewicht eher weniger Geld.

Weil Frauen gern auf das Trenddiktat der Mode-Industrie hören und bei Männern immer sehr auf den Verdienst achten, setzt sich das Paar der Zukunft also aus einem dicken, reichen Mann und einer dürren Frau in Kinderjeans zusammen. Ist das die Welt, wie wir sie uns wünschen? Nee, sorry. Geht gar nicht. Wenn ich mir so einen Calli Calmund mit einer Triple-Zero-Jeans-Maus im Arm vorstelle, muss ich dann doch sehr an Prinzessin Leia und Jabba the Hutt denken. Wir alle wissen, wie die Geschichte endet. Also: Ich fordere ein Ende der Hungerspirale in der Modewelt!

Aber zum Glück ist ja Rettung in Sicht. Gegen die Makabercrombie-Hosen wütet schon der Protest – ich bin mit meinem Wunsch wohl nicht allein, dass in eine Frauen-Jeans ein anständiger Hintern gehört. Und die Studie mit den dicken Besserverdienern? Da werden in der Berichterstattung wohl die Zusammenhänge verdreht und Sachen weggelassen. Es klingt ja, als müssten Sie jetzt nur 30 Pfund zulegen – und schon sprudelt der Rubel. Aber das ist natürlich Quatsch. Sonst gäbe es ja auch keine dicken Geringverdiener. In der Studie wurde der BMI von Arbeitnehmern gemessen, und der war bei Männern höher, die in der Produktion arbeiten und da mehr Geld verdienten als dünnere Männer. Der höhere BMI könnte also auch bedeuten, dass die Männer mehr Muskelkraft hatten. Also: Niemand bekommt mehr Kohle, nur weil er eine Wampe hat.

Die Wissenschaft bestätigt: Wer flirten will, muss freundlich sein

Die Lust aufs Flirten könnte den Männern bald vergehen. Zuletzt haben Sie hier gelesen, dass Frauen von flirtenden Männern so genervt sind, dass jetzt sogar eine gefälschte Handy-Nummer eingerichtet wurde, um hartnäckige Verehrer abzuspeisen. Niederschmetternd. Es wäre wohl nur pragmatisch und letztlich konsequent, wenn Männer das Ansprechen von Frauen ganz bleiben ließen. Die Frau hat doch ohnehin das letzte Wort bei der Entscheidung, ob zwischen ihr und Ihnen etwas passiert. Warum also sollte sie dann nicht auch das erste Wort haben?

Aus einem ganz simplen Grund: Die meisten Frauen sprechen keine Männer an. Würden die Männer das Anbaggern komplett den Frauen überlassen, wäre die Menschheit binnen zwei Generationen ausgestorben. Oder der kollektive unerfüllte Kinderwunsch würde sich zu einem Schwarzen Loch verdichten, das unseren Planeten einfach verschlingt. Irgendwas in der Art. Zum Glück gibt es noch eine weitere Studie, die das Flirt-Dilemma auf den Kopf stellt. Denn laut dieser bemerken die meisten Frauen gar nicht, wenn Sie mit ihnen flirten. Das hat nun eine australische Untersuchung gezeigt: Nur 18 Prozent der befragten Frauen registrierten überhaupt, wenn ein Mann mit ihnen flirtete. Die meisten fanden ihn einfach bloß: freundlich.

Wenn also eine Frau gar nicht merkt, dass Sie mit ihr flirten, kann sie davon doch auch nicht genervt sein. (Es sei denn, Sie flirten sehr offenherzig und aggressiv – dann sind sie natürlich ein Fall für die Fake-Handy-Nummer.) Es geht darum, so zu flirten, dass es gar nicht auffällt – letztlich also ein nettes Gespräch zu führen. Kein Problem. Schließlich bedeutet das englische “to flirt” ja auch nicht “massivst angraben und mit Komplimenten beballern” sondern eher: auf verspielte Weise miteinander schäkern. Das kriegen Sie hin. Wenn Sie eine Frau schön und interessant finden, dann sagen Sie einfach “Hallo, ein toller Tag heute, oder?” und finden selbst heraus, ob sie von Ihnen genervt ist.

Wenn eine Frau nicht mit Ihnen flirten will, endet das Ganze mit einer falschen Nummer

Der flirtwillige Mann ist ein unwillkommenes Wesen. Vielleicht ist er auch unvollkommen, das weiß ich nicht, es spielt aber auch keine Rolle. Frauen – die Mehrheit von ihnen, besser gesagt: die gefühlte Mehrheit – wollen nicht, dass der Mann sie anflirtet. Um sich vor besonders zudringlichen Anflirtern zu schützen, haben findige Feministinnen nun eine Methode ersonnen, den Drängler loszuwerden: Eine falsche Handynummer. Diese Nummer können Frauen dem Manne geben – und wenn er dort anruft, wird er automatisch mit mahnenden Worten voller feministischer Weisheit torpediert.

Ich finde das grundsätzlich eine gute Idee. Auch ich bin kein Anhänger von penetranter Anbaggerei und finde, wer ein Nein nicht akzeptieren kann, verdient es nicht anders. Stalker sind sowieso das letzte. Allerdings würde ich den Frauen dazu raten, mehr als nur eine falsche Handy-Nummer in Umlauf zu bringen. Selbst wenn die Männer wirklich so dumm wären, wie viele Frauen denken, kämen sie wohl schnell dahinter, dass nicht zwei Frauen, bei denen sie nacheinander abgeblitzt sind, dieselbe Handynummer haben. Oder es spricht sich einfach rum. Jedenfalls erkennen die Jungs die Nummer bald als Fake. Wenn Männer wirklich so flirtgeil sind, wie viele Frauen denken, dann wären wahrscheinlich auch 1000 falsche Handynummern nicht genug – so viele Frauen quatscht doch der Durchschnitts-Typ binnen einer Woche an.

Besondere Würze bekommt diese Idee bei folgender Vorstellung: Ein Mann, der nicht ganz so doof ist, wie Frauen denken, erkennt die ihm von seiner Traumfrau ausgehändigte Nummer sofort als die Fake-Nummer. Weil er sie gerade schon von drei anderen Frauen bekommen hat. Oder weil er aus der Zeitung davon weiß. Dann wüsste der Mann sofort: Das ist eine Abfuhr. Dann hätte der Zettel mit der Nummer in etwa den Inhalt eines Zettels mit der Aufschrift: “Verpiss dich und lass mich in Ruhe, ein für alle Mal!” Genau diese Deutlichkeit wollen aber viele Frauen vermeiden oder trauen sie sich nicht zu, darum ja die Idee mit der falschen Nummer. Wenn die Nummer aber letztlich die gleiche Botschaft vermittelt wie die Ansage – wozu dann erst lügen? Es kann natürlich sein, dass doch gar nicht so viele Frauen von üblen Flirtflegeln angemacht werden – und dass die Initiatorinnen darum dachten, eine Nummer werde schon reichen. Na, egal. Jedenfalls von meiner Seite die deutliche Ansage: Wenn eine Frau nicht mit Ihnen flirten will, fragen Sie gar nicht erst nach ihrer Nummer. Das erspart ihr die Lüge und Ihnen die Zeit.

Rebellen mit Hühnerbrüsten sind immer noch besser als Hühner in Rebellenpose

In der Online-Ausgabe der Zeit regt sich eine Frau über Männer auf, die ihre durchtrainierten nackten Oberkörper in der Öffentlichkeit präsentieren. Der Text ist nicht gerade freundlich und betrifft viele unserer/meiner Leser direkt. Darum antworte ich ihr hier mit diesem offenen Brief.

Liebe Frau Janovsky,

es tut mir leid, dass Sie mit nackten männlichen Oberkörpern nichts anfangen können. Ich gebe Ihnen absolut Recht, dass Sie nicht gezwungen sein sollten, sie anzusehen. Leider machen Sie in Ihrem Text nicht klar, wer Sie dazu zwingt. Oder vielleicht verstecken Sie diese Aussage in einem der vielen Fremdwörter, die Sie verwenden. Whatever.
Ich will nun gar nicht zu sehr darauf eingehen, dass auch ich dankbar wäre, wenn so manche Frau der Bauchfrei-Saison so manche Bauch-weg-Session vorwegnähme. Auch ist der Anblick der meisten weiblichen Dekolletées nicht annähernd so apart wie es ihre Trägerinnen vermuten mögen. Ich habe gegen diesen runzligen Anblick eine Methode gefunden, die ich hier schlicht als „wegsehen“ bezeichnen möchte. Die natürliche Reaktion der Zeit-Autorin scheint es zu sein, aus solch unerquicklichen Alltagserfahrungen einen Artikel zu fabrizieren, der vor Skurrilitäten und Männerverachtung nur so trieft.

Da ist die Rede von „Brustwarzen fremder Männer“, die Sie „anstarren“ – sorry, aber sind es rein anatomisch-logisch nicht eher Ihre Augen, die auf die Brustwarzen starren? Sie schreiben weiterhin, Sie fühlten sich genötigt „freiliegendes Rückenfell“ zu „kämmen“. Und wovon träumen Sie nachts? Am tiefsten blicken lässt aber dieser Satz: „Durch Parks und städtische Brachflächen keuchen Läufer mit derart schweißtropfenden Oberkörpern, dass man sich schon glücklich schätzt, wenn sie ihre Hosen anbehalten.“ Was hat denn das Schwitzen eines Mannes beim Sport damit zu tun, ob er nun eine Hose trägt oder nicht? Anders gefragt: Warum machen Sie sich angesichts eines keuchenden, schwitzenden Sportlers Gedanken darüber, er könne seine Hose ausziehen? Vermischen Sie da nicht etwas? Stellen Sie sich doch bitte derartige gedankliche Verknüpfungen mal im Text eines männlichen Autors über eine joggende Frau vor! In Ihrer Zeitung!

Den absoluten Höhepunkt (im humoristischen Sinne) stellt für mich dieser Satz dar: „Armseliger hat Gleichberechtigung nie ausgesehen.“ Was habe ich gelacht! Wie kommen Sie denn darauf? Eben noch geißeln Sie das Verhalten der Männer als obszön und primitiv – und dann nennen Sie es einen Akt der Gleichberechtigung? Wissen Sie was? Ich glaube tatsächlich, dass keiner der Männer in den von Ihnen beschriebenen Momenten darüber nachgedacht hat, sich jetzt mal so richtig zu emanzipieren. Die wollten einfach mal ihr Hemd ausziehen. Nur weil Sie alles und jeden mit dem klebrigen Film der Gender-Tyrannei überziehen, muss das nicht bedeuten, dass alle so denken. Nicht alles ist politisch, jedenfalls ist vieles nicht so politisch gemeint, wie Sie es empfinden.

Verstehen Sie mich nicht falsch: Auch ich kann darauf verzichten, dass mich halbnackte Menschen im Supermarkt anschwitzen. Aber ich unterscheide da nicht zwischen Männern und Frauen. Und wenn ich mich belästigt fühle, gehe einfach weg und schreibe keinen verallgemeinernden Hass-Text gegen das andere Geschlecht. Oder fantasiere öffentlich über das Kämmen von Leibesbehaarung. Bevor Sie sich in die Sache hineinsteigern und noch die Ganzkörper-Verhüllung für Männer fordern, denken Sie doch lieber noch einmal über die Sache nach.

Herzlichst und vollständig bekleidet,

Ihr Jens Health

Ehe Sie eine Ehe eingehen: Verheiratete Männer leben zwar gesünder, Single-Männer aber auch

Wieder einmal konfrontiert uns eine Studie mit der wohl unausweichlichen Wahrheit, dass Männer von einer Heirat gesundheitlich besonders profitieren. Bei Frauen lässt sich dieser Effekt so nicht nachweisen. Bevor Sie nun der nächsten dahergelaufenen Schönheit einen 2.000-Euro-Brilli-Ring auf den Finger zwingen, möchte ich das zunächst mit weiteren aktuellen Studien eingrenzen.

Vorsicht ist geboten, wenn Ihre Liebste eine Vorliebe für Wurst hat. Das darin verarbeitete rote Fleisch gefährdet ihr Herz - und zwar nicht im romantischen, sondern im gesundheitlichen Sinne. Wenn Sie gern und oft Computer-Games daddeln, sollten Sie sich eine Frau suchen, die ebenfalls gern vor der Konsole hockt – da müssen Sie aber auf eine genaue Passung achten: Unter Gamern gelten eher passive Gamer-Weibchen und aggressive Gamer-Männchen als attraktiv für soziale Bindungen.

Ehe es in der Ehe ans Kinderkriegen geht, sollten Sie sich in jedem Falle darüber klar sein, dass das Versorgen eines Babys Ihr Gehirn verändert – Ihr Denken funktioniert dann bald in gewisser Weise wie das einer Mutter, wie eine israelische Studie nun herausgefunden haben will. Sie werden ein bisschen weiblicher. Ob damit gleich der Effekt der zuerst genannten Studie übers Heiraten wegfällt, der ja für Frauen nicht nachweisbar ist, vermag ich nicht zu sagen. In jedem Falle kann ich Ihnen aber sagen, dass es nicht genügt, einfach mit der Frau in eine Wohnung zu ziehen und mal zu schauen, wie es so läuft. Nur verheiratete Männer profitieren gesundheitlich. Bei Männern, die nur mit der Frau zusammenleben, war die Gesundheit sogar mehr in Gefahr als bei Singles. Warum ist unbekannt. Vielleicht war der gesundheitliche Schaden dieser Männer ja ein Tinnitus, wegen der ständigen Fragerei, wann endlich geheiratet wird.