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Tag: sozial

Rollenspaghetti: Warum Frauen auf nette Egoisten stehen – und was Männer von Batman lernen können

Sie sind ein netter Kerl? Selbst schuld. Freundliche, teamorientierte Typen haben nämlich oft weniger Chancen auf eine Beförderung oder eine Gehaltserhöhung als solche, die auch mal offensiv für ihre Belange einstehen und nicht soviel darauf geben, was andere über sie denken. Also werden Sie zum ultraharten Ellbogenchecker? Tja, leider zeigte gerade eine Studie: Frauen bevorzugen eher die netten Männer für eine Langzeit-Beziehung. Wie Mann es also macht…

Sagen wir mal, die Traumfrau geht vor. Wenn Sie die also beeindrucken und an sich binden wollen, dann müssen Sie tatsächlich vor allem den liebreizenden, verständnisvollen Gentleman geben und auch mal der älteren Nachbarin mit den Einkäufen helfen. Dann denkt Ihre Angebetete: “Wow, das ist ein Klasse-Typ, der hat das Herz am rechten Fleck, ein Super-Partner fürs Leben.” Die Studie zeigte, dass Frauen ihrem Mann sogar eher einen Seitensprung verzeihen, wenn dieser ein netter und sozial eingestellter Typ ist. Ich frage mich gerade, wie nett und sozial ein Kerl sein kann, wenn er seine Frau betrügt… – aber egal.

Also sind Sie nun doch der nette Kuscheltyp, kriegen die Frau, leben mit ihr zusammen, ziehen in eine größere Wohnung, kaufen ein zweites Auto, machen Pläne, das Geld wird knapp, die Frau sagt: “Du musst mal mit deinem Chef reden, dass er dich befördert und dir mehr Geld zahlt. Da musst du dann auch mal offensiv für deine Belange einstehen und nicht soviel darauf geben, was andere über dich denken.” Dann werden Sie plötzlich doch zum harten Verhandler, kriegen mehr Kohle und machen Karriere, starten voll durch, und wenn Sie dann mal wieder abends spät aus dem Büro kommen, sagt die Frau: “Du hängst ja nur noch in der Firma! Was bist du nur für ein egoistischer, selbstsüchtiger Karrierist geworden?” Und so weiter, und so fort.

Tja, so sieht er aus, der “Rollenspagat” des Mannes. Die einzige Lösung: Das Doppelleben. Im Job der harte Hund mit Ellenbogen, zuhause der liebe Schnuckischatz. Alles eine Frage der Verkleidung und der Tarnung. Und da wundern sich Frauen, dass Männer Batman, Spiderman und Superman als ihre Helden betrachten. Schließlich brauchen wir auch alle ein Alter Ego. Sehen Sie es positiv: Wenigstens müssen Sie sich nicht auf offener Straße umziehen.

Frauen stecken Männer immer noch regelmäßig in die Tasche, aber oft nur in die Labertasche

Reden Frauen mehr als Männer? Quatscht Ihnen Ihre Liebste auch manchmal einen Riss ins Trommelfell? Ja? Beides ja? Vorsicht! Auch wenn beide Fragen dieselbe Antwort erhalten, haben sie vielleicht nichts miteinander zu tun. Wissenschaftler haben nun festgestellt, dass Frauen zwar tatsächlich gerne mehr reden als Männer – aber nur in ganz bestimmten sozialen Situationen.

In kleinen Arbeitsgruppen etwa geben sich Frauen sehr kooperativ und kommunikativ, also gesprächig, und übertrafen in ihrem Verbal-Ausstoß die Männer. In größeren Teams ab 5 Personen übernahmen allerdings die Männer die Gesprächs-Oberhand. In sehr großen Gruppen wiederum, also etwa beim Essen in einer riesigen Mensa, gab es in den Gesprächen kein Geschlecht, dessen Redeanteil deutlich den des anderen überwog.

Das heißt? Nun, zum einen, dass das Klischee von der viel quasselnden Frau nur bedingt der Realität entspricht.  Nur wenn eine Frau sich in einer Situation sicher und akzeptiert fühlt (also etwa: mit Ihnen), steigt bei ihr das Wortmengen-Volumen. Das erklärt einiges, was? Zum anderen heißt es, dass Sie mit Ihrer Liebsten dringend in einem großen, gerammelt vollen Lokal etwas essen gehen sollten, wenn sie Ihnen mal wieder ein Ohr abkaut. Da wird sie dann ruhiger und Ihr Gesprächsanteil steigt dieser Studie zufolge automatisch an. Oder Sie gründen mit ihr und mindestens 5 anderen eine Arbeitsgruppe, Thema: “Was Männer sich gern stundenlang von Frauen ins Ohr plappern lassen würden – Sportanalysen und Dirty Talk für Einsteiger”.

Gedankenlesen beim ersten Date – so geht’s!

Sie wollen wissen, was eine Frau beim ersten Date über Sie denkt? Kein Problem. Verrate ich Ihnen. Aber ich kann nur etwas über die ersten Sekunden Ihrer Begegnung sagen, und ich weiß auch nur, wie sie denkt – nicht, zu welchen Schlussfolgerungen sie dabei kommt. Okay?

Also: Gehirnforscher vom Trinity College in Dublin haben festgestellt, dass Frauen beim Betrachten eines Mannes immer zuerst seine allgemeine Attraktivität bewerten, und dann in einem zweiten Schritt seine soziale Kompatibilität. Sprich: Erst überlegt sie, ob Sie gut aussehen – und gleich danach, ob Sie zu ihr, in ihren Freundeskreis und auf ihre Familienfeste passen.

Welche Bewertung letztlich den Ausschlag gibt, blieb unklar – aber beide Faktoren spielen eine Rolle. Darum ist es sicherlich kein Fehler, zunächst einmal auf ein angenehmes Äußeres zu achten. Wenn es ans soziale Eingemachte geht, sind ein offenes Lächeln, ein freundliches “Hallo!” und eine angedeutete Umarmung zur Begrüßung bestimmt nicht verkehrt. Ganz entscheidend aber ist, dass Sie nicht gleich mit Ihrem neu erworbenen Wissen hausieren gehen und zu ihr sagen: “Hey, hallo, ich weiß, was du gerade denkst!” Denn all das ist ihr selbst gar nicht bewusst. Sie wird Sie für einen Psycho halten und aussortieren. Keine Ahnung, welche Hirnregion sie dafür nutzt.

Ist sie stutenbissig gegenüber sexy Frauen? Sie kann nicht anders!

Stellen Sie sich folgende Situation vor:

Sie sitzen mit Ihrer Angebeteten und ein paar ihrer Freundinnen in einem Cafe und unterhalten sich. Eine sexy Frau in sehr kurzem Rock und sehr weit offener Bluse kommt vorbei. Was passiert?

a) Alle Frauen ergehen sich sogleich in wohlwollenden bis begeisterten Kommentaren über die Offenheit und Freizügigkeit, mit der diese bewundernswerte Person ihre sexuellen Reize zur Schau trägt.

b) Die Frauen am Tisch lästern sofort in übelster Weise über die Frau im kurzen Rock ab. Alle Kommentare haben implizit oder explizit zum Inhalt, was für eine entsetzliche Schlampe das doch sei.

Ich tippe mal: b)

Und jetzt sage ich Ihnen, warum das so ist. Einer kanadischen Studie zufolge können die Frauen nicht anders. Die Untersuchung der University of Ottawa zeigte, dass alle Probandinnen ein solch ablehnendes Verhalten gegenüber aufreizend gekleideten Frauen an den Tag legten, wenn sie in einer ähnlichen Situation waren. Der Grund: Frauen reagieren sensibel auf Störungen des sozialen Friedens. Und eine Frau, die in dieser Weise ihre Reize präsentiert, bringt womöglich das Gefüge in der Gruppe durcheinander – etwa weil sich Männer dazu entschließen könnten, dem kurzen Rock nachzusteigen. Die Studienleiter vermuten, dass dieses Verhalten in Frauen seit Urzeiten angelegt ist.

Meine Frage dazu: Wenn das ein Ding von Frauen unter Frauen ist, das aus Frauenköpfen entspringt – warum erleben Männer dann so oft

c) Alle Frauen unterstellen sofort dem einzigen anwesenden Mann implizit oder explizit, er starre in unziemlicher Weise diese Frau an und denke nur noch daran, wie er schnellstmöglich mit ihr Sex haben könne?

Wer starrt denn hier?!