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Tag: Männer

Männer sind glücklich mit Frauen, wenn Frauen glücklich mit Männern sind, auch wenn die Männer eigentlich nicht glücklich sind

Was ist wichtig dafür, dass die Liebe glücklich ist und bleibt? Dass beide Partner miteinander reden, sagen die einen. Dass immer genug Bier im Kühlschrank ist, sagen andere. Auch wichtig: dass es im Bett funktioniert, beide treu sind und gemeinsame Interessen haben. Eine neue US-Studie fasst nun all das zusammen. Sie sagt: Eine Ehe ist dann glücklich, wenn – die Frau glücklich ist. Äh, was? Ja, so steht es hier: “A wife’s happiness is more crucial than her husband’s.”  Hammer.

Reflexartig bläht da der Aufschrei den Hals, der Protest bricht aus uns heraus: Mal wieder typisch! Nie geht es darum, was der Mann fühlt, will, braucht, sucht. Immer nur die Frauen. Die Kerle sind die Verlierer der Liebe! Aber Stopp! Ganz so ist es nicht. Die Forscher sagen nämlich: Je glücklicher die Frau ist, desto zufriedener ist auch der Mann – und zwar  völlig ungeachtet dessen, was er selbst von der Ehe hält. Also auch wenn ihn einiges stört. Wie selbstlos von uns. Oder doch nicht? Schauen wir mal genau hin: Was tun denn Frauen, wenn sie etwas in der Beziehung stört? Sie sprechen es an, äußern Unmut. Mancher sagt: Mäkeln herum. Aber immerhin: Sie reden. Was tun Männer, wenn sie mit etwas in der Beziehung unzufrieden sind? Sie gehen zum Kühlschrank, holen Bier. Sagen nichts, brummeln höchstens etwas in sich hinein. Und genau das sagt doch die Studie: Auch wenn er etwas auszusetzen hat, sagt der Mann nichts. Er ist zufrieden, so lange nur die Frau zufrieden ist. Man könnte auch sagen: So lange sie mal nicht meckert. Solange schluckt er seinen Ärger runter. Spült mit Bier nach.

Daran muss sich etwas ändern. Nein, nicht in der Studie. Im Leben. Sie als Mann müssen auch mehr meckern, und zwar nicht nur als Gegenwehr zum Gekrittel der Frau. Sondern aktiv. Ab jetzt wird kein Frust mehr runtergeschluckt. Ab heute wird zurückgemoppert. Wenn die Haarspray-Wolke der Frau das Bad verseucht: Nicht grollend stillschweigend einatmen – nein, protestieren. Wenn die Frau Stunden braucht, um sich für eine Verabredung fertig zu machen: Nicht schmollend Handy-Games spielen, sondern Einspruch erheben. Wenn die Frau ständig darauf besteht, ihre TV-Serien zu schauen: Nicht grummelnd hinnehmen, sondern dagegen andiskutieren. Oh, Sie zögern? Weil so womöglich gute Ausreden wegfallen? Dafür das Bad nicht zu betreten? Dafür Handy-Games zu spielen und einen zweiten Fernseher anzuschaffen? Tsts, Sie Schlingel. Da soll einer sagen, wir Männer seien nicht komplex. Na, Hauptsache, Sie sind glücklich.

Sagen Sie einer Frau nicht täglich “Ich liebe dich”, am besten sagen Sie “Ich liebe dich” nicht

Akademiker sagen seltener “Ich liebe Dich”, wie uns nun ein Dating-Portal wissen lässt. Aha. Heißt das: Nur ungebildete Menschen gestehen einander häufig ihre Zuneigung, Studierte hingegen wissen um die Macht des Geheimnisses? Gilt hier die einfache Regel: Je bildungsferner, desto menschennäher? Oder soll das heißen, die Doofen wissen einfach nicht, was sie sonst sagen sollen? Man könnte auch schlussfolgern: Man muss ganz schön blöd sein, sich jeden Tag ein “Ich liebe dich!” entgegen zu trompeten. Aber das täuscht. Menschen mit Hochschulstudium sind nämlich gar nicht so zurückhaltend, wie es zunächst scheint. Auch wenn sie im Ranking hinten landen, sagen sogar 38 Prozent der Akademiker einander jeden Tag mindestens einmal die drei Worte. Die Nicht-Studierten sagen sie zu 45 Prozent – kein Riesenunterschied.

Also beweist diese Studie vor allem eines: Es gehört nicht unbedingt Klugheit dazu, ein Studium abzuschließen. Ich halte dieses Extreme-Ich-liebe-diching nämlich für falsch. Inflation bedeutet Wertverfall. Der zu häufige Gebrauch einer solchen Zeile nimmt ihr den Zauber, macht daraus so eine Art Grußformel. Denken Sie mal nach: Wann haben Sie zuletzt darüber nachgesonnen und in sich hineingefühlt, dass Ihnen jemand einen “Guten Morgen” wünscht? Sich aufrichtig über diese liebenswürdige Geste gefreut, sich gar dafür bedankt? Sehen Sie. Schnell wird aus solchen Wort-Bausteinen durch Abnutzung ein abgehacktes “‘n Morgen!”, und “Ich liebe dich!” wird durch Überfrequentierung zum unsäglichen “Lieb’ dich!” In den USA sagen sich die Menschen so etwas ja tatsächlich schon als Ersatz für “Good-bye”, wenn sich die Kinder zur Schule verabschieden oder ein Ehepartner zum Einkaufen geht. Sind Amerikaner also dümmer als wir? Oder einfach schneller?

Egal. Ich bitte Sie jedenfalls, sich von dieser Zunahme, nein: diesem Tsunami intimer Geständnisse nicht mitreißen zulassen. Halten Sie öfter mal die Klappe. Sagen Sie der Frau Ihrer Träume NICHT jeden Tag, dass Sie sie lieben. Viel besser ist es, wenn Sie es ihr jeden Tag zeigen – durch ein perfekt passendes Kompliment, durch ein raffiniert gekochtes Essen, indem Sie sich für sie Zeit nehmen, obwohl Sie keine haben. Denn es gilt weiterhin: Reden ist Silber, Handeln ist Gold.

Sind putzende Männer putzig, nur weil viele Frauen sich lieber in ein gemachtes Bett legen wollen?

Vor nicht allzu langer Zeit machte eine Studie die Runde, der zufolge Paare mit einer traditionellen Rollenverteilung – sie Haushalt, er Job – am meisten Spaß im Bett hätten. Das konnte natürlich nicht sein, und so folgt nun eine Studie, die das Gegenteil besagt. Demnach haben Paare mit einer gleichberechtigten Rollenverteilung den besten Sex. Der Grund für diesen Stimmungswechsel: Nach Angaben der Forscher stammten die Daten der ersten Studie noch aus einer Zeit, in der das traditionelle Rollenverständnis mehr in den Köpfen festsaß, sprich: aus den 80ern und frühen 90ern. Heute allerdings sollen putzende Kerle der Inbegriff der Attraktivität sein.

Es ist eindeutig: Solche Studien sollen Hausarbeit nachhaltig als Attraktivitätsmerkmal für Männer etablieren. Männer sollen denken: Wenn ich mehr putze, findet sie mich heiß, dann läuft es besser im Bett. Da haben wir den Klischee-Horror der nackt putzenden Hausfrau gerade überwunden, da soll das nächste Stereotyp installiert werden. Als trüge das männliche Top-Sex-Symbol statt zwei Autoreifen Staubwedel und Schürze! Natürlich ist es wichtig, dass die Kerle im Haushalt mit anpacken. Aber wir müssen uns doch gegen die Behauptung wehren, dass Hausarbeit irgendwen auf irgendeine Weise sexy macht. Staub saugen, Boden wischen, Fenster putzen – all das ist so erotisch wie Gummihandschuhe! Männer bewirken durch ihre Beteiligung an der Hausarbeit doch vor allem eines: Die Frauen haben mehr Zeit und sind entspannter – das ändert vielleicht auch etwas im Bett. Aber was diese Studien uns vor allem zeigen ist, dass Putzen die erotische Kommunikation nachhaltig stört, bei Männern und Frauen gleichermaßen.

Überhaupt: Wie oft ist die Rede davon, der Mensch wünsche sich wilde, animalische Lust? Knüppeln wie die Tiere! Rüsseln wie die Wildschweine! Aber haben Sie je einen Keiler gesehen, wie er Wäsche aufhängt? Oder eine Wildsau beim Bügeln? Tiger beim Kochen? Nein! Denn Tiere leben im Dreck, sie wälzen sich im Schlamm, und viele essen rohes Fleisch. Nur darum finden sie einander attraktiv, nur deshalb knallt es bei der Paarung. So einfach ist das. Fallen Sie nicht auf diese von der Putzmittel-Industrie lancierten Berichte herein! Lassen Sie sich nicht in die Tentakelarme der Sauberkeitsmafia treiben! Leben Sie mit Ihrer Liebsten in einem Drecksloch und treiben Sie es da ungehemmt schmutzig wie ein Höhlenmensch!!! Äh, wie, was? Ach so, Sie mögen Ihre Wohnung ganz gern? Und Sie räumen gern auf? Putzen sogar ab und zu? Öh, tja, dann… Kann ich Sie vielleicht wenigstens dazu überreden, nicht jeden Morgen das Bett zu machen?

Die Männer ziehen für den Job um, die Frauen ziehen sich was Nettes an und dann beim Mann ein

Männer ziehen eher für einen Job um, Frauen für die Liebe. Sagt zumindest eine neue Umfrage. Klingt nach dem klassischen Rollenmuster. Der Mann zieht los, auf die Jagd – nur dass er heute nicht mehr Mammuts jagt, sondern Geld. Davon kauft er dann Mammutsteak, tiefgefroren. Auf seiner Jagd ist dem Mann kein Hindernis zu schwer, kein Aufwand zu groß, kein Weg zu weit. Wenn es sein muss, zieht er für die Jagd in eine andere Höhle um. Die Frau geht erst einmal nicht auf die Jagd. Sie studiert Germanistik und Kulturwissenschaften und schaut den Männern lächelnd beim Jagen zu. Wenn ihr einer gefällt, legt sie Kriegsbemalung an und erlegt ihn. Dann zieht sie zu ihm in die Höhle und fragt: “Ach, du bist gar nicht von hier?”

Aber vielleicht steckt gar nicht dieses steinzeitliche Modell dahinter. Man weiß ja, dass auch Frauen wegen ihrer Jobs kreuz und quer durch Deutschland ziehen. Vielleicht geht es gar nicht um die Prioritätensetzung zwischen Geld oder Liebe. Womöglich liegt es daran, dass allgemein beim Zusammenziehen von Paaren eher die Frau zum Mann zieht, das ist ja auch “wegen der Liebe umziehen”. Nicht nur weil Männer in der Beziehung meist die älteren sind, vielleicht früher Geld verdienen, darum auch eher eine eigene Wohnung haben. Nein, bei der Frage “Ziehen wir zu mir oder zu dir?” geht es noch um etwas ganz anderes. Ein Mann hat grundsätzlich viel mehr Probleme damit, in die zimmerbepflanzte, vorhangverseuchte, kissenbezogene, durchdekorierte Wohnung einer Frau einzuziehen und dort sein Lager aufzuschlagen, als umgekehrt. Da lädt er lieber die Frau stolz in seine Höhle ein. Die Frau hingegen nimmt gern die Einladung des Mannes an, sie kennt da keine Angst und keine Skrupel. Zimmerpflanzen, Vorhänge und Kissen kann sie ja einfach mitnehmen. Mit noch einem Sideboard hier und einem Kaffeetischchen da wird schwuppdiwupp! aus der Höhle des Mannes die Wohnung der Frau. Statt Mammutsteak gibt’s nun Tofu-Burger. Das taucht in der Statistik natürlich so nicht auf.

Ist aber auch alles kein Problem. Einen Punkt müssen Sie natürlich vor ihrem Einzug unbedingt klären: Sie müssen die Frau unbedingt fragen, ob sie nun wegen der Liebe zu Ihnen zieht – oder wegen Ihres gut bezahlten Jobs.

In der Ehe spielt die Größe eine Rolle: Je länger er ist, desto öfter kommt’s zur Scheidung!

Große Männer lassen sich öfter scheiden. Nein, nicht Gerhard Schröder oder Franz Beckenbauer. Gemeint ist die Körpergröße. Einer Studie der New York University zufolge werden die Ehen von Männern, die kleiner sind als 1,68 Meter, 32 Prozent seltener geschieden als die von durchschnittlich großen oder größeren Männern. Die großen Männer hatten ein höheres Scheidungsrisiko, heirateten dafür aber im Durchschnitt früher. Klingt nach einer Bestätigung des Klassikers “Drum prüfe, wer sich ewig bindet” – nur eben mit dieser Größen-Komponente. Vielleicht heißt es bald:  ”Drum messe, wer sich ewig bindet”.

Die Frage ist doch: Ob die Frauen plötzlich Angst vor den großen Kerlen bekommen und ihnen weglaufen? Womöglich zu kleineren Männern, die weniger furchteinflößend sind? Nein, das kann nicht sein. Die Forscher sagen, dass gerade die kleinen Kerle zuhause gern den Macho raushängen lassen, länger bei der Arbeit sitzen und weniger im Haushalt mit anpacken. So wollen sie zeigen, dass sie eben doch echte Kerle sind, auch wenn sie aufrecht unter dem Bügelbrett durchlaufen können.

Deswegen bekommen die Kleinen Jungs den Wissenschaftlern zufolge auch immer die dümmeren Frauen ab. Große Männer bekommen eher kluge und gebildete Frauen, sagen sie ebenfalls. Stellt sich die Frage, was eine kluge Frau mit einem großen Mann macht. (Sinnierende Pause.) Es klingt ja hier so, als wollte sie, dass er nicht so lange im Büro bleibt und lieber etwas mehr im Haushalt hilft. Vielleicht hat der Große Mann darauf keinen Bock. Vielleicht hat er auch einen Kleinen Freund, der ihm sagt, er soll sich nicht alles gefallen lassen. Vielleicht ist der Große Mann auch eher ein Großer Idiot, hängt nur bei seinem Kleinen Freund herum, und seine Frau ist klug genug, ihn zu verlassen. Aber wen nimmt sie dann, wenn der Große ein Idiot ist und der Kleine ein Macho? Wen nimmt eine Frau überhaupt? Hm, vielleicht einen, bei dem das Thema Größe gar keine Rolle spielt, weil er per se großartig ist. So einer wie Sie eben.

Frauen finden Superhelden-Filme im Kino blöd, würden aber jederzeit mit Batman ins Bett geh’n

Wer in den letzten Jahren die Kinoprogramme durchsieht, findet sehr viele Superhelden-Filme. Egal ob Batman, Superman, Spiderman, Ironman, die Avengers oder gerade die “Guardians of the Galaxy” – meist gehen Männer sich diese Filme anschauen. Und immer klagen Frauen darüber, wie Männer sich diesen “unrealistischen Schwachsinn” anschauen können. Ich könnte nun ganz lapidar auf den durchschnittlichen Realitätsgehalt von bei Frauen beliebten Romantic Comedys verweisen – aber mir geht es hier um etwas anderes.

Für diese Filme gibt es einen einfachen Grund. Wer sich in Suchprofilen bei Dating-Portalen oder in aktuellen Frauenfinder-Ratgeber-Büchern umsieht, also denen aus der Kategorie: “Welche Voraussetzungen ein Mann mitbringen muss, um es wagen zu dürfen, eine Frau anzusprechen” (natürlich meist von Frauen geschrieben), sieht schnell, dass Männer mit einem riesigen Forderungskatalog konfrontiert sind. Ein Mann soll für eine Frau aufmerksam sein, klug, kommunikativ, draufgängerisch (aber bloß nicht zu direkt), interessiert (an der Frau im speziellen – und an Kunst, Kultur, Pferden, Katzen, Reisen, Kochen im allgemeinen), entspannt, sportlich, selbstsicher, willensstark, spielerisch, humorvoll und natürlich außergewöhnlich, er soll Initiative zeigen, Ausstrahlung haben und mit sich und seinem Leben und seiner Arbeit zufrieden sein – und dabei möglichst gut verdienen. Das sind nur die Eigenschaften, die jeder Mann mitbringen soll – individuell gibt es da noch einige Wünsche mehr. Tja, wer sich diese Wunscheigenschaften anschaut, denkt doch relativ schnell an – genau: einen Superhelden. Da ist es doch kein Wunder, dass die Männer im Kino Trost und Orientierung suchen! Und die Mädels machen sich auch noch darüber lustig. Batman im Bett ist okay, aber wehe der Typ schaut im Kino was anderes als “Pretty Woman verführt den Pferdeflüsterer”.

Frauen regen sich ja auf der anderen Seite gern darüber auf, wie sehr sie von den Wunschvorstellungen der Männer überfordert werden. Als gängige Formel gilt, eine Frau müsse “Heilige und Hure” zugleich sein – wobei das a) zunächst nach nicht so viel klingt, und ich das b) noch in keinem männlichen Suchprofil auf einer Dating-Seite so gelesen habe. Egal, jedenfalls: Ich kann mich täuschen, aber ich glaube, die Liste für die Männer (siehe oben) ist um einiges länger (und das einzige was da leider fehlt, ist irgendwas mit “Hure”). Wenn sie also jetzt noch darüber bestimmen will, was Sie sich im Kino anschauen, ist das genau eine Forderung zu viel. Sie haben jedes Recht, sich diese tiefschürfenden Meisterwerke anzusehen. Das ist Männer-Kultur. Und wenn Ihre Liebste mal wieder über Ihre Vorliebe für Superhelden-Filme mault, sagen Sie: “Ich tue das für dich. Wer ständig die Welt retten soll, braucht schließlich auch Inspiration.”

Wenn eine Frau “50 Shades of Grey” mag, hat sie womöglich mehr als nur ein Problem

Frauen, die gern Bücher lesen, in denen Männer Frauen verhauen, leben weniger gesund als andere. Na, da sind wir auch schon mehr überrascht worden. Aber so eine Studie, wie sie jetzt an der Michigan State University durchgeführt wurde, sorgt natürlich für Aufmerksamkeit, und darum muss sie einfach veröffentlicht werden. Auch hier, hähähä. Die Forscher fanden heraus, dass Anhängerinnen der BDSM-Buch-Reihe “50 Shades of Grey” eher einen ungesunden Lebensstil pflegen. Genauer gesagt:

  • 75 Prozent haben bereits irgendwelche Diät-Produkte ausprobiert
  • 65 Prozent neigen zu Alkoholexzessen
  • 63 Prozent haben eher eine große Zahl von Sex-Partnern (mehr als 5)
  • 34 Prozent von ihnen sind eher mit Partnern zusammen, die sie verbal angreifen
  • 34 Prozent hatten eher Partner mit einer Tendenz zum Stalken

Okay, während wir nun versuchen, die Bilder von betrunkenen Pummelchen aus unseren Köpfen zu bekommen, die von  jeweils mindestens 5 fluchenden Mistkerlen verfolgt werden, wollen wir uns die Frage stellen: Was sagt die Studie über das Leben? Man könnte sagen: Den Leserinnen mit den 50 Schatten Grau gefallen offensichtlich Bücher, in denen ängstliche Weibchen von dominanten Schleimern zu folgsamen Maso-Mäuschen dressiert werden. Dafür ist großes Selbstvertrauen nicht die beste Voraussetzung. Wer sucht sich so jemanden tendenziell als Role Model? Genau. Und bei Menschen mit wenig Selbstvertrauen sind Alkoholprobleme keine Seltenheit, sie werden leider von Stalkern und Gewalttätern auch eher als Opfer wahrgenommen. Aber die Studie hat auch einen gravierenden Fehler: Die große Leserschaft der Grey-Reihe rekrutierte sich zu einer großen Zahl aus so genannten “Frauen mittleren Alters” – darum auch der Name “Mommy Porn”. Die Teilnehmerinnen der Studie waren aber nur 18 bis 24 Jahre alt. Somit geht die Studie an den Motiven und Eigenschaften der großen Leserschaft des Buches komplett vorbei. Die Frage ist aber doch sowieso, warum diese Art von Literatur so hochgejazzt wird, die doch für Frauen letztlich nichts weiter bietet als ein Refugium auf der Flucht vor dem eigenen Leben. Aus dem Buch-Bestseller soll jetzt auch noch ein Blockbuster werden. Na, prima. Die Kino-Besitzer überlegen wahrscheinlich jetzt schon, ob sie die Alkohol-Vorräte aufstocken – und ob sie Diät-Produkte ins Sortiment aufnehmen.

Was heißt das Ganze für Sie? Tja, wenn Sie eine 18- bis 24-jährige Kandidatin für Ihren “Frau der Träume”-Posten mit einem der 3 Schatten-Machwerke in der Hand vorfinden, fragen Sie lieber nicht, ob sie mit Ihnen was trinken geht – wer weiß, wie durstig sie ist. Sagen Sie lieber: “Du bist eine wunderschöne Königin, du verdienst einen besseren Mann als den gefühlkalten Mistkerl in dem Buch.”

Nichts gegen Ihren maskulinen Charme – aber hier kommt die absolute Scham-Offensive!

Was machen Frauen eigentlich den ganzen Tag? Nun, sie schämen sich. Wer einer neuen Umfrage glauben mag, kann jedenfalls das Gefühl bekommen. Frauen schämen sich wegen Schweiß- oder Mundgeruch, Blähungen, bei Schweißflecken unter den Achseln, wegen kleiner Ungeschicke, wenn sie zu einem Anlass unpassend angezogen sind, wegen einer Notlüge, wenn sie von jemandem in Gegenwart anderer kritisiert werden – oder wenn sie selbst wen durch eine flapsige Bemerkung kränken. Auch Männer schämen sich ab und zu wegen solcher Dinge, aber es sind immer deutlich weniger Kerle als Frauen, die sich um so etwas einen Kopf machen. Jaja, die Scham ist irgendwie weiblich.

In Kombination ergeben sich sogar ganze Schamkaskaden: Kommt etwa eine Frau zu spät zu einem Date mit Ihnen (1. Schampunkt), vergisst in der Eile, sich korrekt die Bluse zuzuknöpfen (2. Schampunkt), ist wegen der Hetze verschwitzt (3. Schampunkt), ist es nur menschlich, wenn sie die ener Notlüge vom verspäteten Bus erzählt (4. Schampunkt). Wenn Sie ihr jetzt noch schnippisch einen sanften Tadel erteilen (5. Schampunkt), ist es kein Wunder, dass sie darauf mit einer flapsigen Bemerkung reagiert (6. Schampunkt). Also: Die Frau sitzt kaum bei Ihnen am Tisch, schon hat sie sich ihretwegen in Grund und Boden geschämt. 1-A-Voraussetzungen für ein Rendezvous! Und da haben Sie ihr noch gar nicht gesagt, dass ihr Lippenstift verwischt ist – und dass eine falsche Wimper an ihrem Ohr klebt.

Natürlich schämen sich Frauen nicht wirklich permanent. Der Eindruck entsteht nur, weil diese Befragung listenmäßig alle denkbaren Peinlichkeiten abfragt. Denn die Macher wollen, dass Frauen sich ganz doll schämen und sofort Super-Deos, Mundgeruch-Killer und Tabletten gegen Blähungen kaufen. Die meisten Frauen können sich ganz wunderbar alle diese Missgeschicke vorstellen und kreuzen deshalb überall “ja” an. Die meisten Männer denken: “Schweiß? Pffft” und machen ihr Kreuz bei “nein”. Wenn die Frau sie dann im Café auf die Riesen-Achseltümpel hinweist, ist es mit dem “Pffft” ganz schnell vorbei. Meist aber passieren all diese Dinge gar nicht, und die Scham bleibt aus – vor allem weil Frauen akribisch daran arbeiten, diesen Situationen aus dem Weg zu gehen. Wenn Sie also je wieder versucht sind, sich zu beschweren, dass eine Frau so viel Zeit fürs Ankleiden, Schminken und Frisieren aufwendet, bedenken Sie: Sie handelt präventiv gegen die Scham – und rettet Ihnen damit beiden den Abend! Ach, und beschweren Sie sich auch nicht, wenn sie sich deswegen verspätet. Sonst geht die Schamspirale gleich wieder von vorne los.

Liebe & Wettbewerb: Jungen fangen die Mädchen, weil Frauen mit Konkurrenz nix anfangen können

Kennen Sie noch “Jungen fangen die Mädchen”? Oder “Mädchen fangen die Jungen”? Und erinnern Sie sich noch daran, dass auf dem Schulhof das erste Spiel immer länger ging als das zweite? Weil die Mädels meist sehr schnell keine Lust mehr hatten, und auch keine Ideen entwickelten, wie Sie die Jungs fangen sollten, obwohl diese ihnen in der Grundschulzeit meist noch körperlich unterlegen sind? Nun gibt es eine Studie, die vielleicht den Grund dafür gefunden hat: Laut einer Untersuchung der Washington University in St. Louis sind Männer in Konkurrenzsituationen kreativer, während bei Frauen die Kreativität in Wettbewerbssituationen stark abnimmt. Frauen wiederum zeigen mehr Kreativität in einer Atmosphäre von Harmonie und Kooperation, wenn sie gemeinsam mit anderen Ideen entwickeln sollen. Also etwa im Bastelkurs.

Das würde so einiges erklären. Zum Beispiel, warum immer die Männer um die Frauen buhlen müssen und sich dabei mit Blumensträußen, kreativen Geschenkideen oder Einfällen für lustige Unternehmungen gegenseitig überbieten sollen. Das würde doch umgekehrt von Frauen niemand verlangen. Früher dachte ich, die Mädels wären nur zu faul und hätten es nicht nötig. Jetzt weiß ich: Denen fällt einfach nichts mehr ein, wenn andere Frauen denselben Typen gut finden wie sie. Darum lassen sie es einfach – sehr pragmatisch.

Auf dem Arbeitsmarkt kann vielleicht eine Frauenquote helfen, damit die Frauen ganz ohne Konkurrenzdruck vor Kreativität explodieren. (Wir sind alle sehr gespannt, ob’s klappt!) Aber auf dem Flirt-Markt wird das nichts mit der Quote. Es wird nicht passieren, dass für attraktive Männer eine Eine-Frau-pro-Kerl-Klausel eingeführt wird. Darum werden sich die Frauen weiterhin dem Wettbewerb verweigern und das Buhlen den Männern überlassen, Gleichstellung hin oder her. “Jungen fangen die Mädchen” für Erwachsene. Wobei… Ich würde gerne noch einmal auf die Sache mit der Kreativität zurückkommen. Wenn also mehrere Frauen den gleichen Typen gut finden, aber nicht seinetwegen in Konkurrenz gehen wollen – könnten sie dann nicht in einer Atmosphäre von Harmonie und Kooperation zusammen kreative Ideen entwickeln, um den Typen gemeinsam zu verführen? Ich könnte mir bei diesem “Mädchen fangen den Jungen” so einiges vorstellen und stehe für Feldversuche bereit…

Schuld am Seitensprung ist doch wohl in erster Linie das Fremd-Gen

Männer und Frauen gehen fremd. Meistens sogar miteinander. Das ist nicht nur wissenschaftlich bewiesen, es hat sich auch vielfach in der Praxis bestätigt. Eine Umfrage soll nun die Gründe für die Seitenspringerei ermittelt haben. Nein, es ist nicht das Wetter. Auch der Punkt “voll Lust drauf gehabt” fehlt. Die meisten Frauen (48 Prozent) sagten, sie hätten sich in einen anderen Mann verliebt. Bei den Männern gab die Mehrheit (52 Prozent) den Grund an, sie hätten einfach mal Lust auf eine andere Frau gehabt. Alles keine Überraschungen. Viel spannender finde ich, dass eine große Zahl der Befragten - 31 Prozent der Frauen und 46 Prozent der Männer – sagten, das Fremdgehen sei ihnen “einfach so passiert”. Das ist alarmierend.

Ein Seitensprung ist doch nichts, das jemandem “einfach so passiert”. “Einfach so passieren” – da denke ich an Lawinenabgänge, Niesen oder Inkontinenz. Der hier gemeinte Akt ist doch keine spontane Unterleibs-Tröpfcheninfektion (obwohl das biologisch ungefähr hinkommt). Da sind einfach zu viele Hindernisse im Weg: Kleidung, Wahl einer angemessenen Örtlichkeit, Bereitstellen des entsprechenden Geräts, öffentliche Wahrnehmung etc. pp. Wer – als Mann – mal eben in eine andere Frau reinfällt oder – als Frau – auf einen anderen Mann draufrutscht, hat ein Problem, das weiter geht als Untreue. Nennen wir es moralische Elastizität oder schlicht Rückgrat-Schwund. Oder die Leute tragen von Natur aus das Fremd-Gen in sich. Sie sollten jedenfalls nicht von “einfach so passieren” reden, sondern sagen: “Ich habe nicht nachgedacht und Mist gebaut”. Aber dieser Punkt fehlte wahrscheinlich bei der Befragung  in der Liste der anzukreuzenden Gründe. Genau wie ”Ich war rotzbesoffen” und “Ich wurde von Aliens entführt”.

Egal. Am Ende interessiert Sie doch vor allem eine Frage: Welchen Frauen passiert “es” einfach so, die nicht gerade in einer Beziehung stecken? Dann fällt nämlich der ganze Fremdgeh-Stress weg. Und wo passiert “es” diesen Frauen am ehesten? “Es” müsste doch logischerweise viel mehr Single-Frauen einfach so passieren als verbandelten. Und die sollen sich gefälligst zeigen. Damit nicht mehr so viel fremdgegangen wird – und mal wirklich was passiert.