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Tag: Sex

Trinken Sie sich bloß keine Frauen schön, und lassen sie vor allem Frauen schön alleine trinken

Eine attraktive Frau sitzt in einer Bar am Tresen, vor sich ein Glas Rotwein. Was denken Sie? Natürlich zuerst: “Die sieht aber mal klasse aus!” Und sie fragen sich: “Ist sie wohl allein hier?” Aber  eine Studie der australischen Deakin University behauptet, Ihnen geht das hier durch den Kopf: “Hey, die gut aussehende Frau da trinkt ein Glas Wein – das heißt, sie will mit mir ins Bett gehen!” Die Forscher behaupten: Allein die Tatsache, dass eine Frau Alkohol konsumiert, werde von Männern als Hinweis auf deren sexuelle Absichten gedeutet. Also: Frau + Alkohol = Sex. So denken wir also? Auf den Mist brauche ich erstmal was zu trinken.

So ein Unsinn. Selbstverständlich wissen Männer, dass Alkohol eine entspannende – und vielleicht auch enthemmende – Wirkung hat. Die Erfahrung zeigt, dass er auch Frauen in eine gelöstere Stimmung versetzt. Alkohol ist gemeinhin als soziales Schmiermittel bekannt – auch und gerade beim Flirten. Karneval und Fasching gelten ja auch nicht als Knutsch-Festival weil alle so verrückt angezogen sind – sondern weil alle ordentlich getankt haben. Diese Auflockerung wird in der Studie nicht klar genug von unterstellten Absichten getrennt. Ein Mann denkt vielleicht: Wenn sie etwas trinkt, ist sie bestimmt lockerer drauf als nur mit Wasser oder Limo. Aber niemand kommt doch auf die Idee, dass eine Frau, die ein Glas Wein vor sich stehen hat, signalisiert: “Ich bin willig und zu haben.” Wäre das so, könnte doch nirgendwo eine Frau ein Glas Wein in einem Lokal bestellen, ohne dass die Männer gleich näherrücken  und sagen: “Soso, harhar, Rotwein. Du gehst aber ran, Schätzchen.” Kauft sie im Supermarkt eine ganze Flasche, bricht der wildfremde Typ an der Kasse hinter ihr in Jubelgeschrei aus und ruft: “Yeah, Baby, das Wochenende gehört uns!” Und wenn sie an einer Weinprobe teilnimmt, zücken alle anwesenden Männer schonmal ihre Handy-Kameras, weil ja gleich der Gang-Bang losgeht? Unfug!

Natürlich gibt es immer wieder fiese Kerle, die darauf lauern, volltrunkene Frauen abzuschleppen. Ich prangere das an! Aber der erste Gedanke, den ein normaler Mann beim Anblick einer allein Alkohol trinkenden Frau hat, ist doch der: Ihr wievieltes Glas ist das? Kann sie noch sprechen oder lallt sie schon? Denn grundsätzlich gilt bei Frauen die gleiche Regel wie bei Männern: Egal, was der Alkohol in ihrem Inneren auslöst – wenn sie zuviel davon trinken, werden sie äußerlich in erster Linie unattraktiver. Deshalb und wegen all dem anderen Mist mein Rat: Quatschen Sie niemals eine Frau an, die alleine vor einem Glas Wein sitzt. Gibt nur Ärger. Soll sie doch kommen, wenn sie etwas will.

Alarm: Die Signalfarbe der Lust lässt vor allem Frauen rot sehen

Frauen sind nicht eifersüchtig. Als Mann haben Sie alle Freiheiten, solange Sie sich an die Regeln halten. Die sind ganz einfach – nur sind es leider so viele. Also los: Natürlich dürfen Sie jederzeit mit anderen Frauen verkehren – solange es kein sexueller Verkehr ist oder werden könnte (und so lange es keine Ex-Frauen von Ihnen sind). Natürlich dürfen Sie sich unterhalten, mit wem Sie wollen  solange es sich dabei nicht um Frauen handelt, mit denen Sie mutmaßlich sexuell verkehren wollen. Das “mutmaßlich” bezieht sich dabei auf Mutmaßungen Ihrer Liebsten. Sie entscheidet, welche Frau Ihnen gefällt und welche nicht.

Genau hier kommt nun ein wichtiger Aspekt hinzu: Natürlich dürfen Sie sich mit jeder Frau unterhalten, mit der Sie mutmaßlich keinen sexuellen Verkehr haben wollen – es sei denn die Frau trägt ein rotes Kleid. Wie bitte? Ja, genau. Eine Studie, die soeben im Fachblatt “Personality and Social Psychology Bulletin” erschienen ist, belegt, dass Frauen auf andere Frauen eher eifersüchtig reagieren, wenn diese in Rot gekleidet sind. Rot ist die Signalfarbe der Lust – also ist eine Frau in Rot für Ihre Frau per se eine mutmaßliche Sexualpartnerin. Frauen denken, dass Frauen in Rot nur Sex wollen, und das vor allem mit Ihnen.

Tja, was nun? Mal davon abgesehen, dass Sie bei einer Audienz bei der Bundeskanzlerin höllisch aufpassen müssen, dass diese nicht ihren berühmten roten Blazer trägt, sind Sie vor allem in Gefahr, wenn Sie sich bei A.T.U. mit einer süßen Mechanikerin im roten Overall unterhalten. Reisen wird schwierig, denn Flüge mit Germanwings können Sie sich natürlich abschminken – deren Stewardessen tragen alle rot. Ach ja, ganz wichtig: Wenn Sie beim Schäkern mit der Stewardess oder der Mechanikerin von Ihrer Liebsten erwischt wurden und danach wegen der Platzwunde einen Rettungswagen brauchen: Vorsicht! Sie müssen es natürlich strikt ablehnen, sich von einer Sanitäterin in der typischen roten Jacke retten zu lassen. Dann schon eher weiterbluten, bis Sie komplett Rot tragen. Was tun wir nicht alles für die Liebe.

Auswärts-Erfolg: Bei der WM 2014 soll jeder vierte Mann in fremden Betten einen Treffer gelandet haben

Sind Sie eigentlich auch Weltmeister? Also, ich ja schon – und außerdem wohl jeder andere Mann im Land. Zumindest offiziell. Allerdings stört eine Umfrage diese mannschaftliche Einheit. Neuesten Meldungen zufolge haben viele Deutsche die WM dazu genutzt, sich heimlich während der Spiele zum Fremdgehen zu verabreden. Da sagten 27 Prozent der Befragten, dass sie die WM-Spiele nutzten, um sich heimlich mit ihren Geliebten zu treffen, und zwar Männer und Frauen gleichermaßen. “Ich gucke das Spiel bei Paul an!” steht dann als Geheimcode für: “Ich spiele an Paula rum!”

Da könnten wir jetzt vortrefflich über die Doppeldeutigkeit einiger Fußball-Sprüche scherzen. Ich sage nur: “einen Treffer landen”, “nahm die Hand zur Hilfe”, “kommt über die Außen”, “das Ding endlich reinmachen”, oder “was für ein Hammer”, von irgendwelchen “Grätschen” oder gar “Schweinsteigern” ganz zu schweigen. Aber viel spannender ist für mich die Frage: Kann das stimmen? Selbst wenn wir davon ausgehen, dass es Bürger gibt, die nicht vom kollektiven Ballrausch erfasst wurden – können das so viele sein? Und können das so viele sein, dass der anzunehmende Anteil der Fremdgänger unter ihnen sich auf EIN VIERTEL DER GESAMTBEVÖLKERUNG beläuft? Wenn wie heute für die Fan-Meilen-Party eine halbe Million Menschen ihr Kommen ankündigt, kämen dann 125.000 in Wahrheit ganz woanders. Ich denke: nein. Unmöglich.

Bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass die Zahlen vom Betreiber eines Seitensprung-Portals lanciert wurden. Und der hat natürlich nur seine eigenen Webseiten-Besucher befragt. Was macht wohl der Besucher eines Seitensprung-Portals gern die meiste Zeit? Genau: Fremdgehen. Hört er damit auf, wenn er während der WM das Seitensprung-Portal besucht? Nein. Also: Humbug. Genau so gut hätte der Betreiber einer Kopfschmerz-Seite während der WM 2014 mal 1000 Besucher seiner Webseite fragen können, ob sie während der WM Kopfweh haben, um dann die Zeile rauszuhauen: “Über 90 Prozent der Deutschen verursacht die WM Kopfschmerzen.”

Ja, einige Frauen sind hypersexuell, aber bevor Sie “Hyper, Hyper!” brüllen, lesen Sie erst das hier!

Diese Studie klingt erst einmal nach einer guten Nachricht: Etwa 3 Prozent aller deutschen Frauen sind einer aktuellen Studie zufolge hypersexuell. Das heißt: Sie denken eigentlich permanent an Sex, beschäftigen sich mit Sex, nutzen Sex, um sich selbst bei Frust zu trösten, und lesen wahrscheinlich diesen Satz vor allem deshalb, weil nun schon zum vierten Mal das Wort Sex darin vorkommt. Anders gesagt: Diese Frauen ticken so wie viele Männer.

Wow, werden Sie denken, die verstehen mich! Und: 3 Prozent, das ist doch schon ordentlich. Das sind mehr als pro Jahr einen schönheitschirurgischen Eingriff vornehmen lassen (2,9 %), und deutlich mehr Frauen, als solche, die Online-Games daddeln (2,7 %). Es sind auch nur knapp weniger Frauen als im Jahr 2013 mehrmals in der Woche ein Fitness- bzw. Kraftstudio besuchten (3,2 %). Bei geschätzt zirka 6 Millionen ledigen Frauen im Alter von 20 bis 40 Jahren in Deutschland wären das etwa 180.000. Also: Eine ganze Menge. Jetzt fragen Sie mich zu Recht: Wo kann man diese Mädels treffen und sich mit ihnen austauschen? Wo sind die?

Nun, das ist die schlechte Nachricht: Die sind zuhause und wollen niemanden treffen. Die Forscher entdeckten in ihrer Studie nämlich außerdem, dass hypersexuelle Frauen entgegen früheren Annahmen nicht sexuell hyperaktiv im Sinne etwa von nymphomanischer Vielmännerei sind. Sie rennen nicht im Bikini auf der Suche nach Sexpartnern mit einem Lasso und einer Tube Gleitcreme durch die City. Sie agieren nicht offen aktiv und interpersonell, sondern passiv ihre Lust aus. Sprich: Sie sitzen eher allein zuhause und schauen Pornos im Internet, legen dabei öfter mal selbst Hand an. Tja, schade. Aber irgendwie bleibt es dabei: Diese Frauen ticken ein wenig wie Kerle, oder?

Bloß keine Schmalspur-Anmache! Kontaktfreudige Frauen treten Ihnen mit breiter Hüfte entgegen

Ich sag’s mal wie es ist, und ich habe es mir nicht ausgedacht: Wenn Sie auf der Suche nach sexuellem Vergnügen sind, vergessen Sie allzu dünne Frauen. Nicht, weil die zu zerbrechlich oder zu müde sind oder immer Salat essen müssen – sondern weil die Wissenschaft das sagt. Im Fachblatt Archives of Sexual Behavior steht es: Frauen mit breiteren Hüften haben laut einer Studie häufiger One-Night-Stands. Die Forscher lehnen sich sogar noch weiter aus dem Schlafzimmerfenster: Sie sagen, diese Frauen stehen Bettgeschichten insgesamt aufgeschlossener gegenüber.

Stopp! Das heißt nicht, dass alle dünne Frauen keinen Sex mögen. Und vor allem heißt es nicht, dass alle Frauen mit breiten Hüften immer Sex wollen. Es heißt nur, dass die breiter gebauten Frauen statistisch gesehen eher dazu bereit sind, sich auf ein sexuelles Abenteuer einzulassen als ihre dünneren Freundinnen. Sie müssen sie also vorher immer noch fragen. Als Vorgehensweise empfehle ich dafür ausdrücklich nicht die Frage: “Hey, du hast aber breite Hüften. Du bist doch bestimmt eher dazu bereit, dich auf ein sexuelles Abenteuer einzulassen als deine dünne Freundin, oder?” Auch Formulierungen wie “dicke Mädchen” oder “gebärfreudige Hüften” sollten Sie meiden.

Obwohl: Die Gebärfreudigkeit der Hüfte spielt in dieser Studie tatsächlich eine große Rolle. Die Wissenschaftler vermuten, dass die befürchteten Beschwernisse einer möglichen Geburt bei allen Frauen unterbewusst eine Rolle spielen, wenn es um Partnerwahl und den Entschluss zum Körperkontakt geht. Frauen mit schmalen Hüften schreckten, so die Forscher, davor tendenziell eher zurück, weil die angenommene Belastung und mögliche Gefahren durch eine Geburt bei ihnen größer sind. Sie finden es verrückt, dass diese Instinkte auch im Zeitalter der Pille noch so eine große Rolle spielen? Mag sein. Aber wer das merkwürdig findet, sollte auch den kompletten Rest der Sex-Mechanik in Frage stellen. Nicht vergessen: Wir Männer sind es, die mehr Bier kaufen, wenn es von Frauen in Bikinis beworben wird – wohlgemerkt von dünnen Frauen in Bikinis.

Frauen finden Fremdgehen ihres Mannes gar nicht so schlimm, außer die andere will nur reden

Wobei erwischen Sie Ihre Angebetete lieber: a) im innigen Gespräch mit Brad Pitt über intimste Dinge oder b) sprachlos bei intimsten Dingen mit Pit im Bett? Ist schon klar: Das Sex-Ding ist schlimmer. Für uns Männer jedenfalls. Bei Frauen soll ja angeblich die emotionale Kiste mehr wehtun: Einer Studie der University of Kansas zufolge sind Männer grundsätzlich eifersüchtiger, wenn ihre Partnerin mit einem anderen Mann Sex hat, während Frauen viel empfindlicher darauf reagieren, wenn sie das Gefühl haben, dass ihr Mann sich emotional zu sehr auf eine andere einlässt. Die Forscher erklären das mit dem alten Kindchen-Muster: Männer müssen mehr fürchten, das Kind eines anderen untergejubelt zu bekommen und sind deswegen da sehr wachsam – und die größte Sorge der Frauen ist es, dass der Vater ihrer Kinder sie wegen einer anderen verlässt, und sie mit den Kleinen allein da sitzen.

Nun frage ich mich: Wer hat denn heutzutage noch in erster Linie Sex, um Nachwuchs zu zeugen? Welcher Mann denkt denn wirklich im allerersten Moment, nachdem er seine Frau mit dem Nachbarn auf dem Küchentisch erwischt hat: “Verdammt, die Schweine wollen mir ein Kind unterjubeln!” ? Zumal, wenn er sie beim Blow-Job erwischt? Oder umgekehrt: Welche eifersüchtige Frau gibt sich denn gelassen und verzeihend, wenn ihr Mann zu ihr sagt: “Ich treffe mich wieder mit Susanne – aber es ist wirklich nur Sex, versprochen! Wir reden auch kaum, sie stöhnt und ächzt ja die meiste Zeit eh nur.” Der Studie zufolge sagten vier Fünftel der Frauen, sie wäre eher eifersüchtig, wenn ihr Mann sich in eine andere Frau verliebt, als wenn er mit dieser Frau andere Sex-Positionen ausprobiert. Nee, klar. Genau das sagt sie dann auch, wenn sie ihn in flagranti mit der Babysitterin bei der Budapester Beinschere erwischt: “Ach! Na, so ein Glück! Ich dachte schon, du wärst verliebt.” Also ehrlich, wer soll das glauben?

Wenn es diesen Unterschied tatsächlich geben sollte, dann reagieren Männer doch wohl vor allem darum mehr aufs körperliche Fremdgehen, weil Sex für sie immer noch sehr viel wichtiger ist als für viele Frauen. Und weil sie nicht verstehen, warum die Frau einen anderen bereitwillig ranlässt, sie selbst aber höchstens einmal im Monat. Frauen dagegen reagieren auf den emotionalen Betrug viel mehr, weil ihnen Sex oft weniger wichtig ist. – und weil sie es vielleicht nicht fassen können, dass er mit der anderen stundenlang redet, während er zuhause nie den Mund aufkriegt. Ganz nebenbei: Ich kenne nicht eine einzige Frau, die mit Brad Pitt die ganze Nacht nur reden will.

Frauen reagieren nicht auf sexy Reklame? Aber nur, weil sie die Model-Typen nicht anfassen können

Kann das Bild einer spärlich bekleideten Frau Sie dazu verleiten, ein Produkt zu konsumieren? Kann es Sie zum Beispiel dazu bringen, im Internet auf den Link zu einem Artikel zu klicken? Natürlich kann es das, sonst wären Sie ja nicht hier! Ha! Es ist kein Geheimnis, dass Männer durch nackte Frauenhaut zum Konsum motiviert werden – sämtliche Bikini-Babes in jeder Bier-Reklame sind Zeuginnen! Kurz heißt es: Sex sells! Langversion: Die Bilder von den Nackerten aktivieren beim visuell gesteuerten Mann das Belohnungssystem im Gehirn. Diesen Reiz versucht er dann zu befriedigen, unter Umständen durch Konsum des beworbenen Produkts. Ebenso klar war bisher, dass das gleiche bei Frauen nicht funktioniert: Nackte Männerhaut verkauft keine Frauen-Produkte, Frauen werden durch erotische Kerle-Fotos eher nicht zum Konsum animiert.

Belgische Wissenschaftler haben nun gezeigt, dass das nicht an der mangelnden Verknüpfung vom weiblichen Belohnungssystem mit dem Thema Sex liegt. Die Sache funktioniert nur nicht visuell, also über Fotos und Filme. Frauen reagieren sexuell auf andere Dinge, etwa auf haptische Reize. Die Forscher bewiesen: Wenn ihre Probandinnen zuvor edle Männerunterwäsche wie etwa Boxer-Shorts betastet hatten, veränderte das sehr wohl ihre Konsum- und Finanzentscheidungen. Wenn Ihre Liebste sich also das nächste Mal über die Busen-Babes in der Bierwerbung lustig macht, reiben Sie ihr diese Ergebnisse unter die Nase und sagen: „Du bist selbst keinen Deut besser – es gibt halt nur noch kein Fühl-Fernsehen!“

Tja, nun. Wahrscheinlich wollen Sie Ihrer Liebsten ja überhaupt nichts verkaufen, hätten aber trotzdem nichts dagegen, wenn sie mal wieder an ihrer Unterwäsche fühlt. Auch dann können Sie aus dieser Geschichte etwas lernen: Wenn Sie als Verführer auftreten wollen, tanzen Sie nicht nackig vor ihr herum und wackeln animierend mit dem Rüssel, sondern setzen eher auf Duftöl, Chill-out-CD, Kerzenschein und Massagetechnik. Das ist die beste Werbung, die Sie für sich und Ihre Boxer-Shorts machen können!

Warum Männer und Frauen nie gute Freunde sein können, sondern bestenfalls mittelmäßige Freunde

Was unterscheidet eine Männerfreundschaft von einer Frauenfreundschaft? Kurz gesagt: Die Anzahl der gesprochenen Worte. Die neue Jacobs-Studie zeigt mal wieder, dass Männer besser miteinander schweigen können als Frauen. Oder können Sie sich vorstellen, dass Männer über ihre Kumpels Dinge sagen wie: “Wir sprechen sehr offen über das, was uns bedrückt” oder “Wenn wir zusammen sind, wird viel und ausgiebig geredet”? Hehehe, nein, die treffen erwartungsgemäß laut Studie auch eher auf Frauenfreundschaften zu. Männer sagen eher: “Wir können auch lange zusammen sein, ohne dass viel geredet werden muss” oder “Wir machen schon mal einen drauf, schlagen über die Stränge”. Männer treiben der Befragung zufolge auch eher zusammen Sport oder haben ein gemeinsames Hobby.

Da sind wir schnell wieder bei der These von Harry aus “Harry & Sally”, dass ein Mann und eine Frau grundsätzlich nicht miteinander befreundet sein können. Der gute alte Harry bezog sich natürlich darauf, dass ein Mann bei einer Frau immer darüber nachdenkt, mit ihr Sex zu haben. Aber diese Zahlen zeigen, dass die These auch anders zu belegen ist. Denn wenn der Mann mit der Frau a) nicht um die Häuser ziehen kann, b) nicht mit ihr an seinem Motorrad herumschrauben kann und sie c) auch keinen Sport zusammen treiben können, ist die Frau als Kumpel komplett unbrauchbar – Sex hin oder her. Zumal wenn sie die ganze Zeit über ihre Gefühle quatschen muss. Wie soll bei dem Emo-Geschwätz einer in Ruhe ‘nen Motor aufschrauben? Oder die schwarze Acht im Eckloch platzieren?

Interessant ist auch, dass Frauen einen Satz über ihre Freundinnen zu 50 Prozent mehr unterschreiben können als Männer über ihre Kumpel, und zwar diesen: “Meine beste Freundin kann mich in manchen Dingen viel besser verstehen als mein Partner.” Frauen fühlen sich von ihren Freundinnen also häufig besser verstanden als von einem Mann. Wenn Männer Frauen nicht verstehen können, und wenn genau dieses Verstehen in einer Freundschaft für eine Frau von existenzieller Bedeutung ist – dann ist doch eine Freundschaft zwischen Mann und Frau per se Unfug. Das heißt für Sie: Wenn eine Frau Ihnen vorschlägt, man könne doch “einfach Freunde bleiben”, dann lügt sie nur, um irgendwie aus der Nummer herauszukommen. Und wenn Sie zu einer Frau sagen, Sie wären gerne mit ihr “befreundet”, dann weiß sie, dass Sie definitiv Hintergedanken haben!

Hunger vor Liebe: Frauen lassen sich auf mehr Diäten ein als auf Männer

Frauen machen zu viele Diäten. Das wissen wir, und das allein ist schon nervig genug. Vor allem, weil wir Männer diese Kalorienzählerei und Jeden-Tag-Kohlsuppe-Manie so oft mitmachen müssen. Aber jetzt stellen neue Zahlen dieses Phänomen in einen völlig anderen Zusammenhang. Der Umfrage eines britischen Nahrungsergänzungsmittel-Herstellers zufolge haben Frauen nur halb so viele Sexpartner wie sie Diäten hinter sich bringen. Im Durchschnitt, so die Ergebnisse, geht eine Frau in ihrem Leben mit 8 Männern ins Bett (nacheinander, Anm. d. Red.), kämpft sich aber durch 16 Diäten.

Wow. Das nenne ich mal einen neuen Weltrekord im Äpfel-mit-Birnen-Vergleichen. Ich meine, was kommt als nächstes? Frauen gehen öfter ins Bad als sie Schokolade essen? Ein Mann trinkt in seinem Leben mehr Liter Bier als er Blind Dates hat? Und wie messe ich ein Blind Date in Litern? Das hängt wahrscheinlich stark davon ab, wie viele Diäten meine Blind-Date-Partnerin schon hinter sich hat – bzw. wie erfolgreich diese waren.

Überhaupt: Was soll diese Umfrage den Frauen sagen? Hüpft mal lieber mit mehr Männern ins Bett, um eure Hunger-Hüpf-Ratio zu verbessern? Sex macht schlanker als Diät? Wer öfter hungert, ist weniger geil? Oder: isst weniger geil? Natürlich ließe sich auch eine andere Botschaft daraus lesen. Denn: Welche Frau macht öfter Diät? Genau: Eine, die öfter bei der vorherigen Diät gescheitert ist. Und welche Frau hat weniger Sex-Partner: eine, die erfolgreich Diät gehalten hat oder eine, die eher weniger erfolgreich …? Ich will das hier gar nicht weiter auswalzen. Ich will aber sagen, dass in dieser Statistik ein wichtiger Punkt fehlt: Der Kohlsuppen-K.O.-Quotient. Wenn es schon um Hungern und Partnerschaft geht, ist doch neben der Frage, wie viele Diäten eine Frau gemacht hat, vor allem eines interessant: Wie oft ist einer Frau wegen ihrer ganzen Diäten schon der genervte Mann weggerannt?  Ich sage immer: Lieber eine Frau mit 10 Pfund mehr als eine mit 10 Diäten im Jahr. Denn diese ganzen Essperimente machen Männer wahnsinnig. Da entpuppt sich die Trennkost schlussendlich ganz oft im Wortsinn als Trenn-Kost.

Frauen stehen nicht auf billige sexistische Reklame, auf teure sexistische Reklame aber schon

Beschwert sich Ihre Angebetete auch oft darüber, dass so viel Werbung mit Sex und insbesondere nackten Frauen gemacht wird? Sie hat ja nicht ganz Unrecht – oder was hat Sie gerade hierher gelockt, hm? Um es mal mit den Fantastischen 4 zu sagen: “Titten nur Titten, ich seh’ so viele Titten. Wenn du denkst, das war schon immer so, dann hast du dich geschnitten!” (Individuell aber schnell, 1992) Allerdings hat jetzt eine kleine, aber feine Studie gezeigt, dass sich auch in dieser berechtigterweise zur Schau getragenen Empörung der Damen eine gewisse Verlogenheit breitmacht. Die Wissenschaftler von der University of Minnesota konnten nämlich nachweisen, dass Frauen sexualisierte Werbung sehr wohl gutheißen – wenn sie denn für hochpreisige Luxusartikel wirbt. Sprich: Wird mit einer nackten Frau für ein teures Parfum geworben oder für edle Uhren, findet Frau das meist okay. Soll die Nackte aber ein geringpreisiges Produkt verkaufen, lehnen Frauen das ab. Billig – steht sie nicht drauf.

Das hat, so mutmaßen die Forscher, damit zu tun, dass Frauen ein vitales Interesse daran haben, dass Sex ebenfalls ein kostbares, seltenes, extrem wertvolles Gut bleibt. Denn das soll die Wahrscheinlichkeit senken, dass ihre Männer im Billig-Sex-Wahn um die Häuser streunen. Anders gesagt: Die schnelle, billige und einfache Verfügbarkeit von Sex reduziert die Macht, die Frauen über das Gewähren oder Verweigern von Sex ausüben können. Und darum haben sie auch etwas gegen Werbung, die Sex mit billigen Produkten auf eine Stufe stellt. Interessante These, oder?

Was heißt das nun für Sie? Nun, zunächst einmal heißt es, dass Sie ihr gern die teure Uhr zu Weihnachten schenken dürfen, für die eine nackte Schönheit wirbt – aber nicht das billige Deo. Heißt es aber auch, dass sie verlangen dürfen, dass sie die Uhr jetzt sofort genau so trägt wie in der Werbung – also nackt? Nein, das heißt es nicht. Zumal das unterm Tannenbaum nicht so gut kommt, wenn Omas, Opas, Onkel, Tanten, und Kinder zugegen sind. Aber es heißt schon, dass Sie ihr später heimlich zuraunen dürfen: “Damit siehst du bestimmt besser aus als die Frau in der Reklame. Können wir ja nachher gerne mal ausprobieren…” Den Seltenheitswert tasten Sie damit nicht an – ist ja schließlich nur einmal im Jahr Weihnachten.