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Tag: Männer

Studie: Männer werden morgens rollig, Frauen abends wuschig, und wieder passt nichts zusammen

Selbst wenn Männer und Frauen oft miteinander ins Bett gehen, haben sie dort Probleme, zueinander zu finden. Nein, nicht weil die Betten so groß sind oder weil es dort zu dunkel ist. Mann und Frau haben einfach nicht das gleiche Timing, die Lust überkommt sie zu völlig unterschiedlichen Zeiten. Damit meine ich allerdings jetzt nicht “immer” (Mann) im Gegensatz zu “einmal im Monat” (Frau). Auch nicht “nach der Sportschau” (Mann) und “im Urlaub” (Frau).

Eine große britische Befragung hat es nun gezeigt: Männer sind lusttechnisch Frühaufsteher, Frauen eher Nachteulen. Männer werden morgens zwischen 6 und 9 Uhr rollig, Frauen überkommt die Wuschigkeit allerdings erst ab 23 Uhr. Gipfel der Männerlust liegt angeblich bei 7:54 Uhr, Frauen ziehen aber erst um 23:21 Uhr nach. (Dass die meisten Frauen um diese Zeit längst schlafen, gibt der Sache noch einen besonderen Twist.) Man könnte sagen: Ständig kommen beide jeweils einen halben Tag zu spät zur Sex-Party des anderen. Wie uncool.

Irgendwann bin ich beim Lesen dieser Ergebnisse dann doch etwas stutzig geworden, nämlich als ich den Satz sah: “Nur 16 Prozent der Männer sagten, sie hätten Lust, regelmäßig vor dem Einschlafen Sex zu haben.” Vor dem Einschlafen liegt ein Mann im Bett, mutmaßlich neben einer Frau. Wieso sollte er ausgerechnet dann keine Lust haben – wenn er doch sonst angeblich immer welche hat? Aber was soll’s. Was tun Männer nicht alles für die Liebe? Fragen Sie also ab sofort jeden Abend pünktlich um 23.21 Uhr Ihre Liebste, wie es denn wäre mit Ihnen beiden. (Wenn Sie die Arme dafür wachrütteln müssten, können Sie sich die Frage aber wahrscheinlich auch gleich sparen…)

Männer können hören, ob eine Frau gut aussieht. Und wenn Sie es ihr sagen, dann hört sie es auch

Schöne Frauen haben schöne Stimmen. Das behauptet jedenfalls eine Studie der Uni Wien. Genauer gesagt glauben die Forscher festgestellt zu haben, dass Männer an der Stimme hören können, ob eine Frau attraktiv aussieht. Gefiel den Jungs eine Stimmprobe, fanden sie meist auch die Frau dazu gutaussehend.

Was nützt Ihnen das? Nichts natürlich. Wenn sie nicht gerade als Call-Center-Agent auf einen Flirt aus sind oder das Telefonbuch Ihrer Stadt von A bis Z nach der perfekten Frau durchtelefonieren, ist diese Studie für Sie wenig wert. Zumal die Wirklichkeit dagegen spricht. Ich kenne schöne Frauen, die sich anhören wie erkältete Eichhörnchen – und eher nicht so hübsche, die einen aber mit den unsichtbaren Tentakeln ihrer säuselnden Stimme in Nullkommanix komplett entkleiden können. Also, rein theoretisch natürlich.

Und doch können Sie aus dieser Studie etwas machen. Etwas sehr Seltenes, geradezu Wertvolles. Nämlich: ein gelungenes Kompliment für Ihre Traumfrau. Sie gehen einfach in zwei Schritten vor. Schritt 1: Sie erzählen ihr von dieser Studie. Von mir aus lesen Sie ihr den Anfang dieses Textes vor – aber wirklich nur den allerersten Absatz, mehr nicht! Schritt 2: Sie sehen ihr tief in die Augen, holen noch tiefer Luft und sagen: “Endlich mal eine Studie, die der Wahrheit entspricht. Du hast eine wunderschöne Stimme.” Damit sagen Sie ihr nichts anderes als dass sie eine Schönheit ist! (Und sie ruinieren das Ganze, wenn Sie auch den zweiten Absatz vorlesen.)

Machen Sie gern ein paar Stunden Sport, nur nie als Paar Sportstunden

Sicherlich wissen hier alle, wo im Zusammenspiel von Männern und Frauen die größten Fallstricke lauern. Etwa bei der Frage: “Findest du meinen Po zu dick?” Oder bei der Auswahl des abendlichen TV-Programms. Oder auch bei der Nutzungsdauer des Badezimmers. Eine weitere Riesengefahr für Ihr Beziehungsglück möchte ich Ihnen heute vorstellen. Sie entsteht, wenn Ihre Angebetete diese scheinbar ganz harmlose Frage stellt: “Wollen wir nicht einmal gemeinsam zum Sport gehen?” Ganz! Große! Warnung! Finden Sie besser sofort eine Antwort, die begeistert und bejahend klingt – die aber im Endeffekt auf ein unmissverständliches “NEIN!” hinausläuft. Etwa: “Oh cool, tja, aber schade, ich fürchte meine Adduktoren spielen da nicht mit.” Oder: “Total gern – aber ich habe im Yoga erst den gelben Gürtel!” Oder: “Schöne Idee. Aber ich würde ständig irgendwo gegen laufen, weil ich immer nur dich in deinem engen Sportdress ansehe.”

Der Grund für meine Warnung ist denkbar einfach: Sie können nur verlieren. Warum? Nun, weil Sie als Mann unbedingt gewinnen wollen. Egal ob im direkten Duell bei Squash, Badminton und Tennis oder beim scheinbar lockeren Joggen, wo Sie irgendwann ein Wettrennen fordern werden. Ihre Siegermentalität führt unmittelbar zum Streit. Am Anfang stacheln Sie beide sich vielleicht noch gegenseitig an in Ihrem Ehrgeiz – aber irgendwann wird sich Ihre und ihre Motivation unterschiedlich entwickeln. Sie werden weiter versuchen, der Bessere zu sein – und sie wird das furchtbar finden. Gerade erst hat eine Studie gezeigt, dass so ein Konflikt unausweichlich ist: Männer sind im Sport grundsätzlich ehrgeiziger als Frauen. Dabei ist es Ihnen oft völlig egal, ob ihre Fähigkeiten das überhaupt hergeben. Sie sind sozusagen blind vor Liebe zum Erfolg. Selbst unter Spitzenathleten war die Motivation, unbedingt gewinnen zu wollen, bei den Männern größer als bei den Frauen.

Der Paar-Sport kann übrigens auch nach hinten losgehen. Es ist nämlich möglich, dass Ihre Liebste Sie in einem Sport tatsächlich fertigmacht. Gegen eine durchtrainierte Sprinterin haben Sie als Gelegenheitsjogger keine Chance. Eine geübte Fliegengewichtlerin knipst einem Hobby-Boxer wie Ihnen mit ein paar flinken Kombinationen ganz schnell das Licht aus – denken Sie nur an Regina Halmich gegen Stefan Raab. Lassen Sie sich da besser auf nichts ein. Womöglich treibt Ihr Ehrgeiz Sie in eine Wettstreit-Spirale, die keiner Beziehung gut tut. Ihre Partnerin soll doch nicht zur Angstgegnerin werden. Wenn Sie sich unbedingt körperlich mit ihr messen wollen, bleibt Ihnen noch eine Runde liebevoller Nackt-Ringkampf auf der Matratze. Da können alle nur gewinnen.

Frauen wollen Männer mit Humor, dann haben sie mehr Spaß im Bett

Der Abend rollt. Erst haben sie mit nichts gerechnet, dann blitzgenial den Platz an der Bar neben der Zucker-Blondine abgestaubt, sie auf einen Mojito eingeladen und angefangen mit ihr zu schäkern. Und sie sind gut. Sie sind charmant, sie sind witzig, sie sind gescheit. Jede Pointe sitzt, sie hängt an Ihren Lippen, ihre Augen tauchen ein in Ihre, alles läuft super. Der perfekte Flirt. Woran liegt das? Gut, zum Teil natürlich an Ihrem phänomenalen Aussehen – aber es gibt andere attraktive Männer in diesem überfüllten Laden. Nein, es liegt einzig und allein an Ihrem Riesen—- Humor.

Jetzt lachen Sie, aber genau so ist es. Gerade erst hat eine Studie es wieder gezeigt: Frauen wollen humorvolle Männer, sie brauchen sie! Ein Mann mit Humor übt geradezu eine magische Anziehungskraft auf eine Frau aus – denn sie kann daran nicht nur Hinweise auf seine Persönlichkeit ablesen, sondern auch auf seine Intelligenz, seine Kreativität, seine Popularität – und sogar sein Einkommen! Irre, oder? Sie müssen sich da jetzt nicht ausgehorcht fühlen, früher oder später kommt dieser Check ohnehin auf Sie zu. Und in dieser Form macht das doch richtig Spaß, oder? Aber damit nicht genug. Wie die Untersuchung zeigte, haben Frauen mit humorvollen Männern auch noch bessere Orgasmen – und das sogar häufiger! Und darum wollen sie dann – logisch –  mit diesen Kerlen auch öfter ins Bett, wie die Wissenschaftler herausfanden. Kein Witz.

Sie haben also alles richtig gemacht heute Abend. Ein paar lustige Geschichten von der Arbeit, ohne verkrampft witzig sein zu wollen, ein paar Schwanks aus Ihrem Leben (nichts allzu Peinliches, aber auch kein Eigenlob), ein paar Komplimente, wenig Nachdenkliches und vor allem keine politischen Reden. Prima, jetzt müssen Sie nur noch eines beachten: Erwähnen Sie diese Studie nicht! Und auch nicht diesen Text. Denn damit wird ihr Lachen plötzlich zu etwas anderem. Dann wird ihr fortan jedes Kichern im Halse stecken bleiben, weil Sie es ja als das verstehen könnten, was es womöglich auch ist. Aber das so offen zuzugeben, fände sie wahrscheinlich überhaupt nicht so lustig.

Single-Börsen wollen keine glücklichen Paare produzieren, sondern glückliche Singles

Glauben Sie etwa auch noch an das Märchen, dass Partnerbörsen im Internet dazu da sind, glückliche Paarbeziehungen zu produzieren? Das ist natürlich genau so ein romantischer Unsinn wie die Sache mit dem Osterhasen. Es will doch auch keine Autofirma wirklich, dass ihre Fahrzeuge “ein Leben lang” halten. Denken Sie die Sache doch einmal zu Ende: Wenn jeder Mensch in einer glücklichen Beziehung stecken würde, wären alle Partnerbörsen überflüssig und somit pleite. Und welches Unternehmen arbeitet schon mit einem millionenschweren Marketing-Aufwand an der eigenen Vernichtung? Eben.

Nein, Single-Dating-Sites leben von Singles, und darum muss ihnen daran gelegen sein, dass es immer Singles gibt, am besten immer mehr. Als ein weiterer Beleg dafür kann die neue “Partnerschaftsstudie” eines großen Paarbörsen-Players herhalten, die eigentlich eine kaschierte “Singleglück-Studie” ist. Darin finden sich alle Argumente, die dafür sprechen, lieber Single sein zu wollen als in einer öden Partnerschaft festzustecken. Beispiele: “Singles leben gesünder als Paare.” “Singles erleben viel und haben mehr Lust auf Veränderung.” “Glückliche Singles haben mehr Sex, mehr Dates, mehr Sport.” Und last but not least gibt es noch die Antwort auf die Frage, “wann Paare gern wieder Singles wären”: Wenn es Nörgelei und Streit gibt natürlich. (Gibt es in jeder Partnerschaft, immer wieder.) Warum also, zu Teufel, sind SIE eigentlich noch kein glücklicher Single?!

Diese Werbe-Strategie hat einen einfachen Grund: Kundenbindung. Der Modell-Mensch für die Kuppel-Seiten sieht nämlich so aus: Eigentlich ganz gern Single, mit gutem Netzwerk, vielen Freunden und tollem Lifestyle – aber eigentlich doch irgendwie an Sex und einer Beziehung interessiert. Die muss allerdings absolut perfekt sein, in jeder Hinsicht besser als das aufregende Single-Leben. Also meldet man sich bei einer Börse an, probiert Leute aus, staubt dabei immer mal nette Abende und guten Sex ab, findet aber letztlich nie die eine, perfekte Person (pssst, die gibt es auch nicht!) – dafür aber viele Dutzend mögliche Kandidatinnen in der Warteschleife. Also legt sich niemand fest, sondern probiert weiter aus – und bleibt ein (möglichst zahlender) Dauerkunde bei der Paarungsbörse. Und die wird nicht müde, ihren Kunden zu erzählen, wie perfekt das Single-Leben eigentlich ist, damit die ja brav bei der Stange bleiben.

Meine lieben glücklichen Singles: Wenn Sie nicht aufhören, den Unsinn zu glauben, wird das böse enden. Wenn Sie nicht langsam anfangen, bei der Liebe Kompromisse zu machen, dann werden Sie zwar immer weiter kleine, unbedeutende Liebesgeschichten erleben – aber nie die große Liebe. Also, suchen Sie gern über die Börse Ihre Traumpartnerin, vergleichen Sie auch gern. Das tun Sie im richtigen Leben ja auch. Aber wenn Sie eine Frau gefunden haben, mit der es gut läuft, melden Sie sich als ersten Schritt sofort ab bei der Firma Singlebörse & Partner. Schließen Sie diese Hintertür, damit Sie nicht in Versuchung kommen, immer wieder nach etwas Besserem Ausschau zu halten!

Rollenspaghetti: Warum Frauen auf nette Egoisten stehen – und was Männer von Batman lernen können

Sie sind ein netter Kerl? Selbst schuld. Freundliche, teamorientierte Typen haben nämlich oft weniger Chancen auf eine Beförderung oder eine Gehaltserhöhung als solche, die auch mal offensiv für ihre Belange einstehen und nicht soviel darauf geben, was andere über sie denken. Also werden Sie zum ultraharten Ellbogenchecker? Tja, leider zeigte gerade eine Studie: Frauen bevorzugen eher die netten Männer für eine Langzeit-Beziehung. Wie Mann es also macht…

Sagen wir mal, die Traumfrau geht vor. Wenn Sie die also beeindrucken und an sich binden wollen, dann müssen Sie tatsächlich vor allem den liebreizenden, verständnisvollen Gentleman geben und auch mal der älteren Nachbarin mit den Einkäufen helfen. Dann denkt Ihre Angebetete: “Wow, das ist ein Klasse-Typ, der hat das Herz am rechten Fleck, ein Super-Partner fürs Leben.” Die Studie zeigte, dass Frauen ihrem Mann sogar eher einen Seitensprung verzeihen, wenn dieser ein netter und sozial eingestellter Typ ist. Ich frage mich gerade, wie nett und sozial ein Kerl sein kann, wenn er seine Frau betrügt… – aber egal.

Also sind Sie nun doch der nette Kuscheltyp, kriegen die Frau, leben mit ihr zusammen, ziehen in eine größere Wohnung, kaufen ein zweites Auto, machen Pläne, das Geld wird knapp, die Frau sagt: “Du musst mal mit deinem Chef reden, dass er dich befördert und dir mehr Geld zahlt. Da musst du dann auch mal offensiv für deine Belange einstehen und nicht soviel darauf geben, was andere über dich denken.” Dann werden Sie plötzlich doch zum harten Verhandler, kriegen mehr Kohle und machen Karriere, starten voll durch, und wenn Sie dann mal wieder abends spät aus dem Büro kommen, sagt die Frau: “Du hängst ja nur noch in der Firma! Was bist du nur für ein egoistischer, selbstsüchtiger Karrierist geworden?” Und so weiter, und so fort.

Tja, so sieht er aus, der “Rollenspagat” des Mannes. Die einzige Lösung: Das Doppelleben. Im Job der harte Hund mit Ellenbogen, zuhause der liebe Schnuckischatz. Alles eine Frage der Verkleidung und der Tarnung. Und da wundern sich Frauen, dass Männer Batman, Spiderman und Superman als ihre Helden betrachten. Schließlich brauchen wir auch alle ein Alter Ego. Sehen Sie es positiv: Wenigstens müssen Sie sich nicht auf offener Straße umziehen.

Die Natur will das gleiche wie die Männer: Dass Frauen einen großen Allerliebenswertesten haben

Nun ist es amtlich – die Natur will das gleiche wie viele Männer: Dass Frauen einen großen, ausgewölbten Po haben. Denn die Männer sind schon rein evolutionstechnisch darauf gepolt, Frauen mit solchen Kurven sexy zu finden, wie eine Studie der University of Texas nun zeigt: Männer bevorzugen demzufolge Frauen, die einen Rücken-zu-Po-Winkel (“back-to-buttock curve”) von 45.5 Grad aufweisen. Gemeint ist ungefähr der Winkel, in dem die Wölbung des Pos von der Senkrechten des Körpers abweicht. Der Grund für die Kurven-Vorliebe von Mutter Natur ist relativ einfach und hat nichts mit engen Jeans oder Bikinis zu tun: Frauen mit einer solchen Statur sind per se besser dafür geeignet, Schwangerschaften gut zu überstehen. Aber das nur am Rande.

Diese Studie erklärt ganz nebenbei den ansonsten vollkommen irrealen Erfolg von Kim Kardashian – der ja in Wahrheit vor allem der Erfolg von Kim Kardashians Hinterteil ist. Tatsächlich ist ja Kim Kardashian für ihren Po so etwas wie eine so genannte Tennismutter für eine Profi-Tennispielerin: Sie füttert, macht Termine und zeigt ihren Spross herum. Aber hey, nichts gegen den Po von Kim Kardashian, schließlich macht er Werbung für einen guten Zweck!

Das Studien-Ergebnis ist auch ein prima Argument, wenn Ihre Liebste mal wieder fragt, ob ihr Hintern zu dick ist. Sie antworten einfach mit einem nüchternen: “Nein: Er ist perfekt, genau so hat die Evolution ihn gewollt.” Extrem wichtig ist, dass jetzt alle Trägerinnen von Size-Zero-Jeans genau aufpassen – und alle Hersteller von Size-Zero-Jeans sowieso: Was ihr tut, ist gegen die Evolution! Es läuft den naturgegebenen Vorlieben der Menschheit zuwider! Trägerinnen: Gebt euer Geld nicht für diese Mini-Hosen aus, sondern für Essen! Hersteller: Näht Hosen, die den Frauen auch nach dem Essen passen! Jetzt!

So, jetzt habe ich wahrlich genug Zeit mit Mahnungen und Warnungen und Kardashianungen verplempert – ich muss los. Zusammen mit einem Kollegen werde ich jetzt eine App entwickeln, mit der jeder per Smartphone schon aus der Ferne feststellen kann, ob seine Angebetete die ideale Po-Kurve aufweist. Einfach ein Ganzkörper-Bild im Profil aufnehmen, den Popo-Meter aktivieren – und zack! Wie bitte? Sie meinen, das sehen Sie auch ohne App und Foto? Hm. Mag sein. Schließlich steckt Ihnen die Evolution auch in den Knochen. Okay, aber einen Tipp noch: Wenn Sie alle Winkel gecheckt haben, erzählen Sie der Frau nichts vom Ergebnis. Klingt irgendwie seltsam, wenn Sie sagen: “Hey, du bist meine Traumfrau, dein Hintern hat genau 45 Grad!”

Die Männer und die Frauen und die sagenhafte Tür des Schicksals

Seit Jahren schon bin ich der Überzeugung, dass der Dreh- und Angelpunkt im Verhältnis der Geschlechter die Tür zu einem Restaurant ist. Hier entscheidet sich alles. Hält der Mann die Tür für die Frau auf, ist er ein Gentleman – aber er sagt damit auch: Ich traue dir nicht zu, diese Tür allein zu öffnen, weil du nur eine schwache Frau bist. Hält er die Tür bewusst nicht auf, wird er als Rüpel beschimpft, selbst wenn er es aus Gründen der Geschlechtergleichheit tut. Während der Mann also den inneren Kampf um diese Positionen mit sich austrägt, verhungern beide vor dem Lokal.

Jetzt kommt von der Northeastern University in Boston eine Nachricht, die dem Ganzen die Krone aufsetzt. In einer Studie meinen Forscher entdeckt zu haben, dass Gentlemänner, die Frauen die Tür aufhalten  oder ihnen bei Kälte ihre Jacke um die Schultern legen, in Wahrheit komplette Sexisten sind. Sie sind natürlich keine Frauenhasser – die Forscher sprechen hier von “benevolent sexism”, also wohlwollendem Sexismus. Dieser sei aber fast noch schlimmer als der feindselige Sexismus, so die Wissenschaftler, denn er sei verlogen und hinterhältig. Wohlwollend sexistische Männer sähen Frauen letztlich nur als dumme, unfähige Dinger, die im Leben allein nichts auf die Reihe kriegen. Der Wunsch dieser Männer, sich für ihre Frauen aufzuopfern, ihnen zu helfen und sie zu unterstützen, sei letztlich nur Ausdruck ihrer Überheblichkeit und Arroganz. Wow. Und das alles nur, weil ein Mann einer Frau die Tür aufhält.

Also zurück zur Restauranttür. Was tun Sie – aufhalten oder abwarten? Was sind Sie – sexistischer Gentleman oder manierenloser Rüpel? Tja, da bleibt nur eine Möglichkeit: Mehr weibliche Mitbestimmung. Also sagen Sie zu Ihrer Begleiterin: “Wenn ich jetzt diese Tür für dich aufhalte, bin ich nach Ansicht namhafter Wissenschaftler ein wohlwollender Sexist. Wenn du das zulässt, setzt du dich dem Verdacht aus, dass du ein dummes, unfähiges Ding bist, das im Leben allein nichts auf die Reihe kriegt. Soll ich sie öffnen – oder machst du es lieber selbst?” Und wenn sie dann darauf besteht, dass Sie ihr die blöde Tür aufhalten, haben Sie gleich einen neuen Spitznamen für sie..

Für eifersüchtige Männer gilt wie für Fußball-Fans: Schmähgesänge sind okay, Pöbeleien aber nicht

Für eine gelungene Partnerschaft braucht es die unglaublichsten Dinge. Da kommt es nicht nur auf Ihre Treue, Ihre Leidenschaft und Ihr virtuoses Hüftkreisen an, sondern tatsächlich auch auf Ihre Eifersucht. In übertriebener Form kann sie eine Beziehung zerstören – sie kann aber auch zuträglich sein. Denn Frauen mögen laut Umfrage einer Partnerbörse zwar meist keine Eifersuchtsdramen – aber sie stufen ein gewisses Maß an Eifersucht durchaus als charmant ein. So finden es 72 Prozent der Frauen ”völlig in Ordnung, wenn es einem nicht völlig egal ist, was der Partner tut. In Maßen kann man das ruhig zeigen.” Aber wie sind Sie nun auf charmante Weise eifersüchtig? Nein, nicht so, dass Ihre eigene Liebste Sie als gewaltbereiten Stalker empfindet. Besser: Humorvoll die Nachteile des Rivalen herausstellen. Drei Szenarien:

a) Grund für Ihre Eifersucht: Der unglaublich sportliche, unfassbar gut aussehende Yoga-Lehrer aus ihrem Body-Studio
Sie sagen: ”Ja, der ist genau richtig für dich. Ihr könnt euch prima gegenseitig Schminktipps geben und einander Zöpfe flechten, und er kann dir immer tolle Leggings leihen.”

b) Grund für Ihre Eifersucht: Dieser waaahnsinnig engagierte Sozial-Triebtäter im Norwegerpulli, der sie mit seinen tollen Polit-Projekten beeindruckt
Sie sagen: “Ja, mit dem kannst du bestimmt wilde Nächte erleben – beim Plakate-Kleben, Flugzettel-Drucken und  An-Eisenbahngleise-Ketten. Und tagsüber wirbst du 12 Stunden lang in der Einkaufsstraße neue WWF-Abonnenten.”

c) Grund für Ihre Eifersucht: Der neureiche Nachbar, der ihr aus seinem Maserati hinterherhupt
Sie sagen: ”Ist das wirklich dein Typ? Den interessiert an einer Frau doch nur, ob sie stabil kniet, farblich zu seinen Autositz-Bezügen passt und auf Cocktail-Partys eine gute Figur macht.”

In jeder Situation wird sie dann fragen: “Was ist los? Du bist doch nicht etwa eifersüchtig?” Sofort wenden Sie sich ab und sagen patzig: “Ach, Quatsch! Auf so einen doch nicht!” Daraufhin sagt sie: “Doch, du BIST eifersüchtig! Wie süß!” Und dann liegt es an Ihnen, ihr zu zeigen, wie süß Sie sind.

Bevor Frauen sich mit einem Mann einlassen, checken sie als erstes die Länge seines – Zeigefingers!

Sie haben ja sicherlich schon mal gehört, dass Frauen beim ersten Check eines neuen potenziellen Partners auf dessen Hände achten. Aber haben Sie auch eine Ahnung, warum sich eine Frau für die Finger eines Mannes interessiert? Wir wissen nur: Es kommt den Frauen darauf an, dass Männerhände gepflegt sind. So mancher von Ihnen mag annehmen, dass eine Frau darüber nachdenkt, was diese Hände mit ihr anstellen, und wie geschickt der Mann dabei ist. Aber eine Studie der McGill University in Montreal hat nun vielleicht eine ganz andere Interpretation gefunden. Der Finger-Blick könnte eine Art Schnell-Check sein – ob Sie für eine Beziehung taugen!

Die kanadischen Forscher wollen festgestellt haben, dass Männer, deren Zeigefinger kleiner ist als der Ringfinger, netter zu Frauen sind. Sie sind aufmerksamer, hören besser zu und streiten weniger. Männer, bei denen Zeige- und Ringfinger gleich lang sind, oder deren Zeigefinger gar länger ist als der Ringfinger, sind dagegen angeblich eher unfreundlich und unachtsam.

Sie sind eher der Langfinger, also der Lang-Zeigefinger? Und befürchten, dass Frauen das hier lesen? Keine Panik. Bevor Sie jetzt verzweifeln oder gar an sich herumschnippeln, habe ich einen Super-Tipp für Sie: Seien Sie einfach nett zu Ihrer Traumfrau. Zeigen Sie sich aufmerksam, hören Sie gut zu und streiten nicht mit ihr. Wenn Sie so charmant und zuvorkommend sind, wie ich Sie kenne, wird die Frau gar keinen Anlass haben, sich mit der Länge Ihrer Finger zu beschäftigen. Höchstens weil sie überlegt, was diese mit ihr anstellen, und wie geschickt Sie dabei sind.